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Planai-Classic 2018

Erste Vorentscheidungen im Schnee

Auf der Dachstein-Prüfung fielen die ersten Vorentscheidungen, doch die „üblichen Verdächtigen" machen weiter Druck. Deopito/Deopito in Führung.

Michael Hintermayer & Fabian Bonora
Foto: Ennstal-Classic/Martin Huber

Schon bei der ersten Prüfung auf dem Dachstein am Donnerstagabend mussten etliche Teams ihre Hoffnungen auf den Sieg begraben. Schneematsch im Tal und Schneefahrbahn am Berg verwandelten die Fahrt auf den höchsten Berg der Steiermark für viele zum sprichwörtlichen „Gang nach Canossa." Denn ohne Schneeketten büßten viele Teilnehmer ihre Sünden ab und blieben stecken. Nur 12 Teams schafften die Auffahrt in den vorgegebenen zehn Minuten.

Heute startete der Tag mit der traditionellen Prüfung am Alpenflugplatz Niederöblarn, begleitet von zahlreichen Zusehern und mindestens so viel Nebel. Was auch die einfache SP für viele zum Härtetest im Kampf um die Zehntelsekunde machte. Danach ging es weiter mit der Hochwurzen-Trophy, welche die Starter über eine Distanz von mehr als 200 Kilometern durch die malerische Kulisse der Schladming-Dachstein-Region führte.

Sternsinger unterwegs

Am besten kamen Alexander und Florian Deopito mit ihrem Mercedes 350 SLC zurecht. Mit 2672 Strafpunkten brachten sie den mächtigen V8-Boliden ins Ziel. „Gestern war es ganz schwierig, wenn nicht sogar die schwierigste Fahrt auf den Dachstein überhaupt. Wir dachten schon 2017 kann man nicht toppen, doch 2018 hat das geschafft. Heute waren die Verhältnisse gut, die neue Sonderprüfung war extrem anspruchsvoll, das war ein wirkliches Highlight. Wir hatten dann das Pech, dass fünfzig Meter vor dem Ziel ein Postauto stand und die ganze Straße gesperrt hat. Wir hoffen, dass wir mit einem blauen Auge davongekommen sind. Ansonsten sind wir zufrieden."

Doch es bleibt weiter spannend, denn nur 165 Punkte dahinter reihen sich Florian Kunz und Sebastian Klackl (Mini Cooper S) auf dem zweiten Gesamtrang ein. Auf Platz 3 rangieren derzeit Gert Pierer und Alois Brandstätter (Volvo Amazon) mit 3158 Strafpunkten.

„Wir sind von der Zeit her komplett weg. Den Tausender, den wir ausgefasst haben, können wir nicht mehr aufholen", erklärte ein sichtlich entgeisterter Pius Weckerle beim Zwischenstopp in Schladming. Im Ziel dürfte sich seine Laune aber wieder gebessert haben, denn er und sein Copilot Otmar Schlager (Porsche 911) erkämpften sich den vierten Rang mit 3259 Strafpunkten – also nur 100 Punkte hinter dem Gesamt-Dritten.

Der Finale Tag der Planai-Classic 2018 startet am Samstag mit kontrollierten Zirkeln auf der Gröbminger Trabrennbahn, ehe es zum Grande Finale auf die Planai geht. Bei der Schluss-Challenge im WM-Park wird sich dann herauskristallisieren, wer der „Winterkönig" unter den Oldtimer-Fahrern ist.

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