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ÖRM: Niederösterreich-Rallye

Siege für Hinterreiter und Rigler

Eine "Heckschleuder" holte sich in Pögstall den Sieg im Alpe Adria Rally Cup, Gerald Rigler gewann in der Alpe Adria Rally Trophy.

Fotos: Werner Schneider

Die schwierigen Sonderprüfungen rund um Pöggstall wurden durch die wechselnden Wetterbedingungen für alle Teams nochmal erschwert. Das Glück und die richtige Reifenwahl führten an diesem Wochenende Regie, und so war die Überraschung sehr groß, dass sich Hinterreiter/Tinschert in ihrer "Heckschleuder" den Sieg holten.

Alpe Adria Rally Cup (AARC, 2WD)

Manfred Hinterreiter und Christian Tinschert bewegten ihren wunderschönen Mercedes 190 E so gekonnt auf den schmierigen Prüfungen Niederösterreichs, dass ihnen der Gesamtsieg in der AARC trotz einiger Hoppalas am Ende nicht mehr zu nehmen war. Hinterreiter zeigte allen seinen Fans: "Nur quer ist man beim AARC wer!"

Selbst das AARC-light-Team König/Zeiser mit ihrem bärenstarken Opel Astra konnte nicht mithalten. Die beiden konnten mit ihrem zweiten Gesamtplatz aber wichtige Punkte für die Light-Wertung mit nach Hause nehmen und dadurch auch die dortige Gesamtführung übernehmen. In Dobersberg wird nun entschieden, ob König/Zeiser (125 Punkte) oder der bis zur NÖ-Rallye führende Kurt Jabornig (106) mit Co-Pilotin Christine Scheiber den AARC-Titel 2019 mit nach Hause bringen werden.

Für einen sensationellen dritten Gesamtplatz wurde das Sohn-Vater-Duo Lukas und Helmut Schindelegger mit ihrem Ford Escort RS 2000 gefeiert. Durch den Sieg in der historischen Wertung konnten die beiden zusätzlich den dritten Gesamtplatz in der AARC light absichern und die Chance auf den zweiten Gesamtplatz aufrechterhalten. Es war ein schönes Geschenk des 29jährigen Lukas, der seinem Vater, der am 29. September seinen Geburtstag feierte, auch noch den 29. Gesamtplatz schenkte.

Den vierten Gesamtplatz der AARC und den zweiten Platz in der historischen Klasse holte sich das zweite Vater-Sohn-Duo. Aleš Jirátko senior und junior aus der Tschechischen Republik kämpften vor allem am Samstag mit den schwierigen Wetterbedingungen und der nicht optimalen Bereifung ihres BMW 2002 Ti. In der historischen Wertung liegen die beiden nun auf dem dritten Platz, nur vier Punkte hinter den ausgefallenen Schöller/Ölsinger. Auch bei diesen beiden Teams entscheidet sich in Dobersberg, wer den Vizemeistertitel 2019 tragen wird.

Auf dem fünften Gesamtplatz konnten sich Kogler/Cornu eintragen: Die falschen Reifen im Gepäck ließen keine besseren Zeiten zu, somit ist auch die Vizemeistertitelentscheidung des AARC bis zur Herbstrallye in Dobersberg vertagt worden. Thomas Jung und René Spielbichler kamen mit ihrem Honda Civic vom ersten bis zum letzten Kilometer der NÖ-Rallye nie richtig in Schwung. Leider konnte ein Elektrikproblem nie geortet bzw. repariert werden.

Die beiden kämpften sich mit der immer wieder verlorengehenden Motorleistung gerade so ins Ziel, konnten aber trotzdem noch sehr wertvolle Punkte mitnehmen, um in Dobersberg um den Vizemeistertitel des AARC kämpfen zu können. Schulz/Schachinger mussten ihren Peugeot 207 RC R3T wegen Getriebeschadens, Schöller/Ölsinger ihren Ford Escort RS 2000 wegen Kupplungsschadens abstellen.

Alpe Adria Rally Trophy (AART, 4WD)

Gerald Rigler und Jürgen Heigl fuhren in Niederösterreich mit ihrem Ford Fiesta R5 einen klaren Sieg in der Allradklasse ein. Rigler führt nun mit 214 Punkten vor dem zweitplatzierten Duo Dániel Fischer und Zoltan Buna im Škoda Fabia R5 mit 187 Punkten. Auf dem dritten Platz konnte sich Roman Mühlberger, diesmal mit Schweizer Co-Pilotin Katja Totschnig, mit seinem unterlegenen Mitsubishi Evo VI behaupten. Der vierte Gesamtplatz der Allradler ging an Markus Steinbock und Max Pötscher in ihrem Hyundai i20 R5.

Die Herbstrallye in Dobersberg wird in der großen Klasse also noch einmal richtig spannend werden. Rigler führt zwar mit einem beachtlichen Vorsprung, kann aber durch einen Ausfall seinen fast schon sicheren AARC-Mastertitel 2019 noch immer an Dániel Fischer verlieren. Auch im Kampf um den dritten Gesamtrang ist noch alles möglich: Mühlberger liegt mit 120 Punkten zwar klar vor Steinbock mit 83 Punkten; wenn aber Mühlberger bei seiner eigenen Rallye nicht starten sollte oder ausfällt, könnte sich Steinbock noch den dritten Podestplatz greifen.

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