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Formel 1: News

Lediglich eine Verwarnung

Das Internationale Tribunal der FIA hat heute in Paris sein Urteil in der Reifentest-Affäre rund um Mercedes bekanntgegeben.

Gestern hat sich das Internationale Tribunal des Automobil-Weltverbands (FIA) noch vertagt, doch heute steht das Urteil fest: Das Mercedes-Werksteam sowie Formel-1-Reifenlieferant Pirelli wurden offiziell verwarnt. Außerdem dürfen die Silberpfeile nicht am diesjährigen Young-Driver-Test teilnehmen. Letzteres hatte Mercedes bereits am ersten Prozesstag als Strafmaß vorgeschlagen.

Und so begründet das FIA-Tribunal das am Place de la Concorde in Paris gefällte Urteil: Durch die Nutzung der aktuellen Fahrzeuge beim Pirelli-Reifentest hat Mercedes Artikel 22.4 des Sportlichen Reglements verletzt. Die Statuten sehen vor, dass Tests nur mit Autos gestattet sind, die mindestens zwei Jahre alt sind. Mit dem Einsatz des W04 hat Mercedes gegen diese Bestimmung verstoßen.

Ein Regelbruch seitens Mercedes und Pirelli liegt auch in Bezug auf die Artikel 1 und 151 des Internationalen Sportcodex vor, weil weder Mercedes noch Pirelli "angemessene Schritte" eingeleitet hätten, um die Legalität des Tests zu überprüfen. Außerdem habe Mercedes durch den Test "einen materiellen Vorteil" erlangt, der ihnen, "zumindest theoretisch einen unfairen sportlichen Vorteil" bot.

Und wie das Tribunal in seiner ausführlichen Urteilsbegründung ebenfalls festhält, habe kein anderes Team von einem solchen Vorteil gewusst. Strafmildernd hat sich jedoch ausgewirkt, dass Mercedes und Pirelli, so das FIA-Statement, "in gutem Glauben" gehandelt hätten, weil sie sich durch die FIA in ihrem Vorgehen bestätigt gefühlt hätten. Ansonsten hätte dieser Test "nicht stattgefunden", heißt es.

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