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USCC: Daytona

Alex Wurz hofft auf "Grand Slam"

Der Österreicher spricht über seine Motivation, die 24 Stunden von Daytona zu fahren: Er möchte seine Titelsammlung komplettieren.

Ein echter Ruhestand sieht wohl anders aus: Bevor Alex Wurz seinen Helm endgültig an den Nagel hängt, will es der 41jährige bei den 24 Stunden von Daytona noch einmal wissen. Der Österreicher, der in seiner Karriere zweimal die 24 Stunden von Le Mans gewinnen konnte, hat sich für den US-Klassiker ein ganz besonderes Ziel gesetzt: Er will sich den Sieg schnappen und damit seinen persönlichen "Grand Slam" perfekt machen.

"Für mich gibt es vier klassische Langstreckenrennen: Le Mans, Petit Le Mans, Sebring und Daytona", verrät Wurz im Gespräch mit racer.com und ergänzt: "Die ersten drei habe ich alle bereits gewonnen, und ich habe immer gesagt, dass mir Daytona auf dieser Liste noch fehlt." Die 24h von Le Mans gewann Wurz 1996 und 2009, die 12h von Sebring 2010. Beim "Petit Le Mans", einem ALMS-Lauf über 1.000 Meilen in Road Atlanta, triumphierte der Österreicher 2011.

"Außerdem bekommt man für den Sieg dort eine sehr schöne Uhr, die ich gerne haben möchte", ergänzt Wurz in Bezug auf den Titelsponsor des Rennens mit einem Augenzwinkern. Gemeinsam mit Sportwagendebütant Lance Stroll, Langstreckenweltmeister Brendon Hartley und Tourenwagenchampion Andy Priaulx wird der ehemalige Formel-1-Pilot heuer für das Team von Chip Ganassi an den Start gehen, das im Vorjahr in Daytona siegreich blieb.

"Das Timing war ziemlich merkwürdig", erinnert sich Wurz an den Anruf des Teams und berichtet: "Daytona ist ein Rennen, das ich schon immer fahren wollte, aber weil ich im Januar immer mit Tests für das Werksteam beschäftigt war, hatte ich nie die Chance dazu. Sie riefen mich an dem Tag an, an dem ich meinen Rücktritt bekanntgab. Ich sagte: 'Das Timing ist ziemlich merkwürdig, aber ich würde es gerne machen.'"

Tipps will sich Wurz unter anderem von Dario Franchitti holen, der in seiner Karriere viele Jahre in den USA für Chip Ganassi gefahren ist. "Es ist gut, so einen guten Fahrer wie Dario als Freund zu haben", sagt Wurz, der mit einem Augenzwinkern erklärt, während des langen Rennens einige freundschaftliche Gefallen vom erfahrenen Schotten einfordern zu wollen.

Gleichzeitig stellt Wurz noch einmal klar, dass es sich bei der Daytona-Teilnahme um eine einmalige Angelegenheit handelt. "Ich habe keine Pläne, wieder Vollzeit zu fahren", sagt der 41jährige, verrät aber: "Nach Daytona würde ich gerne an einem kleineren Rallycrossevent teilnehmen." Das kommt nicht von ungefähr: Sein Vater Franz Wurz holte in den 70er und 80er Jahren drei europäische Rallycrosstitel.

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