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Nissan Navara Pickup LE Double Cab Aut. - im Test

Fahren und Tanken

Ein erhebendes Gefühl ist es jedes Mal aufs Neue, wenn man mit dem Navara unterwegs ist. Die hohe Sitzposition und die massive Motorhaube, die sich wie ein riesiger Teppich vor einem ausbreitet vermitteln selbst dem bodenständigsten Lenker ein Gefühl von prickelnder Überlegenheit.

Dass Hektik im Verkehr aufkommt, verhindert alleine die schiere Größe des Nissan, man ist vollkommen entspannt unterwegs. Entkoppelt schwimmt in der Masse der Autos mit, bekommt beim Spurwechsel meist genügend Platz geschenkt -schließlich wollen die anderen in ihren Bürgerkäfigen nicht überrollt werden- und hat niemals auch nur ansatzweise die Ambition, Erster zu sein.

Dabei ist der Navara keineswegs lahm: Sein 171 PS starker, 2,5 Liter fassender Common-Rail-Vierzylinder stemmt bereits bei 2.000 U/min ganze 403 Nm auf die Kurbelwelle. Auch in weit tieferen Drehzahlregionen besitzt das Aggregat stets genügend Schmalz. Leider weiß das die 5-Stufen-Automatik nicht. Sie schaltet zwar sehr geschmeidig, dreht den Motor jedoch in den meisten Betriebszuständen zu hoch.

Das nervt zum einen, da das Verbrennungsgeräusch durchaus als kernig bezeichnet werden kann - Und zum anderen, weil in den oberen Drehzahlregionen relativ schnell die Kraft schwindet. Dahinsurfen auf der Drehmomentwelle wäre eine schlüssigere Abstimmung gewesen. Immerhin rennt der dicke Brocken 170 km/h und wälzt sich in guten 13 Sekunden aus dem Stand auf 100 km/h.

Als echten Kritikpunkt sollten sich die Nissan Leute den Verbrauch noch einmal genau ansehen: Im motorline.cc-Test schöpfte der Navara aus dem Vollen – 13,9 Liter Testverbrauch bei ruhiger Fahrweise sind um mindestens drei Liter zu viel.

Wenig Kritik gibt’s am komfortabel abgestimmten Fahrwerk mit Blattfedern hinten. Irgendwie müssen die 800 Kilo Zuladung ja auch gehandled werden. Zwar wird der Navara mit zunehmender Beladung immer bequemer, die berüchtigte Bockigkeit bei Leerfahrten ist bei ihm jedoch nicht zu erkennen. Standardmäßig mit Hinterradantrieb unterwegs, lässt sich während der Fahrt per Drehschalter der Kraftschluss zur Vorderachse herstellen. Selbst dann verspannt sich der Nissan in engen Kurven nur marginal – Was jedoch nichts am riesenhaften Wendekreis von 14 Metern ändert.

Schnell genommene Kurven werden untersteuernd absolviert. Auf nasser Fahrbahn lässt sich das Heck mit Gewalt zum Ausbrechen bringen, ist jedoch dank des langen Radstandes und trotz der mäßig direkten Lenkung relativ leicht wieder einzufangen. Ein ESP wäre ungeachtet aller Gutmütigkeit ein Muss. Bitte unbedingt nachbessern!

Mindestens 23 Zentimeter Bodenfreiheit und üppige Böschungswinkel gepaart mit gelenkiger Verschränkungsfähigkeit machen den Navara auch abseits der Straße zu einem rüstigen Begleiter. Schade nur, dass die meisten Exemplare asphaltiertes Terrain niemals verlassen werden.

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