RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
ORM: Wechselland-Rallye

Mit der Temperatur stieg auch die Laune

Michael Böhm und Jasmin Noll erkämpften bei der Wechselland-Rallye Platz drei in der 2WD-Wertung und den Sieg im Opel-Adam-Cup.

Fotos: Harald Illmer, Daniel Fessl

Es gibt sie, diese Tage, an denen nichts klappt. Wenn dann noch dazu kommt, dass man selber nicht ganz auf der Höhe ist – aus welchem Grund auch immer - , dann ist das Resümee ein Satz wie: „Am liebsten würd‘ ich heimfahren!“ Soweit zur Grundstimmung von Michael Böhm nach der ersten Etappe der Wechselland-Rallye 2016. Der 2WD-Staatsmeister im Opel Adam R2 machte aus seinem Ärger, den ein zwischenzeitlicher fünfter Platz in der Fronttriebler-Wertung hervorrief, kein Geheimnis. „Wir haben ein Reifenproblem“, erklärte Böhm, um gleich hinzuzufügen, „aber eines, von dem wir gewusst haben.“

Der Grund: „Es ist leider zu kalt und zu trocken gewesen. Für solche Bedingungen unter acht Grad gibt es bei meinem Ausrüster leider keine ideale Mischung, um den besten Grip aufbauen zu können. Dafür hat er bei warmen Verhältnissen und bei Nässe jedoch eine höhere Qualität als andere Marken. Deshalb vertraue ich schon seit Jahren auf dieses Produkt.“ Weshalb die Hoffnung des Niederösterreichers und dessen Copilotin Jasmin Noll auf dem heutigen Samstag, sprich den prognostizierten wärmeren Temperaturen lag. In der Früh erfüllte ihnen der Wettergott diesen Wunsch noch nicht, wodurch die Schwierigkeiten von Tag eins vorerst bestehen blieben.

Doch dann bewahrheitete sich die meisterliche Prophezeiung auf eindrucksvolle Art. Mit jedem Grad Celsius mehr auf dem Thermometer verband sich der Opel Adam augenscheinlich besser mit dem Asphalt rund um Pinggau. Und schier mit jedem Meter mehr erwachte auch das Racer-Gen in seinen Piloten. Böhm/Noll saugten sich je länger der Tag dauerte immer näher an die PS-stärkeren R3-Boliden der Konkurrenz heran. Markenkollege Andreas Kainer, dem bei seiner Heimrallye lange Zeit große Flügel wuchsen, wurde von der Spitze des Opel-Adam-Cups gestoßen und am Ende noch um 38 Sekunden distanziert. Und als auch noch der führende Julian Wagner seinen Citroen DS3 R3 wegen einem Bremsdefekt abstellen musste, gelang mit Platz drei sogar noch der Sprung aufs 2WD-Siegespodest. Böhm: „Alles in allem war das dann doch noch ein versöhnlicher Abschluss. Mit dem dritten Platz können wir sehr gut leben. Es hat sich letztendlich ausgezahlt, dass wir den Mut nicht verloren und auf unsere Erfahrungen vertraut haben.“


Wechselland-Rallye, ORM-2WD, Endstand:
1. Daniel Wollinger/Bernhard Holzer (Renault Clio Maxi) 1:36:25,9 Std., 2. Simon Wagner/Ursula Mayrhofer (Citroen DS3 R3) +1,2 Sek, 3. Michael Böhm/Jasmin Noll (Opel Adam R2) +1:09,4 Min.

Opel Adam Cup:
1. Michael Böhm/Jasmin Noll 1:37:35,3 Std., 2. Andreas Kainer/Anne Katharina Stein +38,3 Sek, 3. Luca Waldherr/Tobias Unterweger +2:25,4 Min

News aus anderen Motorline-Channels:

ORM: Wechselland-Rallye

- special features -

Weitere Artikel:

ET König Judenburg Rallye: Bericht AARC

Steinbock/Bachmayer übernehmen AART-Führung

Steinbock/Bachmayer übernehmen die Führung in der AART Zwischenwertung und Max & Ben Maier sind nach der „ET-König Rallye powered by Peter Hopf“ die neuen Leader in der AARC!

TEC7 ORM Rallye Backstage - Podcast #4

Gespräch mit Manfred Stohl: Von heiter bis düster

Eine Stunde mit Manfred Stohl - Österreichs WM-Vierter 2006 und nunmehrige Betreiber der Stohl Group ist eines ganz sicher: Geradlinig - und oft auch recht heiter. Seine Prognosen für die Zukunft der Rallye-Weltmeisterschaft sind hingegen düster, seine Aussagen zu Österreichs aktuellen Rallye-Hoffnungen markig.

ARC, ET König Rallye: Bericht Zellhofer

Christoph Zellhofer bremste seine Gegner aus

Der Niederösterreicher hielt mit einem Triumph bei der ET KÖNIG Rallye im Murtal seine Titelchance in der ORM 2 am Leben / Auf dem Stadtkurs durch Judenburg stellte er im Suzuki Swift ZMX die Weiche auf Sieg

ET König Rallye: Bericht TEC7 ORM2

Hochspannung im Titelkampf

Jubeln durfte dieses Mal Christoph Zellhofer, der gemeinsam mit seiner deutschen Co-Pilotin Anna Maria Seidl im Suzuki Swift ZMX erstmals in dieser Saison die Nase vorne hatte. Günther Knobloch/Erik Fürst (Renault Clio Rally3) behielten mit Platz zwei die Meisterschaftsführung, während Roland Stengg/Rebeka Kobal (Renault Clio Rally3) nach starkem ersten Tag im Regen des zweiten Tages den Anschluss an die Spitze verloren, aber dennoch starke Dritte wurden.

WRC, Akropolis: Bericht K4

Immer noch in Führung!

Das große Abenteuer Akropolis Rallye: Zwar mussten Johannes Keferböck und Ilka Minor nach einem Defekt am Freitagmorgen ihre sportlichen Ambitionen früh hintan stellen - doch mit einer Zielankunft konnte die Führung im WRC Masters Cup behalten werden. Jetzt geht es nach Estland…