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Neue Runde, neues Glück?

Bei der Rallye Monte Carlo war den Löwen das Glück bisher nicht hold, heuer will man das ändern und gleich mit einem Sieg in die Saison starten.

Mit der bewährten Mannschaft des Vorjahres und dem sieggewohnten 206 WRC will Peugeot in der Rallye-Weltmeisterschaft auch 2003 seine Erfolgsgeschichte fortsetzen. Nachdem die französische Marke in der Saison 2002 mit dem 206 WRC bereits zum dritten Mal die Marken-Weltmeisterschaft gewonnen und mit Marcus Grönholm schon zum zweiten Mal die Krone in der Fahrer-WM errungen hat, vertraut Peugeot auch 2003 auf sein erprobtes Team.

Mit Titelverteidiger Marcus Grönholm und Richard Burns, dem Weltmeister von 2001, sind für alle Läufe der Saison 2003 die gleichen Piloten gesetzt, die für Peugeot im Vorjahr erfolgreich waren. Gleichzeitig wird Asphalt-Spezialist Gilles Panizzi bei allen fünf Läufen auf befestigten Strecken zum Werks-Aufgebot zählen.

Bei vier europäischen Schotter-Läufen steuert Panizzi einen aktuellen 206 WRC, den das Team Bozian einsetzt. Schotter-Experte Harri Rovanperä schließlich wird die neun Schotter-Läufe der Rallye-Weltmeisterschaft mit Peugeot bestreiten. "Unser Ziel ist, den Marken-Titel zu verteidigen", erklärt Corrado Provera, der Direktor von Peugeot Sport.

Bereits der WM-Start bei der berühmten Rallye Monte Carlo ist höchst anspruchsvoll. Die Wertungsprüfungen in den französischen Seealpen bieten nach der Erfahrung der Vorjahre eine Mischung aus trockenem Asphalt, Eis und Schnee. Doch nicht nur die Witterungsbedingungen stellen höchste Ansprüche an die Konzentration der Fahrer. Auch die Distanzen mit mindestens 19 Kilometer auf jeder der 14 Wertungsprüfungen und sogar zwei Mal 47 Kilometer auf der ersten Etappe fordern das ganze Können der Fahrer.

Ausgerechnet beim Klassiker "Monte" fehlte Peugeot in den vergangenen Jahren allerdings das nötige Glück. Erst im dritten Anlauf sammelte Peugeot-Werkspilot Marcus Grönholm im Vorjahr die ersten Punkte des Peugeot 206 WRC bei der traditionsreichen Veranstaltung.

In diesem Jahr allerdings will die Löwen-Mannschaft einen fliegenden Start erleben. Mit Peugeot gehen Richard Burns, Marcus Grönholm und Gilles Panizzi die seit 1911 ausgetragene Rallye in den Seealpen entsprechend motiviert an. Gilles Panizzi zählt fraglos zu den Favoriten und hat die Veranstaltung 1999 als Privatier sogar angeführt, bis er ausschied. Im Vorjahr musste er mit einem technischen Defekt aufgeben, konnte in der Folge aber in Spanien, auf Korsika und in San Remo siegen.

Marcus Grönholm ist seit 2000 erst drei Mal in Südfrankreich gestartet und kam dabei nur ein Mal ins Ziel – im Vorjahr als Fünfter. Mit Platz zwei auf Korsika und dem Kampf um den Sieg in Deutschland allerdings bewies der Finne, dass mit ihm längst auch auf Asphalt zu rechnen ist. "Dieses Jahr ist mein erstes Ziel, die Monte zu gewinnen", verriet der sympathische Weltmeister noch bei der Teamvorstellung in Monaco.

Richard Burns beeindruckte ebenso im Vorjahr in seiner Debütsaison für Peugeot mit guten Leistungen auf Asphalt. Nach Platz acht in Monte Carlo unterstrich der Brite mit Platz zwei in Spanien und in Deutschland und einem weiteren Podiumsplatz auf Korsika, dass er nicht nur auf Schotter zur Spitze zählt.

Corrado Provera vertraut im neuen Jahr nicht nur in der Fahrer-Besetzung auf Bewährtes: Während der gesamten Saison kommt weiterhin die Vorjahres-Version des Peugeot 206 WRC zum Einsatz, die ihre Rallye-Premiere im Juni 2002 in Griechenland feierte. "Neu ist lediglich die rote Außenhaut in der Farbe unseres neuen Team-Sponsors", so der Direktor von Peugeot Sport.

Anstelle einer ganz neuen Evolutions-Version wird der 206 WRC konsequent im Detail weiterentwickelt. Die Kombination von Sprinter-Qualitäten und extremer Standfestigkeit bescherte Peugeot alleine im Vorjahr acht Mal die Plätze eins und zwei bei den 14 Läufen zur Rallye-Weltmeisterschaft. Mit diesem Potenzial sollte Peugeot 2003 an seine Leistungskurve aus der vergangenen Saison anknüpfen können.

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