RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
Rallye-WM: Interview

Ohne E-WRCs steigt Citroën 2021 aus

Sollten bis 2021 keine Elektro- oder Hybrid-WRCs eingeführt werden, will Citroën die Rallye-WM verlassen; die Zeit wird aber knapp.

In der Diskussion über die künftige Antriebsart in der Topklasse der Rallye-WM setzt Citroën dem Automobilweltverband die Pistole an die Brust. Sollten ab 2021 keine Elektro- oder Hybrid-WRCs zum Einsatz kommen, will das französische Werk aus dem PSA-Konzern die Meisterschaft verlassen. Citroën-Geschäftsführerin Linda Jackson bejahte gegenüber Auto Express eine dementsprechende Frage.

Die Rallye-WM dürfe sich nicht von der Entwicklung auf dem Automobilmarkt abkoppeln, forderte Jackson: "Alles verändert sich, und ich sehe nicht ein, warum wir als Hersteller etwas unterstützen sollten, was die Veränderungen in der Gesellschaft nicht berücksichtigt." Citroën arbeite hart daran, dass seine Straßen-Pkw bis 2022 die neuen EU-CO2-Richtlinien erfüllen, und wolle weitere elektrische Modelle einführen. Diese Entwicklung müsse sich auch in den Motorsportaktivitäten des Herstellers widerspiegeln.

"Je größer der Unterschied zwischen den WRCs und unserer Fahrzeugpalette wird, umso mehr wird es ein reines Marketingwerkzeug", so Jackson weiter, "aber dann nutzt man etwas, was nicht unbedingt zur Marke passt." Macht die Managerin ihre Drohung wahr, wird Citroën nach Ende des aktuellen Vertrags mit Sébastien Ogier das WRC-Programm aller Wahrscheinlichkeit nach stoppen.

Zwar verhandeln die Hersteller mit der FIA über die Einführung elektrischer Antriebskomponenten, allerdings währt die Laufzeit des aktuellen Reglements, das 1,6-Liter-Turbomotoren vorsieht, bis Ende 2021. Dass aufgrund der Drohung von Citroën ein neues Regulativ um ein Jahr vorgezogen wird, erscheint unrealistisch, zumal die Zeit für seine Ausarbeitung sowie die Entwicklung der entsprechenden Motoren bis Ende 2020 schon recht knapp sein dürfte.

News aus anderen Motorline-Channels:

Rallye-WM: Interview

Weitere Artikel:

Jännerrallye: Bericht Zellhofer

Viel Schnee war kein Vorteil

Christoph Zellhofer hatte mit dem SUZUKI Swift ZMX keine Chance - der PS-Vorteil wirkte gegen die leichteren Rally3-Autos nicht

Jännerrallye: Bericht Stürmer

Ein Winter wie damals

Dank Horst Stürmer und Rene Zauner wurde auch bei der bisher 39. Jännerrallye dazu beigetragen, dass die zahlreichen Rallye-Besucher mit bester Quattro-Action auf Schnee beglückt wurden.

Rallye Dakar 2026: Etappe 8

Al-Attiyah behauptet Führung

Saood Variawa (Toyota) erobert Etappensieg knapp vor Henk Lategan (Toyota) - Nasser Al-Attiyah (Dacia) verteidigt Führung, aber Verfolger kommen näher

Rallye Dakar 2026: 9. Etappe

Nani Roma erobert die Gesamtführung

Die Gesamtwertung drehte sich auf der neunten Etappe komplett - Das Ford-Duo Nani Roma und Carlos Sainz führt nun vor Dacia-Speerspitze Nasser Al-Attiyah