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Drohen den Renault-Teams Strafen?

Renault erwartet, dass einige Fahrer gegen Saisonende das Kontingent von fünf Aggregaten pro Saison überschreiten und bestraft werden.

Die Probleme, unter denen die Renault-Aggregate zu Beginn der Formel-1-Saison 2014 gelitten haben, könnten später im Jahr möglicherweise noch Folgen haben. Da in der Frühphase schon recht viele Komponenten der Hybridantriebe wegen der rasch voranschreitenden Entwicklung ausgewechselt werden mussten, könnten einige Fahrer das Limit von fünf Aggregaten pro Saison überschreiten, was eine Strafe zur Folge hätte.

"Wir sind nach einem Saisonviertel unserem Plan voraus, weil wir mehr Antriebseinheiten verwendet haben, als wir in dieser Zeit hätten sollen", sagt Motorenchef Rob White im Gespräch mit Autosport. "Vielleicht werden einige unserer Fahrer deshalb später eine Strafe erhalten; die meisten sind aber noch in einer Position, die möglicherweise zu bewältigen ist."

Von den Renault-Piloten sind vor allem Sebastian Vettel (R·B·R) und Kamui Kobayashi (Caterham) betroffen, die bereits den vierten Motor verwenden und somit nur noch einen in Reserve haben. Muss ein Fahrer im Laufe der Saison eine sechste Antriebseinheit verwenden, muss er im nächsten Rennen aus der Boxengasse starten; wird bei einzelnen Komponenten wie Turbolader oder Hybridsystem ein sechster Satz eingesetzt, wird der Fahrer in der Startaufstellung um zehn Positionen zurückversetzt – dieselben Strafen gelten für jeden weiteren Wechsel.

Ob es für einige Renault-Piloten so weit kommen wird, ist laut White aber noch nicht sicher, denn möglicherweise könnten einige der bereits ausrangierten Komponenten noch einmal zum Einsatz kommen. "Obwohl wir mehr Teile eingeführt haben, als wir möglicherweise hätten sollen, sind nicht alle Teile aus dem Wartungskreislauf ausgeschieden. In einigen dieser Systeme oder Untersysteme steckt noch Leben", so White.

Allerdings würden diese dann nicht dem aktuellen Entwicklungsstand entsprechen und wären so ein Nachteil für die Piloten. Schon jetzt wird die Arbeit von Renault dadurch erschwert, dass sich in fast jedem Fahrzeug Aggregate mit unterschiedlichem Entwicklungsstand befinden.

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