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Rallye-ÖM: BP Ultimate Rallye

Volles Erfolgs-Programm

Sepp Gruber aus Tirol reist zur Zeit von einer Rallye-Teilnahme zur nächsten, und fast überall läuft es für ihn blendend.

Sowohl in der Castrol Historic Rallye-Staatsmeisterschaft, wo er kurze Zeit sogar geführt hat, als auch im Mitropa-Rallyecup für historische Rallyewagen, wo er seine Führung behalten hat, ist er hervorragend im Rennen. Nicht zu vergessen der fünfte Platz bei der Rallye Abu Dhabi, die weder zum Mitropacup noch zur Rallye-Staatsmeisterschaft zählte, aber als exotischer Auslandseinsatz im fernen Arabien eine außergewöhnliche Herausforderung darstellte. Überdies wurde die Rallye durch den Wüstensand zu einem Treffen der österreichischen Histo-Rallye-Giganten und war damit auch sportlich immens wertvoll.

Damit zeigt Sepp Gruber immer öfter enormes Allround-Talent, das sich auch bei den Rallyes daheim stark bemerkbar macht: Bei der Pirelli-Lavanttal-Rallye verlor er ein mit viel Einsatz geführtes Duell mit Josef Pointinger durch einen lästigen Zündungsdefekt, der die Leistung beeinträchtigte, bei der BOSCH Super Plus-Rallye holte sich Sepp Gruber einen Sieg bei den Historischen vor Alois Nothdurfter mit dem Ford-Lotus Cortina. Lediglich bei der Castrol Pölstal Judenburg-Rallye ereilte ihn das Pech – plötzlicher Ölaustritt und sofortiges Aus.

Danach ging es aber sofort wieder weiter, es folgten Starts mit Gerhard Heger, dem Spezialisten für die Auslandseinsätze, und zwar bei der Maribor-Rallye und – eben erst erfolgt – bei der Alpi Orientali Historic. Fazit: Sepp Gruber und Gerhard Heger bleiben weiter die Favoriten Nummer Eins in der Historischen-Wertung des Mitropacups.

Jetzt geht es aber wieder zurück nach Österreich, zur Castrol Historic Rallye-Staatsmeisterschaft, und auch hier ist noch einiges zu holen. Zwar ist durch den Ausfall in Judenburg die Meisterschaftsführung verloren gegangen, aber entschieden ist noch lange nichts – gerade einmal die Hälfte der Rallyes 2007 ist gefahren. Also noch jede Menge Gelegenheit, um verlorenen Boden aufzuholen.

Was natürlich nicht so leicht ist – Christian Rosner und Johannes Huber treten mit ihren Porsches in Erscheinung, und auch Josef Pointinger (Ford Escort) und der zur Zeit führende Alois Nothdurfter (Ford Cortina) sind bekannt für ihre schnellen Zeiten. Während Sepp Gruber gegen die Ford-Kollegen im direkten Duell immer sehr gut ausgesehen hat, könnte es bei der immer stärker aufkommenden Porsche-Konkurrenz doch ein wenig Schwierigkeiten geben, zumal sich die BP Ultimate-Rallye größtenteils aus Asphalt zusammensetzt. Und da profitieren zumeist die PS-starken Renner.

Dennoch kein Grund, die Flinte vorzeitig ins Korn zu werfen – oft passieren unvorhergesehene Dinge, sodaß dann plötzlich doch wieder Chancen da sind. Und selbst dann, wenn es schwierig werden sollte mit einem Sieg, bleibt immer noch die Möglichkeit zu einer optisch ansprechenden Vorstellung. Satte Drifts und röhrende Motoren – die Visitenkarte der Historischen.

Den weißen Escort mit dem blau-grünen Streifen sollte man auf jeden Fall beachten, denn schon bei der BOSCH Super Plus-Rallye war Sepp Gruber einer der spektakulärsten Teilnehmer. Und so wie dort, fährt er auch diesmal wieder mit Rudi Nothdurfter: Das Erfolgsteam von Pinggau tritt also wieder zur Kraftprobe an. Damit könnte sich zweifellos auch das Erfolgsprogramm fortsetzen.

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