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Wunder gibt’s doch noch

Nachdem die drei Hauptkonkurrenten um den Diesel-Meistertitel von der Technik bzw. von den Nerven im Stich gelassen wurden, hatte Andi Waldherr "leichtes Spiel".

Drei von 18 Sonderprüfungen beim vorletzten Lauf zur T-Mobile-Rallye-Meisterschaft, der ARBÖ-Steiermark-Rallye waren beendet und Andreas Waldherr wusste, dass er nur noch auf der Straße bleiben musste, um vom 5. Platz in der Diesel-Kategorie der Meisterschaft wieder in die führende Position zu springen.

Es war wie im Märchen: Bereits in der Eröffungs-Sonderprüfung blieben beide Teamkollegen im Volkswagen-Rallye-Team Austria liegen. Am Vierer-Golf von Willi Stengg brach die Spurstange, während Gernot Zeiringer nur einen Kilometer nach dem Start in einer Kurve etwas zu schnell war, einen Bogen über die Wiese fahren wollte, dabei jedoch ein Schlammloch übersah und bis zu den Achsen versank.

Vor der 3. Sonderprüfung wiederum versuchte der ÖM-Führende Karim Pichler an seinem Fiat Stilo auf etwas unorthodoxe Weise die Reifen aufzuwärmen, mit dem Resultat, dass die Halbachse auseinander sprang.

Andreas Waldherr war damit in der vom Start bis zum Ziel total verregneten 2. Etappe in der schwierigen Situation, nur von den eigenen Nerven oder der Technik geschlagen werden zu können, da alle anderen Diesel-Piloten schon meilenweit zurücklagen.

Eine Belastung, die er jedoch problemlos meisterte und damit vor dem Saisonfinale Anfang November im Waldviertel wiederum als hoher Favorit dasteht. Dort würde ihm im Fall eines Sieges von Pichler schon Platz 2 genügen, um seinen Titel erfolgreich zu verteidigen.

„Die Situation war ziemlich unwirklich“, schüttelte Waldherr im Ziel den Kopf. „Ich habe so etwas noch nie gehört, dass die ersten drei einer Meisterschaft alle binnen der ersten drei Prüfungen ausgeschieden wären. Das hätte ich mir in meinen kühnsten Träumen nicht ausgemalt.“

Zu Gerüchten um die Tatsache, dass er nicht wie angekündigt mit seinem neuen Co-Piloten Reinhard Köck, sondern wieder mit seinem Stamm-Co-Piloten Richard Jeitler angetreten ist, weist Andreas Waldherr übrigens Pressemeldungen über Unstimmigkeiten mit Köck kategorisch zurück:

„Das ist ausgemachter Unsinn und entspricht in keiner Weise den Tatsachen. Reinhard ist ein großartiger, erfahrener Co-Pilot, mit dem ich mich auf Anhieb sehr gut verstanden habe. Es ist lediglich so, dass wir bei der OMV-Rallye nicht genügend Zeit hatten, perfekt zusammenzuwachsen.

Und die ARBÖ-Steiermark-Rallye war so enorm wichtig für mich, dass ich Richard ersucht habe, mir doch noch einmal auszuhelfen. Bei der Waldviertel-Rallye werde ich aber jetzt höchstwahrscheinlich wieder mit Reinhard antreten.“

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