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Off the road

Auch Lara Croft weiß seine Eigenschaften zu schätzen.

Nach rund 500 Autobahnkilometern war die Freude groß endlich unbefestigte Wege unter die Räder nehmen zu können. Schon die ersten Bodenwellen, auf der zum Camp führenden Schotterstraße, werden vom Fahrwerk freudig inhaliert und nicht mit der Besatzung geteilt.

Es folgen tiefe Schlaglöcher mit einem Durchmesser von rund 50 Zentimetern. Ein leichtes Stoßen ist am Fahrerplatz zu verspüren. Mehr nicht. Erst beim Anbremsen aus rund 80 km/h werden die besagten Schlaglöcher richtig zur Kenntnis genommen. Der Landi bleibt trotzdem ruhig und kontrollierbar, nur die Besatzung wird ein wenig geschüttelt.

Jetzt verlassen wir die Schotterstraße und fahren querfeldein. Zuvor wurde die Untersetzung aktiviert. Mit enormer Kraft und geringer Geschwindigkeit erklimmen wir Schotterhügel, durchqueren Gewässer wühlen von Zeit zu Zeit in tiefen Schlammlöchern und da und dort kommt sogar richtiger Sand unter die Räder.

Der Testwagen hat weder nachträglich eingebaute Achssperren noch die elektronische Traktionskontrolle, die sich beim Test des Defender 90 Silver Edition sehr bewährt hat, an Bord und trotzdem meistert er jede Geländeformation problemlos. Dies liegt unter anderem an der kurzen Untersetzung, der guten Verschränkung und der akzeptablen Serienbereifung des Tomb Raiders. Kaum vorzustellen was der Defender mit groben Reifen und ARB Achssperren zu leisten imstande sein dürfte.

Vorsicht ist erst dann geboten wenn tiefe Wasserdurchfahrten geplant sind. Die Frischluft für den Motor wird an der Oberkante des linken vorderen Kotflügels gewonnen, wodurch eine Watttiefe von mehr als einem halben Meter möglich erscheint. Einen Strich durch die Rechnung kann aber die unter dem Beifahrersitz eingebaute Motorelektronik machen, die mit Feuchtigkeit, glaubt man den deutschen Kollegen, so ihre Probleme haben soll. Im Test haben wir nicht sonderlich darauf geachtet und hatten trotzdem keinerlei Probleme. Na ja – vielleicht ein Einzelschicksal?

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