RALLYE

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Jännerrallye: Bericht K4
Foto: Michael Jurtin

Bildhübscher „Schneepflug“ mit Schwimmflügel

Mit brandneuem Toyota, einem neuen Einsatzteam und nach einem Jahr ohne Rallye lagen die Erwartungen von Johannes Keferböck nicht allzu hoch. Dazu kamen suboptimale Startpositionen. Doch Johannes und Copilotin Ilka Minor haben die Fahrt auf den kultigen Prüfungen der Jännerrallye dennoch genossen - und auch mit einer gehörigen Portion Humor ihren Vorjahrsunfall endgültig verarbeitet…

Wie eigentlich jedes Jahr wurde auch die Jännerrallye 2025 zu einem großen Abenteuer - der kurzfristig eintretende, ersehnte Wintereinbruch sorgte noch für zusätzliche Würze. Für das K4 RALLY TEAM mit Johannes Keferböck und Ilka Minor war bei dieser Rallye alles neu: Der Toyota Yaris GR Rally2, das Einsatzteam ERACE WRT und die Hankook-Reifen. Johannes erzählt: „Am Tag vor der Rallye hatten wir noch einen kurzen, rund 20 Kilometer langen Rollout, um das Auto ein wenig kennenzulernen.“

Dann die erste Sonderprüfung in der Arena Königswiesen: „Nach einem Jahr Pause waren meine Erwartungen nicht allzu hoch - umso mehr hat uns die achtschnellste Zeit gefreut, die wir da fahren konnten.“ Wermutstropfen: „Wir wollten mit einem Mixed Setup fahren, sprich mit kleiner Bremse und Asphalt-Fahrwerk - das hat unser Team aber noch nie gemacht mit dem noch neuen Toyota und so ist es sich beim Umbau um sechs Minuten nicht ausgegangen, sodass wir eine Strafminute erhielten.“

Am Samstag habe man „einen langen spannenden Tag“ erlebt, erzählt Johannes. Und fügt hinzu: „Als drittes Auto sind wir naturgemäß viel herumgerutscht. Am Sonntag waren wir dann plötzlich erstes Auto und mussten quasi den Schneepflug spielen.“

Hankook-Reifen nur auf 2 SP: „Haben gehörig Grip aufgebaut“

Wegen des Wintereinbruchs wurde mit Spezial-Spikes gefahren, die einheitlich von Pirelli geliefert werden. Auf den beiden kurzen Wimberger-Superspecial-Prüfungen jedoch, welche eine Hallendurchfahrt beinhaltet haben, durften keine Spikes zum Einsatz kommen. Johannes: „Da konnten wir mit den Winterreifen von Hankook fahren und wir haben dabei deren großes Potential gespürt, die haben sofort gehörig Grip aufgebaut. Allerdings gab es bei der ersten Durchfahrt dieser Prüfung für uns als erstes Fahrzeug noch keine Spur. Da hat man schon gesehen, dass diese SP nicht ungefährlich war - doch dank der Hankook-Reifen haben wir uns sicher gefühlt.“

Johannes fügt hinzu: „Auf der ersten St. Oswald-Prüfung gab es sehr viel Slash, also Schneematsch. Doch wir haben gekämpft, so gut es geht. Für die zweite St. Oswald-SP, als Powerstage gefahren, wurde die Startreihenfolge gedreht und wir konnten als elftes Auto starten - das konnten wir nutzen und die neuntschnellste Zeit fahren.“ Johannes Keferböck und Ilka Minor beendeten die Jännerrallye auf Platz zwölf. Was Johannes in Erinnerung bleibt: „Es war eine tolle Jännerrallye, wie man es sich wünscht. Mit vielen begeisterten Zuschauern und unter schwierigsten Bedingungen. Fahrerisch hat es mir sehr viel Spaß gemacht. “

Auch Copilotin Ilka Minor zieht ein positives Resümee: „Unser neues Auto war total cool und es haben uns viele Menschen gesagt, dass sie unser Design mögen. In der Rallye waren dann halt unsere Startpositionen nicht optimal - doch wir haben versucht, das Beste daraus zu machen.“

Mit „Schwimmflügerl“ zur Fahrerpräsentation

Kurz vor der Rallye haben Johannes und Ilka auch noch einmal eine gehörige Portion schwarzen Humor bewiesen, als sie mit Schwimmflügel zur Fahrerpräsentation erschienen sind. Im Vorjahr landeten die beiden bekanntlich in einem Löschteich, die Bilder dieses alptraumhaften Unfalls gingen viral…

Mit der „Schwimmflügerl-Aktion“ wollten Johannes und Ilka dieses Thema mit Humor zu den Akten legen: „Für uns war das Thema ja schon seit Langem abgehakt und wir wollen in Erinnerung bleiben, weil wir ein super Auto haben und nicht weil wir ins Wasser gefallen sind.“ Ilka Minor stimmt zu: „Es war eine nette Aktion, die wirklich lustig war. Es sollte einfach ein cooler Schlusspunkt zu diesem Unfallthema sein - für uns und für alle anderen Beteiligten. Humor ist doch die beste Form, um mit schwierigen Themen abzuschließen.“

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