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WRC: Argentinien-Rallye

Neuville gewinnt in Argentinien souverän

Hyundai-Doppelerfolg in Argentinien: Thierry Neuville siegt vor Andreas Mikkelsen und baut mit erstem Saisonsieg 2019 seine WM-Führung aus.

Im Hinterland der Millionenmetropole Cordoba ist die Rallye Argentinien, fünfter Lauf der Rallye-Weltmeisterschaft (WRC) 2019, mit einem souveränen Sieg für Thierry Neuville (Hyundai) zu Ende gegangen.

Neuville und sein Beifahrer Nicolas Gilsoul hatten nach "El Condor", der letzten von insgesamt 18 Sonderprüfungen, einen Vorsprung von 48,4 Sekunden auf die Konkurrenz und damit ihren ersten Saisonsieg 2019 in der Tasche. Ohnehin als Tabellenführer angereist, haben Neuville/Gilsoul ihren Punktevorsprung damit noch ausgebaut.

"Das Auto lief am gesamten Wochenende hervorragend. Ich kann mich nur beim Team dafür bedanken. Das waren hier gute Punkte für die Weltmeisterschaft. Die folgenden Rallyes könnten schwieriger für uns werden, aber ich freue mich darauf", so die ersten Worte von Neuville nach seinem ersten Saisonsieg.

Meeke nach Zeitstrafe knapp am Podest vorbei

Angeführt wurden Neuvilles Verfolger in Argentinien von Andreas Mikkelsen, der mit Platz zwei einen Hyundai-Doppelerfolg perfekt machte und für sich selbst erstmals seit der Rallye Schweden 2018 wieder auf das Podest fuhr. Der dritte Platz ging an Sebastien Ogier (Citroen), nachdem er sich knapp gegenüber Kris Meeke (Toyota) durchgesetzt hat.

Meeke musste zu Beginn des Schlusstages zunächst eine Zeitstrafe in Höhe von zehn Sekunden verkraften. Diese wurde nachträglich für das bereits am Samstag diskutierte Abweichen einiger Fahrer von der Route auf SP11 ausgesprochen. Im Klassement der Rallye fiel Meeke durch die Zeitstrafe vorübergehend vom dritten auf den fünften Rang zurück.

Auf den drei Sonntagsprüfungen ging Meeke dann wieder an Dani Sordo (Hyundai) vorbei. Um auch Ogier noch abzufangen reichte es aber nicht ganz. Das Podest verpasste Meeke letztlich um 1,4 Sekunden. Neben Meeke wurden übrigens auch dessen Toyota-Teamkollege Ott Tänak sowie Mads Östberg (Citroen) für das Vergehen auf WP11 bestraft.

Ogier holt sich die Powerstage-Bestzeit

Begonnen hatte der Schlusstag der Rallye auf der Prüfung, die auch den Schlusspunkt bildete: El Condor. Bei der morgendlichen Überfahrt, die als SP16 zählte, war Meeke zunächst der Schnellste gewesen und machte damit einen Teil seiner Strafzeit wieder wett.

Auf der anschließenden SP17 baute Neuville mit Bestzeit seine Führung vor Mikkelsen aus, bevor die Rallye mit der Powerstage in Form der zweiten "El Condor"-Überfahrt zu Ende ging. Auf eben dieser Powerstage holte sich Ogier die Bestzeit und damit drei Bonuspunkte. Zudem wehrte er so die Schlussattacke von Meeke ab. Am Doppelerfolg von Hyundai konnte Ogier aber nicht rütteln. Auf den Zweitplatzierten Mikkelsen fehlten dem Citroen-Piloten unterm Strich 16 Sekunden.

Hinter Neuville, Mikkelsen, Ogier und Meeke wurden die Top 5 der Rallye Argentinien nach insgesamt 18 Sonderprüfungen abgerundet von Jari-Matti Latvala (Toyota). Der Finne hielt Sordo um 5,6 Sekunden auf Distanz. Die WRC2-Wertung wurde von Pedro Heller im Ford Fiesta R5 gewonnen. Im Gesamtergebnis der Rallye wurde es für den Chilenen sogar P10.

Neuville mit zehn Punkten Vorsprung nach Portugal

Für andere hat sich der erste Teil der Südamerika-Tournee im WRC-Kalender 2019 hingegen nicht gelohnt. Allen voran der mit nur fünf Punkten Rückstand auf Neuville als Tabellendritter angereiste Toyota-Pilot Ott Tänak hat mit Platz acht nach seinem großen Zeitverlust vom Samstag einige Zähler eingebüßt.

Punkte auf Neuville verloren hat auch der mit nur zwei Punkten Rückstand nach Argentinien gekommene WRC-Titelverteidiger Sebastien Ogier. Mit seinem dritten Platz sowie der Powerstage-Bestzeit konnte der Citroen-Pilot aber immerhin noch Schadensbegrenzung betreiben. Hingegen verbuchten Esapekka Lappi (Citroen) und Elfyn Evans (Ford) nach ihren Überschlägen auf der ersten beziehungsweise zweiten Etappe jeweils eine Nullnummer.

In der WRC-Gesamtwertung 2019 hat Neuville an der Spitze nun zehn Punkte Vorsprung auf Ogier. Tänak liegt 28 Punkte hinter dem Tabellenführer zurück.

Weiter geht es in zwei Wochen direkt in Argentiniens Nachbarland mit der Rallye Chile. Diese verfügt erstmals über WM-Status. Chile ist damit seit Einführung der Rallye-Weltmeisterschaft im Jahr 1973 das insgesamt 32. Land, in dem die Lenkradartisten um WM-Punkte kämpfen.

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