RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
WRC: Australien-Rallye

SP14: Mikkelsen behauptet die Führung

VW-Pilot Andreas Mikkelsen gerät in Australien unter Druck von Hayden Paddon (Hyundai) - Weltmeister Ogier auf Rang drei abgerutscht.

Jari-Matti Latvala (Volkswagen) war schwer beeindruckt. "Das hat du wirklich gewagt? Du bist verrückt!" bescheinigte der Finne seinem Teamkollegen Sebastien Ogier. Als einziger der Topfahrer war der Weltmeister zur Vormittagsschleife am Samstag mit vier weichen Reifen gestartet. Die Konkurrenz setzte in Erwartung von Temperaturen bereits jenseits von 25 Grad und der knapp 51 Kilometer langen Sonderprüfung Nambucca dagegen durchweg auf die harte Gummimischung.

"Ich musste ein Risiko eingehen, wenn ich wenigstens halbwegs mithalten will. Als Erster auf der hier extrem staubigen Strecke habe ich so wenig Traktion, dass ich mit harten Reifen nur herumgerutscht wäre", erläutert Ogier. Tatsächlich gelang dem Franzosen das Kunststück, den Abstand zu dem als Dritter startenden Spitzenreiter Andreas Mikkelsen (Volkswagen) konstant zu halten. "Und die Reifen sehen gar nicht mal so schlecht aus", grinst Ogier bei der Einfahrt in den Mittagsservice.

Thierry Neuville (Hyundai), als Zweiter direkt hinter Ogier in der Spur, verriet noch ein weiteres Erfolgsgeheimnis des Weltmeister:. "Sebastien fährt eine aggressive Linie, der ich nicht folgen kann." Tatsächlich räumte Ogier beim Kurvenschneiden Begrenzungspfosten gleich in Serie ab. "Mein Auto ist so stabil, der verträgt das", lobt Ogier seinen Polo R WRC, der mit ziemlich zerfledderter Frontschürze zum Service kam.

Trotz seines Husarenritts konnte Ogier nicht verhindern, von Hayden Paddon (Hyundai) überholt zu werden. Drei Sekunden trennen die beiden. "Den hole ich mir heute Nachmittag wieder", kündigte Ogier angesichts der auf der zweiten Schleife ausgeglicheneren Streckenverhältnisse an.

Dann steht noch einmal die 51-Kilometer-Monsterprüfung "Nambucca" an. "Hier kommt es darauf an, die Reifen nicht zu früh zu überhitzen", beschreibt Andreas Mikkelsen, der mit einer Führung von 13,6 Sekunden auf Paddon in den Samstagnachmittag ging. "Zum Glück kenne ich die Prüfung sehr gut und weiß genau, in welchen Abschnitten ich weniger aggressiv fahren muss. Das gilt eigentlich für alle Asphalt-Passagen." Tatsächlich wird auf der "Nambucca" der Schotter immer wieder von kürzeren bis zu einige Kilometer langen Asphalt-Stücken unterbrochen, meist im Bereich von Bauernhöfen und kleinen Dörfern.

Jari-Matti Latvala im dritten Polo R WRC hat seinen Kampfgeist wiedergefunden. Speziell auf der Sonderprüfung "Valla" zeigte der Finne, was in ihm steckt. Volle 7,8 Sekunden war er schneller als der nächste Verfolger. "Das Selbstvertrauen ist zurück", lautet seine Erklärung. "Nach den Problemen der letzten Wochen und Monate will ich wenigsten noch ein paar Bestzeiten fahren."

Ähnliche Themen:

News aus anderen Motorline-Channels:

WRC: Australien-Rallye

Weitere Artikel:

Neulinger & Lichtenegger in Skandinavien

Beide BRR-Youngsters beim nächsten ERC-Lauf

Maximilian Lichtenegger und Bernhard Ettel durften in Spanien jubeln - beim nächsten ERC-Lauf, auf skandinavischem Schotter, starten mit Neulinger und Lichtenegger gleich beide BRR-Youngsters.

In seiner neuesten Kolumne berichtet ORF-Legende Peter Klein auf berührende Art und Weise von seiner jüngsten Begegnung mit Andi Hulak.

Ogier sieht alten Hunger

Ott Tänak testet Toyotas 2027er WRC

Ott Tänak hat den WRC-Zirkus verlassen, fährt aber längst wieder Toyota - Der Este testete den 2027er-Prototypen bereits zweimal - Ogier glaubt: Der Hunger ist zurück

Zur Saisonhalbzeit werfen wir einen Blick auf die Tabellen der TEC7 ORM. Einen knappen Kampf gibt es nur noch in der TEC7 ORM2…

Simon Wagner @ Rally Sumava Klatovy

„Technikteufel“ schlug gleich zweimal zu

Vibrationen am Freitag, kaputter Kühler und Aufgabe am Samstag - Simon Wagner beim tschechischen Auftakt im Technikpech. Aber: Sieg auf der zweiten Etappe als Speed-Bestätigung.