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WRC: Korsika-Rallye

Ogier hatte engeren Wettbewerb erwartet

Der fünfmalige Rallyeweltmeister Sébastien Ogier war von seinem souveränen Sieg bei der Korsika-Rallye selbst ein wenig überrascht.

Spannung Fehlanzeige – das galt zuletzt bei der Korsika-Rallye, dem vierten Lauf der Rallye-WM 2018 am vergangenen Wochenende zumindest im Kampf um den Sieg, denn schon kurz nach dem Start war klar, dass kaum ein Weg an Sébastien Ogier (M-Sport) vorbeiführen würde.

Nach zwei Sonderprüfungen hatte der fünffache Weltmeister schon mehr als 21 Sekunden Vorsprung; eine Prüfung später war dieser auf mehr als eine halbe Minute angewachsen war, womit feststand, dass sich Ogier im Grunde nur noch selbst schlagen kann. Diese souveräne Vorstellung überraschte sogar den Franzosen selbst.

"Ich hätte erwartet, dass es enger zugeht", sagte Ogier. "Die Abstände sind dort meistens sehr gering. Daher war es eine schöne Überraschung, dass ich gleich am Anfang solch einen Vorsprung herausfahren konnte."

Der klare Zeitpolster nach dem ersten Tag bedeutete aber nicht, dass sich Ogier und Beifahrer Ingrassia zurücklehnen konnten. "Der Rest des Wochenendes war nicht ganz so einfach, denn einen Vorsprung zu verwalten, ist immer schwierig, weil man keinen Fehler machen will", so der Franzose. Er gab sich jedoch keine Blöße und nahm sogar auf der Powerstage als Drittschnellster noch Zusatzpunkte mit.

"Es war ein fantastisches Wochenende", lautete daher auch das Fazit von M-Sport-Teamchef Malcolm Wilson. "Als wir am Freitag die Zwischenzeiten sahen, waren wir alle von Julien und Sébastien begeistert. Mexiko war eine der stärksten Leistungen, die ich je gesehen habe, aber an diesem Wochenende waren sie erneut beeindruckend."

Nach drei Siegen in den ersten vier Rallyes deutet sich an, dass der Kampf um den WM-Titel heuer nicht so ausgeglichen verlaufen könnte wie in der vergangenen Saison. Vielmehr ist Ogier jetzt klarer Favorit, was der Franzose auf Verbesserungen seines Ford Fiesta WRC zurückführt.

"Das haben wir auch dem Auto zu verdanken. Es scheint, dass es jetzt in die richtige Richtung geht und wir mehr Fortschritte gemacht haben als die anderen", so Ogier, "aber auf zwei guten Ergebnissen in Folge dürfen wir uns nicht ausruhen. Wir müssen weitermachen."

Dennoch sieht sich der Franzose in einer guten Ausgangsposition: "In der Tat sind wir jetzt auf dem neuesten Stand", sagte Ogier. "Die Entwicklung war für mich ein Schlüsselfaktor, um bei M-Sport zu bleiben, deshalb freue ich mich sehr, dass sich die Arbeit auszahlt."

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