RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter

Eine Rallye-Fiesta für Carlos

Am Wochenende steigt einmal mehr die spanische Rallye-Fiesta, die enthusiastischen katalanischen Fans sehen wieder wilde Drifts an wilder Küste.

Die Rallye Spanien stellt im WM-Kalender alljährlich etwas ganz Besonderes dar. Vor begeisterten katalanischen Fans treiben die WRC-Piloten ihre rund 300 PS starken Turbo-Allradler in spektakulärer Manier über die breiten, gewundenen Asphaltstraßen der Costa Brava.

In den vergangenen drei Jahren standen mit Didier Auriol (2001) und Gilles Panizzi (2002 und 2003) in der Touristen-Metropole Lloret de Mar jeweils französische Piloten ganz oben auf dem Siegerpodest. In diesem Jahr werden die Spanier noch mehr als sonst auf einen anderen Sieger hoffen, nämlich auf „ihren“ Carlos Sainz. Der Lokalmatador tritt, nachdem er vor kurzem seinen Rücktritt zum Jahresende angekündigt hat, zum letzten Mal bei seinem Heim-Event an, was gäbe es schöneres, als könnte sich der Altmeister mit einem Sieg von seinen Fans verabschieden.

Doch der Weg zum Sieg ist lang – und schwierig. Die Wertungsprüfungen der Rallye Spanien führen über verhältnismäßig breite Straßen mit harmonischen Kurvenkombinationen, auf denen die Piloten leicht einen guten Rhythmus finden können. Dank nur sehr weniger Belagwechsel bietet der raue Asphalt ein gleichbleibend hohes Grip-Niveau. Dies spiegelt sich nicht zuletzt in den atemberaubenden Kurven-Geschwindigkeiten wider.

Bei diesen extrem anspruchsvollen Verhältnissen kommt es vor allem auf einen äußerst akkuraten Aufschrieb an. Denn nur wenn die Fahrer wissen, in welchen Kurven sie durch das Einbeziehen der Gräben oder Seitenstreifen eine Abkürzung nehmen können, dürfen sie auf einen Vorteil bei der Jagd nach Zehntelsekunden hoffen.

Doch Vorsicht: Durch dieses „Cutten“ schaufeln die Piloten so viel Dreck auf die Straße, dass einzelne Sektionen spätestens bei der zweiten Durchfahrt nicht mehr viel mit dem ursprünglichen Zustand gemein haben und das Grip-Niveau entsprechend sinkt.

Hinzu kommt, dass es im Oktober selbst an der ansonsten so sonnenverwöhnten katalanischen Küste zu Niederschlägen kommen kann. Und wie der WM-Tross bei der „Rallye Catalunya“ im vergangenen Jahr hautnah erfahren durfte, halten die Straßenbedingungen in diesem Fall ganz besondere Herausforderungen für das fahrerische Talent und die Reifen bereit.

Die zurückliegende Rallye Frankreich bewies einmal mehr, dass sich die Michelin-Partner unter allen Bedingungen auf die Qualitäten ihrer Asphalt-Pneus verlassen können: Dort feierte Michelin mit Markko Märtin, Sébastien Loeb, Carlos Sainz und Marcus Grönholm einen Vierfach-Triumph.

Doch so leicht wollen sich Pirelli bzw. Subaru nicht geschlagen geben: Es wird erwartete, dass Petter Solberg alles versucht, um seinen Vorsprung in der Fahrer-WM gegenüber Markko Märtin zu behaupten. Gegen Ende der Korsika-Rallye kam der Norweger mit seinen italienischen Reifen auch schon besser zurecht und konnte zwei SP-Bestzeiten notieren.

Die „Rally Catalunya“ führt die Piloten über insgesamt 1.721,19 Kilometer, davon werden 384,08 Kilometer aufgeteilt auf 20 Sonderprüfungen im Renn-Tempo absolviert. Die längste SP wartet am Sonntag, dann gilt es die 35,18 Kilometer lange „Viladrau“ zu absolvieren. Der Start- und Zielort ist der Tourismusort Lloret de Mar, der Sieger wird am Sonntag ebendort um ca. 15:30 erwartet.

News aus anderen Motorline-Channels:

Rallye-WM: Spanien

- special features -

Weitere Artikel:

TEC7 ORM Rallye Backstage - Podcast #4

Gespräch mit Manfred Stohl: Von heiter bis düster

Eine Stunde mit Manfred Stohl - Österreichs WM-Vierter 2006 und nunmehrige Betreiber der Stohl Group ist eines ganz sicher: Geradlinig - und oft auch recht heiter. Seine Prognosen für die Zukunft der Rallye-Weltmeisterschaft sind hingegen düster, seine Aussagen zu Österreichs aktuellen Rallye-Hoffnungen markig.

Zur Einstimmung auf die bevorstehende Rally Akropolis erzählt unser Kolumnist Peter Klein aus jener Zeit, in der schon die Anreise zu dieser Kult-Rallye ein wahres Abenteuer war...

Die 40. Auflage der Jännerrallye findet erst vom Donnerstag, 6. 1. 2028, bis Samstag, 8. 1. 2028, in Freistadt statt. Die Gründe dafür sind terminliche, organisatorische und menschliche

ARC, ET König Rallye: Bericht Friedl

„Big moments“ aber auch heikle Situationen

Eugen Friedl und Helmut Aigner vom MCL 68 konnten sowohl mit einigen kniffligen Situationen als auch mit emotionalen Highlights ein gutes Ergebnis einfahren.

ET König: TEC7 ORM3 & RP Tools Junioren

Neulinger in einer eigenen Welt

Marcel Neulinger ist in der ORM3 das Maß der Dinge. Der regierende ORM3- und Junioren-Staatsmeister holte bei der ET König Judenburg-Rallye 14 von 15 Bestzeiten und konnte die Führung in der Tabelle sowohl in der ORM3 als auch in der RP Tools Junioren-ÖM erheblich ausbauen