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Formel 1: News

Erst Melbourne – dann nachbesssern

Der von Renault eingebrachte Antrag auf eine Verschiebung der Homologationsfrist wurde von der Strategiegruppe der Formel 1 abgelehnt…

Renault warf am heutigen Morgen Fragen auf, ob man die geplante Homologationsphase, die heute um Mitternacht endet, um weitere zwei bis drei Monate nach hinten schieben sollte.

Der französische Motorenhersteller, der bisher große Probleme bei den Wintertestfahrten erlebte, ist derzeit gegenüber der Konkurrenz weit im Rückstand und fürchtet um seine Konkurrenzfähigkeit. Doch anscheinend hat man von einer verlängerten Galgenfrist Abstand genommen - oder eher nehmen müssen.

Denn der Antrag auf eine Verschiebung der Homologationsfrist wurde beim Treffen der Strategiegruppe abgelehnt. Mercedes und Ferrari beharren auf ihrem Recht und wollen keinen Nachteil haben. Wie Renaults Motorenchef Remi Taffin gegenüber Sky Sports F1 bestätigt, so wird man das Aggregat heute um Mitternacht so einfrieren lassen, wie es ist.

"Das werden die Motoren für Melbourne sein. Mit dieser Spezifikation werden wir in Melbourne antreten", betont der Franzose. Doch danach plant Renault, wie einst vor ein paar Jahren vorzugehen, als man zusammen mit Honda aufgrund einer Sonderregel noch einmal nachbessern durfte.

Denn zwar darf man leistungstechnisch nichts mehr an den Aggregaten schrauben, doch wenn es um die Verbesserung der Sicherheit oder Zuverlässigkeit geht, dann wird gerne einmal ein Auge zugedrückt. "Wenn weiterhin Probleme auftreten - die mit Sicherheit kommen werden - werden wir es wie zuvor machen und einen Antrag auf Nachbesserung stellen", kündigt Taffin an. "Wir werden es wie damals machen, es sind die gleichen Regeln."

Potenzial vorhanden

Denn scheinbar hat Renault Vertrauen in die Leistungsfähigkeit seines Motors, die im Nachhinein nicht noch einmal verbessert werden kann. "Wenn wir auf uns selbst schauen, dann sind wir mit jeder vorhandenen Komponente und ihrem Potenzial zufrieden", nickt Taffin. Jetzt muss man es nur noch schaffen, dass alle Komponenten gleichzeitig ohne Probleme am Limit laufen. Doch auch diesbezüglich sieht man sich in Viry auf einem guten Weg.

"Wir sind dort, wo wir vom Standpunkt der vergangenen Woche aus sein wollten. Wir haben nun eine Basis, von der aus wir arbeiten können", so Taffin. Die großen Hardware-Probleme seinen gelöst, und auch das Hauptproblem mit den Batterien scheint vor den letzten drei Testtagen im Griff. "Wir können nun viele Runden fahren und sollten anfangen, die Power-Unit zu entwickeln und das Mapping einzustellen."

Weitere Probleme werden erwartet

"Das bedeutet, dass wir noch einige Probleme entdecken, die wir mit der Zeit lösen werden. Wir versuchen weiterhin alles für Melbourne auf den richtigen Weg zu bringen."

Doch die Aussage von Taffin sorgt für Stirnrunzeln: Rechnet Renault schon jetzt mit weiteren Problemen? Klar, meint der Franzose weiter: "Wenn man die Hardware-Probleme in den Griff bekommt und auf die Strecke geht, dann findet man für gewöhnlich andere Probleme."

Doch Fans von Red Bull Racing, Lotus, Toro Rosso oder Caterham müssten sich deswegen keine weiteren Sorgen machen: "Es sind keine Dinge, für die man drei Tage zum Lösen braucht - es sind kleinere oder mittlere Probleme, die man einfach in den Griff bekommen kann und für die man einfache Lösungen findet", so der Renault-Chef, der verspricht, dass seine Teams schon jetzt mit der vollen Leistung aller Teile fahren dürfen.

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