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ORM: Wechselland-Rallye

„Wechselland war nicht lieb zu uns“

Christoph Lieb musste nach dem Auftaktsieg im Lavanttal einen bitteren Totalausfall an beiden Tagen der Wechselland-Rallye hinnehmen.

Fotos: Daniel Fessl

Der erste Tag der Rallye kann aus der Sicht von Christoph Lieb mit wenigen Worten zusammengefasst werden: Riss der rechten Antriebswelle nach drei Kilometern der ersten Sonderprüfung und somit vorzeitiges Ende der ersten Etappe.

Für Lieb und Co-Pilotin Cathi Schmidt war der erste Ausfall in dieser Saison jedoch schnell abgehakt. Der Youngster schmiss sich im Service sogar selbst in den Mechanikeroverall, um den Boliden für den nächsten Tag wieder fit zu bekommen.

Für den 19-jährigen Eggersdorfer eine Selbstverständlichkeit: „Ich bereite mein Auto auch zwischen den Rallyes selbst vor. Wenn ich selber schraube, weiß ich wenigstens, was gebrochen ist und wie ich das Teil wechsle. Dadurch verstehe ich das Auto besser und kann zukünftige Verbesserungen erkennen. Dass wir am Freitag aber nicht mal eine SP schaffen und den Tag vorzeitig beenden müssen, damit habe ich wirklich nicht gerechnet.“

Insgesamt 12 Minuten Strafzeit für den zweiten Tag führten zu der Devise, den Tag zu genießen und so viele Punkte wie möglich für die Markenwertung zu sammeln. Dieses Vorhaben gelang zunächst auch, und das Duo konnte mit sehr guten SP-Zeiten einige Ausrufezeichen im Markenpokal sowie in der ÖM-Juniorenwertung setzen.

Auch in der Gesamtwertung machte das Auto Lieb Rallye Team Platz um Platz gut, bevor am Nachmittag die beiden Highlights mit den SPs Haideggendorf und Pinggau Rundkurs warteten.

Besonders die Sprungkuppe (Bild ganz oben) hat es dem Youngster angetan: „Auf den Jump in Haideggendorf freue ich mich immer besonders. Dort stehen jedes Jahr so viele Fans und Fotografen. Nachdem ich aus eigener Kraft nicht mehr weit nach vorne kommen konnte, wollte ich dort für spektakuläre Bilder sorgen und ich denke, das ist uns auch gelungen.“

Mit einer 15. Gesamtzeit beim zweiten Durchgang der SP Haideggendorf zeigte sich, dass Lieb/Schmidt nicht nur hoch und weit springen, sondern auch schnell und sicher fahren können. Auf dieses Hoch folgte jedoch auf der abschließenden Powerstage das nächste Tief in Form eines weiteren technischen Gebrechens.

Das Traggelenk knickte auf der letzten Runde des Rundkurses ein und beendete die beherzte Aufholjagd wenige Kilometer vor dem Ziel. Ein ebenso geknickter Lieb dazu abschließend: „Wir waren auf der Powerstage vom Gefühl her sehr gut unterwegs und wollten uns wenigstens die drei Zusatzpunkte für die Bestzeit holen. Beim Anbremsen nach einer High Speed Passage ist auf einmal das Traggelenk gebrochen und wir sind zum Glück nur in eine Wiese gerutscht. Ein paar hundert Meter weiter hätte die Sache ganz anders ausgehen können.“

Für das Auto Lieb Rallye Team geht der Kampf um Punkte am 25. Juni 2016 bei der Schneebergland-Rallye in Rohr im Gebirge (NÖ) weiter.

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