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WRC: Mexiko-Rallye

Ogier und Neuville schenken sich nichts

Zweikampf an der Spitze. Ogier 9,6 Sekunden vor Neuville, Latvala bleibt in Schlagdistanz – viele Unfälle, Tänaks Auto versinkt im See.

Fabian Bonora

Sebastien Ogier diente heute am zweiten Tag der Mexiko-Rallye als Straßenkehrer, doch der Franzose blieb davon unbeeindruckt und fuhr mit Neuville gemeinsam um Bestzeiten. Der Nachteil des Staubs auf der Strecke schien nicht so groß wie befürchtet. Nach gut über 50 Minuten Fahrzeit trennt die Top 3 15,8 Sekunden. Neuville im Hyundai ist

Ogier ist zufrieden mit der Reifenwahl: „Ich bin mit dieser Schleife sehr zufrieden. Die Wahl der weichen Reifen war clever, das hat den Umstand, dass wir die Straßen kehren mussten, kompensiert. Jetzt müssen wir sehen, wie es am Nachmittag läuft.“ Und genießt den Platz an der Sonne: "Das ist unglaublich“

Neuville stinksauer auf Zuschauer

Auf der SP 4 „El Chocolate“ verlor der Hyundai Pilot 13,1 Sekunden auf Ogier. Doch Neuville sieht den Grund für den Rückstand bei den Zuschauern: „Dort haben wir einen Stein getroffen, der von Zuschauern in einer Kurve versteckt wurde. Ein Dreher hat mich weitere zehn Sekunden gekostet, ohne diesen Zwischenfall könnten wir in Führung liegen.“, berichtete Neuville.

Latvala hofft auf Besserung

Der Finne beendete die erste Hälfte des Tages auf Platz 3, sieht jedoch Verbesserungspotential: „Ich muss mich steigern. Ich habe keinen passenden Rhythmus gefunden und weiß nicht warum. Hoffentlich läuft es heute Nachmittag besser“ Latvala konnte sich trotzdem konstant in den Top 5 platzieren und fuhr durchaus vorne mit.

Östberg erwischt nicht den besten Start

Getriebeprobleme und ein Dreher auf SP3 lassen den Norweger gegen Anfang des Tages etwas zurückfallen. "Das gleiche Problem wie in Schweden. Wenn ich den Gang wechsle, komme ich in den Leerlauf. Deshalb bin ich von der Straße abgekommen. Doch in nachfolgenden Sonderprüfungen fährt der Norweger wieder fehlerfrei und kämpft sich in seinem Citroen DS3 WRC auf Platz 4, 24,4 Sekunden hinter dem führenden Ogier. „Immerhin sind wir durchgekommen und das ist das Gute. Mehr habe ich nicht zu sagen“, so der Norweger.

Meeke und Paddon out, Kubica beinahe

Kris Meeke konnte unterdes auf der SP3 seine Startnummer perfekt ausnützen und knallte eine Bestzeit mit einer halben Sekunde Vorsprung auf Neuville hin. Ogier blieb eine weitere Sekunde hinter Neuville.

Die Mörderprüfung mit dem süßen Namen „El Chocolate“ forderte dann allerdings ihren Tribut. 44,13 Kilometer waren die Vorgabe, doch Kris Meeke und der Hyundai-Werksfahrer Hayden Paddon mussten nach einem Bruchteil davon schon aufgeben und beendeten den heutigen Tag sehr früh. Paddon traf einen Stein und zerstörte seine Radaufhängung, kann aber morgen nach dem Rally2-Reglement wieder teilnehmen. Dani Sordo hatte Getriebeprobleme und verlor circa 50 Sekunden auf Ogier.

Was wäre eine Rally ohne einen Kubica-Unfall? Der Fiesta-Pilot konnte nicht anders und crashte mit Bestzeit nach Sektor 1 ebenso auf SP4. Die Ergebnistabelle leuchtete grün. Der Pole setzte ein klares Zeichen, nach 18,3 Kilometer war dann aber Schluss und das GPS meldete einen stehenden Fiesta. Kubica verlor viel Zeit.

Tänak im Stausee

Für den wohl aufregendsten Moment sorgte der Este Ott Tänak, der sein Auto auf der dritten Sonderprüfung „Los Mexicanos 1“ in ein Wasserreservoir neben der Strecke versenkte. Währenddessen blieb man für 17 Minuten komplett ratlos an der Box. Der nachfolgende Fahrer Hayden Paddon hatte auch nichts bemerkt: „Nein, nirgendwo, auch nicht neben der Straße“. Der Fiesta versank innerhalb von 30 Sekunden komplett. Aber Tänaks Beifahrer Mölder behielt die Nerven und vergass nicht mal den Aufschrieb aus dem sinkenden Auto zu retten.


Die Top 10 nach SP6

P  Fahrer		Zeit		Rückstand
1. Ogier		53:55.5		
2. Neuville		54:05.1		+ 9.6
3. Latvala		54:11.3		+ 15.8
4. Östberg		54:19.9		+ 24.4
5. Mikkelsen		54:29.5		+ 34.0
6. Evans		54:29.6		+ 34.1
7. Sordo		55:02.1		+ 1:06.6
8. Prokop		55:03.0		+ 1:07.5
9. Protasov		56:04.2		+ 2:08.7
10.Guerra		56:09.7		+ 2:14.2

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