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ORM: Wechselland-Rallye

„Ein Sieg wäre gerade hier sehr schön!“

Nach dem zweiten Platz im Lavanttal freuen sich Heimo Hinterhofer und Tamara Schweiger auf das große Cup-Heimspiel. Gerade im Wechselland würde ein Sieg im Corsa-Cup besonders gut schmecken. Dazu müsste er seine Hauptkonkurrenten aus dem Lavanttal – Christoph Lieb und Christoph Leitgeb – schlagen: „Wir probieren es!“

Fotos: GM Corp.

Zwar hat Heimo Hinterhofer als Gesamtjahreszweiter des Corsa-Cups 2015 für sein zweites Jahr in diesem Cup respektive sein zweites Jahr im Rallyesport den Cupsieg als klares Ziel definiert – im Lavanttal jedoch wollte er lediglich so viele Punkte wie möglich an Land ziehen, da ihm die Kärntner Prüfungen weniger gut liegen.

Neben den eigenen Stärken auch die eigenen Schwächen zu kennen, ist eine Tugend künftiger Champions - und so analysiert Heimo Hinterhofer seinen Auftritt im Lavanttal ganz ohne Schönfärberei: „Ich habe dort viele kleine Fehler gemacht, auf dem Rundkurs waren wir einmal draußen. Auf einer Prüfung gab es Nebelschwaden, was überhaupt nicht mein Fall ist – dort haben wir gleich einmal sieben Plätze verloren.“

Doch es gab auch jene Lichtblicke, die man gerne mitnimmt in die noch junge Saison: „Auf der ersten Sonderprüfung lagen die beiden Christophs und ich innerhalb von 2,4 Sekunden.“ Gemeint sind damit Christoph Leitgeb, der als mehrmaliger Cup-Champion auch heuer als Topfavorit gehandelt wird – er verlor auf einer Prüfung aufgrund eines losen Kabels sehr viel Zeit und konnte letztendlich nur Platz sieben belegen. Und Christoph Lieb, der die Auftaktrallye des Cups für sich entscheiden konnte.

Platz zwei bei der Auftaktrallye

Auf SP 3 konnten Heimo Hinterhofer und seine Copilotin Tamara Schweiger mit einer grandiosen Bestzeit aufhorchen lassen – etwas mehr als acht Sekunden konnten sie dort dem späteren Sieger abknöpfen. Auch am Samstag konnten Hinterhofer/Schweiger mit Bestzeiten auf SP 7 und SP 11 glänzen.

So wurde es letztendlich ein guter zweiter Platz im Cup – das Ziel, bei jener Rallye, die ihm am wenigsten zusagt viele Punkte einzufahren, wurde damit auf bestmögliche Art und Weise erreicht.

Der Fokus liegt nun bei der bevorstehenden Wechselland-Rallye (29. und 30. April) – Heimo Hinterhofer scharrt bereits voller Vorfreude in den Startlöchern: „Wir sind top motiviert und wollen im Wechselland von der ersten Prüfung an richtig schön loslegen – wir freuen uns auf den Kampf gegen die beiden Christophs. Und gerade bei der Heimrallye des Cups müsste eigentlich ein Sieg her – wir wollen daher probieren, die beiden Christophs zu schlagen.“

Der Spannung versprechende Dreikampf Christoph Leitgeb/Christoph Lieb/Heimo Hinterhofer könnte sogar noch zu einem Fünfkampf werden. Hinterhofer erklärt: „Rene Rieder kehrte im Lavanttal zurück und wurde immer schneller. Und auch Roland Stengg kommt immer mehr in Fahrt. Es wäre super, wenn aus unserem Dreikampf ein Fünfkampf werden würde, denn Konkurrenz belebt bekanntlich auch im Sport das Geschäft.“

Bergprüfung ruft Bergrennfahrer

Geradezu sensationell ist die Sonderprüfung Hochwechsel – Willi Stengg sen., dem Veranstalter der Wechselland-Rallye, gelang es, die bereits 2004 gefahrene Prüfung auf rund 1400 Meter Seehöhe wieder ins Programm zu nehmen. Auf den Bergstraßen fuhr bereits die legendäre Alpenfahrt!

Als erfolgreicher Bergrennfahrer freut sich Heimo Hinterhofer ganz besonders auf diese Prüfung, die am Freitag zweimal absolviert wird: „Prinzipiell geht es in jeder Kurve darum, möglichst viel Schwung mitzunehmen, bergauf zählt das naturgemäß noch mehr – umgekehrt wird dort dann jeder Fehler umso mehr bestraft.“ Im zweiten Durchgang wird das gesamte Feld die Hochwechsel-Bergprüfung bei Dunkelheit in Angriff nehmen – dass sich Heimo Hinterhofer keine Nebelschwaden wünscht, liegt auf der Hand…

„Prüfungen liegen mir“

Am Samstag stehen mehr oder weniger bekannte Sonderprüfungen auf dem Programm, Heimo Hinterhofer nickt: „Ich kenne diese Rallye bereits aus dem Vorjahr – auf den Prüfungen rund um Pinggau tue ich mir als Rallye-Rookie wesentlich leichter als auf jenen im Lavanttal, das möchten wir natürlich nützen.“

Das absolute Highlight am Samstagnachmittag wird der Rundkurs Pinggau sein, der heuer satte 35 Kilometer lang sein wird und dessen zweiter Durchgang den krönenden Abschluss der Wechselland-Rallye bilden wird. Heimo Hinterhofer weiß: „Dort wird es darauf ankommen, die Konzentration zu bewahren. Im zweiten Durchgang werden wir sicher erschwerte Streckenbedingungen haben – doch schon im Lavanttal haben wir zeigen können, dass wir im zweiten Durchgang nochmal zulegen können. In diesem Sinne sind wir bereit für die große Cup-Heimrallye, wir freuen uns schon sehr auf diese tolle Veranstaltung!"

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