RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
WRC: Katalonien-Rallye

Citroën-Team testet neue Aerodynamik

Um Sébastien Ogier im Titelkampf zu helfen, hat Citroën in Spanien ein komplett überarbeitetes Aeroupdate für den C3 WRC getestet.

Bei Testfahrten im Vorfeld der Katalonien-Rallye (24. bis 27. Oktober), dem vorletzten Lauf zur Rallye-WM 2019, hat Citroën ein radikales Aerodynamikupdate erprobt. Dank zahlreicher Flügelchen sieht die neue Frontpartie des C3 WRC nun extremer als die der anderen WRCs aus. Ziel der Maßnahmen ist, das Untersteuern auf Asphalt zu eliminieren, das Sébastien Ogier nach dem deutschen WM-Lauf zur Aussage veranlasst hat, das Auto sei unfahrbar.

Auf die Frage, ob die neue Aerodynamik schon nächste Woche in Spanien eingesetzt werde, antwortete Citroën-Technikchef Olivier Maroselli: "Alles, was ich zu diesem Thema sagen kann ist, dass wir unermüdlich arbeiten." Die Konkurrenz verfolgt die Neuerung genau. Spekuliert wird, ob es sich nicht eher um Entwicklungen handelt, die erst 2020 im Wettbewerb zu sehen sein werden.

Allerdings benötigt Ogier im Kampf um seinen siebenten WM-Titel dringend Rückenwind: Zwei Rallyes vor dem Saisonende liegt er 28 Punkte hinter Toyota-Pilot Ott Tänak. Auf Asphalt, auf dem bei der Katalonien-Rallye an zwei der drei Tage gefahren wird, war der Citroën C3 WRC zuletzt nicht allzu konkurrenzfähig.

Das soll sich nun ändern – nicht nur wegen der neuen Aerodynamik. "Wir haben vor allem an Verbesserungen am Differential gearbeitet und auch zum ersten Mal die neue Vorderachsgeometrie, die wir in Finnland eingeführt hatten, auf Asphalt getestet sowie an den Dämpfern gearbeitet", erklärte Maroselli. "In Kombination all dieser Dinge haben wir das Untersteuern beseitigt. Die Balance des Autos ist deutlich besser, das haben die Fahrer bestätigt."

Seit Einführung des neuen Reglements im Jahr 2017 war Citroën bei den meisten Asphaltrallyes unterlegen. Eine Ausnahme stellte die Korsika-Rallye 2017 dar, als Kris Meeke bis zu einem Motorschaden führte. Im Vorjahr gewann zwar Sébastien Loeb für Citroën die Katalonien-Rallye, das war aber vor allem einer mutigen Reifenwahl am Sonntag zu verdanken.

News aus anderen Motorline-Channels:

WRC: Katalonien-Rallye

Weitere Artikel:

Takamoto Katsuta: Hintergrund

Wie der Japaner zum WM-Anwärter wurde

Takamoto Katsuta führt die WRC-Weltmeisterschaft an - Als erster japanischer Fahrer überhaupt - Was sich im Hintergrund zum Positiven verändert hat

Alpenfahrt Revival 2026

Weitere Rallyegrößen haben genannt

Herbert Grünsteidl, Josef Pointinger, Gabi Husar u. Günther Janger sind dabei - Rallye-Weltmeister Stig Blomqvist wird auf Saab 96 einer der Starter sein. Plus: Ehrengast Rauno Aaltonen.

Mitropa Cup: Vorschau Rally Porec

24 MRC-Teams bei 27. Rally Porec

Erst zum zweiten Mal im Meisterschaftskalender vertreten, gehen 24 Teams des Mitropa Rally Cup (MRC) bei der Rally Porec in Kroatien an den Start.

Ott Tänak zurück bei Toyota

Ex-Weltmeister jetzt Testfahrer für 2027

Ott Tänak, der einst mit Toyota den WRC-Titel errang, kehrt zu seinem damaligen Arbeitgeber zurück: Als Testfahrer für das neue Auto aus Basis der 2027er-Regeln

ARC, Lavanttal Rallye: Bericht Nothdurfter

Frühlingsstimmen

So wie bei der aktuellen Wetterlage zeichnet sich auch bei den Rallye-Aktivitäten von Alfons Nothdurfter eine deutliche Aufhellung ab. Der Ford Fiesta Proto läuft zwar noch nicht ganz perfekt, aber es waren deutliche Fortschritte gegenüber den bisherigen Rallyes erkennbar.

WRC Kanaren Rallye am Wochenende

Warum sich Sordo auf sein WRC-Comeback freut

Dani Sordo kehrt am Wochenende anlässlich der Kanaren-Rallye ins Hyundai-Werksteam zurück - Den Wettbewerb hat der Spanier nicht vermisst, aber ...