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Halbes Heimspiel in Brünn

Nach den Einsätzen im Rahmen des 24-Stunden-Rennens von Spa wartet auf das Team von KTM Racing nun das nächste Highlight.

In Brünn, nur 130 Kilometer von Wien entfernt, startet der neue Austria-Racer X-Bow zu drei weiteren Rennen des GT4 European Cups. Die Tourenwagen- und GT-Rennen auf dem Kurs in Tschechien waren schon in den siebziger und achtziger Jahren legendär, damals allerdings noch auf einem rund 14 Kilometer langen, spektakulären Straßenkurs.

Das kommende FIA-GT-Rennwochenende am 12., 13. und 14. September 2008 wird aber natürlich auf der neuen, 1987 eröffneten Strecke ausgetragen, dem 5,4 Kilometer langen „Automotodrom Brno“. Auch wenn dieser Kurs wesentlich kürzer als sein Vorgänger ist: Spektakulär uns anspruchsvoll ist er allemal.

Auf die Piloten wartet eine Berg- und Talbahn mit vielen mittelschnellen Kurven und einigen langen Geraden. Aufgrund letzterer nicht unbedingt das optimale Terrain für den KTM X-Bow, der dank einzigartiger Aerodynamik und Fliegengewicht gerade auf engen, winkeligen Strecken am besten zu Recht kommt.

Für Motivation sorgt allerdings die Tatsache, dass das Rennen als „halbes Heimspiel“ gelten kann: Schließlich ist Brünn jener Austragungsort, der am nächsten zu Österreich liegt, wo der KTM X-Bow als erstes wirklich eigenständiges österreichisches Auto seit rund 50 Jahren seit diesem Sommer gebaut wird.

Ladies First bei KTM

Und so sind die Piloten der beiden vom deutschen Team Reiter Engineering eingesetzten X-Bows alles andere als pessimistisch, wie Cathi Felser erkennen lässt: „Wir haben uns bislang auch auf jenen Strecken gut geschlagen, die uns eigentlich nicht so entgegenkommen. Mit Kampfgeist kann man einiges ausgleichen...“

Die schnelle Dame aus Deutschland weiß, wovon sie spricht: Immerhin führt sie in der Gesamtwertung der GT4 SL („Sports Light“) überlegen vor ihren beiden männlichen Teamkollegen Christopher Haase und Dennis Retera, die Konkurrenz von Lotus oder Donkervoort liegt noch viel weiter zurück.

Doch die Herren im Team, in dieser Saison nicht gerade vom Glück verfolgt, wollen verlorenen Boden gut machen. „Ich werde in Brünn wie immer alles geben“, verspricht der deutsche GT-Spezialist Christopher Haase. Und Dennis Retera, Youngster aus den Niederlanden, pflichtet bei: „Das ist das vorletzte Rennwochenende – langsam müssen wir unserer Cathi Punkte wegnehmen, wenn wir noch die Meisterschaft holen wollen!“

Gelegenheit dazu gibt es reichlich, immerhin fährt die spektakuläre GT4- bzw. GT4-SL-Serie an einem Wochenende gleich drei Rennen: Zwei Sprints zu je 25 Minuten und ein 50-Minuten-Rennen, in dem sich Haase und Retera dank Fahrerwechsel ein Cockpit teilen, während Cathi Felser auch dieses Rennen alleine bestreitet.

An Konkurrenz mangelt es übrigens nicht: Insgesamt 15 Mitstreiter, darunter viele aus der schnelleren GT4-Klasse mit Aston Martin oder BMW ausgerüstet, werden in Brünn am Start sein.

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