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WRC: Mexiko-Rallye

Ein perfektes Wochenende für Ogier

Ogier in dieser Saison noch ungeschlagen - ihm gelingt der Hattrick. Ein klarer Sieg vor Östberg, der sich gegen Mikkelsen durchsetzen kann.

Volkswagen-Werksfahrer Sebastien Ogier ist auf dem besten Weg zu seinem dritten WM-Titel in der Rallye-Weltmeisterschaft. Der Franzose holte sich in Mexiko nach Monte Carlo und Schweden schon seinen dritten Saisonsieg. Damit ist Ogier im Jahr 2015 weiterhin ungeschlagen. In Mexiko sicherte er sich außerdem die drei Bonuspunkte in der Power Stage. (Die Action vom Sonntag im Live-Ticker nachlesen) Mit 81 WM-Zählern hat Ogier schon 34 Punkte Vorsprung. Seine Dominanz zeigt sich in den Zahlen: Nach drei Rallyes fehlen ihm nur drei Punkte auf die maximal mögliche Ausbeute.

Der Sieg in Mexiko kam für Ogier dennoch überraschend, denn als WM-Führender musste er am Freitag und Samstag auf den staubigen Schotter-Wegen den "Straßenfeger" spielen. Er meisterte diese Aufgabe und nachdem die Konkurrenten der Reihe nach abflogen, war der Weg zum Sieg frei. "Ich denke, wir können stolz sein", sagt der 31-Jährige im Moment des Triumphs. "Das Team hat an diesem Wochenende unglaublich gut gearbeitet. Es könnte nicht besser sein. Es ist einer der besten Siege meiner Karriere."

Im Ziel hatte Ogier nach 21 Wertungsprüfungen 1:18,8 Minuten Vorsprung auf die Verfolger. Citroen-Werksfahrer Mads Östberg behielt im Duell mit seinem norwegischen Landsmann Andreas Mikkelsen (Volkswagen) die Oberhand. Im Ziel trennte das Duo nur 6,3 Sekunden. Östberg wurde zum ersten Mal seit Sardinien im Vorjahr Zweiter. "Es war eine sehr gute Rallye", freut sich der Citroen-Pilot. "Ich bin mit diesem Ergebnis sehr zufrieden. Ich habe das ganze Wochenende kämpfen müssen."

Trotz der knappen Niederlage ist Mikkelsen mit dem dritten Platz zufrieden. In allen drei Rallyes in diesem Jahr erreichte er dieses Endergebnis. Damit ist er in der WM nun auch erster Verfolger von Ogier. Ein Verlierer von Mexiko war der dritte Volkswagen-Werksfahrer. Jari-Matti Latvala flog zweimal von der Straße und ging leer aus. Somit hat der amtierende Vizeweltmeister weiterhin nur die 19 Punkte von Monte Carlo neben seinem Namen stehen. In Schweden und Mexiko ging er jeweils leer aus.

Die Ford-Schlagzeilen an diesem Wochenende schrieb Ott Tänak mit seinem Tauchgang am Freitag. Am Sonntag brachte der Este den reparierten und trockenen Fiesta ins Ziel. Sein M-Sport-Teamkollege Elfyn Evans fuhr eine unauffälligere Rallye und belegte wie im Vorjahr den vierten Platz. Dahinter folgte der beste Hyundai. Dani Sordo hatte bei seinem Comeback nach Verletzung mit den Reifen, dem Getriebe und seiner angeschlagenen Schulter zu kämpfen. "Das Auto wird immer besser und besser. Wir pushen weiter", zeigt sich der Spanier motiviert.

Letzter WRC-Fahrer ohne Ausfall war Ford-Privatier Martin Prokop als Sechster. Auf Platz sieben sah Nasser Al-Attiyah das Ziel. Der Dakar-Sieger entschied die WRC2-Wertung für sich, nachdem es lange ein Zweikampf zwischen ihm und Juri Protasow war. Letzterer verlor die Führung am Samstag in der gefürchteten "El Chocolate"-Prüfung durch einen Unfall.

Viele Fahrer schieden im Laufe der Rallye aus und mussten die Rallye2-Regel in Anspruch nehmen. Darunter war auch Thierry Neuville (Hyundai), der sich in der Power Stage noch vom zehnten auf den achten Rang verbessern konnte. Kris Meeke (Citroen), Hayden Paddon (Hyundai) und Robert Kubica (Ford) sammelten keine Punkte und belegten nach ihren Zwischenfällen die Positionen ab Platz 15.

Für die Rallye-WM beginnt nun eine längere Pause von sieben Wochen. Vom 23. bis 26. April wird in Südamerika gefahren. Argentinien ist Schauplatz des vierten Saisonlaufs.

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