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WRC: Mexiko-Rallye

Ogier bestätigt seine Dominanz

Nach dem dritten Tag der Mexiko-Rallye führt Ogier über eine Minute vor Östberg und VW-Kollege Mikkelsen. Ogier möchte sicher nach Hause fahren.

Weltmeister Sebastien Ogier ist bei der Mexiko-Rallye auf dem besten Weg zu seinem dritten Saisonsieg. Im Laufe der Samstagprüfungen verabschiedeten sich auch die letzten Konkurrenten mit Zwischenfällen und der Weg für den Volkswagen-Werksfahrer war frei. Teamkollege Jari-Matti Latvala beschädigte sich in "Otates", mit 43 Kilometern die Königsprüfung des Tages, die Radaufhängung links hinten. Beim Versuch weiterzufahren verlor der Finne das Hinterrad komplett. Der Ausfall war besiegelt.

Von da an lag Ogier sicher in Führung. Er veränderte am Nachmittag seine Taktik und fuhr seither vorsichtig, aber immer noch schnell. "Ich bin sehr glücklich, es ist bis jetzt eine perfekte Rallye", strahlt der Weltmeister. "Es funktioniert wie im Traum." Vor den Sonntagsprüfungen beträgt sein Vorsprung auf die Verfolger 1:15,2 Minuten. "Mit diesem Polster kann ich auf Sicherheit fahren." Sollte Ogier die Rallye gewinnen, wäre er in dieser Saison weiterhin ungeschlagen.

Durch den Ausfall von Latvala entwickelte sich ein Duell der beiden Norweger um den zweiten Platz. Mads Östberg (Citroen) und Andreas Mikkelsen (Volkswagen) fuhren vergleichbare Zeiten. Am Ende des Tages hatte Östberg einen kleinen Vorsprung von 4,5 Sekunden. "Ich denke nicht an das Duell mit Mads", winkt Mikkelsen ab. "Ich fahre mein eigenes Tempo und will die Straßen lernen. Sollte ich gegen ihn verlieren, dann geht die Welt auch nicht unter."

Für Östberg ist es dagegen ein Duell: "Der Kampf läuft! Wenn er sagt, dass er sein eigenes Tempo fährt, dann muss ich noch schneller fahren." Dieser Zweikampf wird die morgige letzte Etappe bestimmen. Die weiteren Fahrer haben bereits große Rückstande von mehreren Minuten. M-Sport-Youngster Elfyn Evans hält nach einem weitestgehend problemlosen Tag den vierten Platz. Fünfter ist Dani Sordo im besten Hyundai. Er wurde von Getriebeproblemen und Reifenschäden geplagt.

Sordo muss sich am Sonntag nach hinten orientieren, denn Ford-Privatier Martin Prokop liegt nur eine halbe Minute zurück. Auf Platz sieben scheint bereits WRC2-Spitzenreiter Nasser Al-Attiyah auf. Der Dakar-Sieger erbte in "Otates 2" die Führung, als Juri Protasow von der Straße flog. Mehrere Unfallopfer des Freitags fuhren am Samstag nach Rallye2-Regel weiter. Darunter waren auch Thierry Neuville (Hyundai), Robert Kubica (Ford) und Kris Meeke (Citroen).

An Neuvilles i20 wurde im Mittagsservice das Getriebe gewechselt, dann lief es für den Belgier besser und er konnte konkurrenzfähige Zeiten fahren. Kubica hatte in erster Linie mit den Reifen zu kämpfen. Im Gegensatz zu den Michelin bereiften Werksteams setzt der Pole auf Pirelli. Am Ende des Tages schleppte sich Kubica mit zwei kaputten Reifen im Kofferraum und einem schleichenden Plattfuß in den Service Park.

Am Sonntag wartet mit der berühmt berüchtigten "Guanajuatito"-Prüfung der Höhepunkt der Rallye Mexiko. Diese WP ist ein Härtetest über 56 Kilometer. In der Vergangenheit wurde das Klassement auf dieser Strecke schon mehrmals durcheinandergewirbelt. Im Finale will auch Ott Tänak nach seinem Tauchgang wieder antreten. M-Sport hat seinen Ford repariert und am Samstag in der mexikanischen Sonne trocknen lassen.

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