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Formel 1: News

Key wechselt von Toro Rosso zu McLaren

Technikchef James Key will Toro Rosso verlassen und für McLaren arbeiten – ab wann, ist wegen Vertragsstreitigkeiten jedoch offen.

Wie im Vorfeld des Grand Prix von Ungarn bestätigt wurde, will Toro-Rosso-Technikchef James Key zu McLaren wechseln. Ab wann der Brite in Woking arbeiten darf, ist noch offen. Nachdem er in der Vergangenheit stets für kleinere Teams tätig war, nun aber als für Red Bull Racing designiert galt, kommt die Kündigung überraschend.

McLaren hingegen deckt nach einer Entlassungswelle in den vergangenen Wochen – u.a. wurden Rennleiter Éric Boullier und Technikchef Tim Goss ihrer Posten enthoben – den Bedarf nach technischer Expertise ab. Da auch Chefingenieur Matt Morris vor dem Weggang stehen soll, musste neues Personal her, um die hochgesteckten Ziele von Geschäftsführer Zak Brown nicht bloßzustellen.

Der 46jährige Key hat lange als ein "Wunderkind" gegolten. Er begann seine Laufbahn in der Formel-1-WM 1998 bei Jordan und blieb dem Team auch als Midland, Spyker und Force India treu. 2009 holte es mit Giancarlo Fisichella eine erste Pole Position und einen Podiumsplatz. 2010 wechselte er zu Sauber und brachte die Schweizer sogar in die Nähe von Grand-Prix-Siegen.

Als sich der Brite zwei Jahre später Toro Rosso anschloss – mutmaßlich mit der Perspektive, Adrian Newey beim Schwesterteam zu beerben –, begann sein Stern aber zu sinken. Dennoch wird Key eine Lücke hinterlassen, die sich nicht so schnell füllen lässt. Auch RB Racing könnte der Wechsel wehtun, schließlich hätte Key das anstehende Honda-Wagnis mit seiner Toro-Rosso-Erfahrung zumindest begleiten können.

Noch ist der Abschied aber offenbar nicht fix, denn Toro Rosso verweigert ihm die entsprechende Zustimmung. Obwohl der Wechsel am Donnerstag von McLaren bestätigt worden ist, bekräftigt Keys´ momentaner Arbeitgeber, dass der Brite vertraglich noch gebunden sei. "James besitzt einen gültigen langfristigen Vertrag bei Toro Rosso. Mehr gibt es dazu nicht zu sagen", gab Teamchef Franz Tost (Bild oben links neben Key) kurz und bündig zu Protokoll.

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