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Formel 1: News

Erhält Renault eine Verlängerung?

Theoretisch müssen die Motoren am 1. März homologiert werden – für Renault wäre das wohl ein Desaster. Gibt es eine Ausnahmeregelung?

Renault bleibt auch in der dritten Testwoche von Bahrain das Sorgenkind. Am gestrigen ersten Tag schafften alle vier Kundenteams zusammen gerade einmal 144 Runden - an diese Marke kam der Mercedes-befeuerte Williams mit seinen 128 Runden fast alleine. Damit setzte sich der Negativlauf der Franzosen aus den letzten Wochen fest, und nun steht Red Bull Co. das nächste Problem ins Haus: Heute um Mitternacht läuft die Homologationsphase aus.

Das heißt: Heute werden die drei Mustermotoren von Mercedes, Ferrari und Renault versiegelt und dürfen danach nur noch in gewissen Punkten verändert werden, wenn es der Zuverlässigkeit oder Sicherheit dient. Leistungssteigernde Maßnahmen sind danach verboten. Doch noch hat Renault die Probleme mit seinen Antrieben absolut nicht im Griff, weswegen man nun auf das allerletzte Mittel hofft.

Renault hat laut Informationen von Auto, Motor und Sport eine Verlängerung der Homologationsfrist beantragt. Der französische Hersteller will noch weitere zwei bis drei Monate Zeit haben, um das Aggregat weiter zu bearbeiten. Bereits 2009 stellte Renault zusammen mit Honda den Antrag, die Entwicklungssperre ausnahmsweise aufzuheben. Damals durften die beiden Motorenhersteller nachbessern, doch ob die Franzosen auch dieses Mal die Sperre umgehen können, steht auf einem anderen Blatt.

Noch heute soll das Thema in einem Strategiemeeting zwischen den Teams, der FIA und Bernie Ecclestone besprochen werden, weil die Deadline unaufhaltsam näher rückt. Das neue Votingsystem der Strategiegruppe macht Renault das Leben theoretisch etwas leichter als vorher: Wenn die FIA und Bernie Ecclestone gemeinsam für eine Verschiebung der Deadline stimmen, dann sind die Teams machtlos. Doch in diesem Fall müssen auch die anderen Hersteller zustimmen, weil in Bezug auf Regeländerungen vom letzten Jahr noch Einigkeit bestehen muss.

Für 10.30 Uhr MEZ ist das Treffen heute angesetzt, das über die Zukunft von Renault entscheiden kann. Auch bei Red Bull Racing, Toro Rosso, Lotus und Caterham dürfte man gespannt auf die Entscheidung blicken, denn ein deutlicher Nachteil in Sachen Antrieb wäre ein großer Schlag für die kommenden WM-Jahre. Es ist das Szenario eingetreten, was sich niemand bei Renault gewünscht hat.

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