MOTORSPORT

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
Formel 1: News

Der W08 – das nächste Weltmeisterauto?

Der neue Mercedes-Bolide für die Formel-1-Saison 2017 hat in Silverstone nun auch offiziell das Licht der Motorsportwelt erblickt.

Im Rahmen einer Medienveranstaltung an der Rennstrecke von Silverstone präsentierte das Weltmeisterteam den Mercedes F1 W08, mit dem Valtteri Bottas und/oder Lewis Hamilton die WM-Titel sieben und acht erringen sollen. Bereits kurz zuvor waren Bilder eines Roll-outs mit dem dreifachen Champion am Steuer publik geworden. Der Spitzname "Silberpfeil" bleibt Programm – an der Lackierung des Wagens aus der Feder von Chefdesigner John Owen hat sich wenig geändert.

Der W08 weist vergleichsweise wenige der charakteristischen Merkmale der aktuellen Bolidengeneration auf, ein V-förmiger Frontflügel mit aufwändigem Design auf Höhe der Vorderräder und eine abgestufte Nase mit S-Schacht gehören dazu; zusätzliche Bauteile rund ums Cockpit, allen voran die Luftleitbleche, fallen deutlich größer aus als bei der Konkurrenz.

Schlanke, weit nach hinten gezogene Seitenkästen mit einer Einbuchtung hinter dem Cockpit und eine extreme Verjüngung, die den Unterboden seitlich weit hervorstehen lässt, sind charakteristisch für den W08. Die Finne auf der Motorabdeckung zur besseren Anströmung des Heckflügels fällt bei Mercedes schmaler aus und verläuft parallel zur schräg abfallenden Karosserie.

Hamilton, der in Silverstone vor der Präsentation bereits ein Roll-out absolvieren konnte, ist von seinem neuen Dienstwagen angetan: "Im Detail ist es das bisher am stärksten ausgearbeitete Auto. Es fühlt sich breiter an, als es ist. Die Sitzposition ist ähnlich wie im vergangenen Jahr." Teamchef Toto Wolff ist froh, dass der neue Bolide problemlos um den Kurs gekommen ist: "Es ist ein superwichtiger Tag, gerade weil sich die Regeln gravierend geändert haben."

Der Österreicher ist sich aber nicht sicher, ob Mercedes weiter so dominant sein wird wie bisher: "2016 mussten wir uns beinahe jede Woche fragen, wann wir die Ressourcen umschichten. Wenn sich jemand einen Monat früher dafür entschieden hat, könnte das einen massiven Unterschied machen. Hoffentlich sind wir es, die den heiligen Gral entdeckt haben."

Mit dem neuen Fahrwerk könnte man indes Schiffbruch erleiden: Das hydraulische System, das es erlauben soll, aggressiver über die Randsteine zu fahren und dennoch die Reifen zu schonen, gefällt FIA-Rennleiter Charlie Whiting nicht. Eine Ferrari-Anfrage ließ zudem vermuten, dass die Scuderia deshalb beim Saisonauftakt in Melbourne Mitte März Protest einlegen könnte.

So oder so geht Hamilton nach dem Rücktritt von Nico Rosberg als großer Favorit auf den WM-Titel in seine elfte Formel-1-Saison. Mit 53 Siegen bei 188 Grand-Prix-Starts ist der Brite schon im Alter von 32 Jahren der zweiterfolgreichste Pilot der Rennserie. Nach seiner letztjährigen Niederlage gegen den Deutschen dürfte Hamilton hungriger denn je sein.

Sein neuer Stallkollege wartet noch auf seinen Durchbruch: Bottas hat in 77 Rennen für Williams zwar neun Podiumsplätze errungen, aber keinen Siegerpokal. Der 27jährige Finne, einst gefeiertes Nachwuchstalent, kommt als persönlicher Schützling von Toto Wolff zu Mercedes und will sich dort gegen Hamilton durchsetzen. Bottas hat bereits durchblicken lassen, dass er sich vom Platzhirschen nicht einschüchtern lassen will, und klare Regeln für das Teamduell gefordert.

Ähnliche Themen:

News aus anderen Motorline-Channels:

Formel 1: News

Weitere Artikel:

GP von Saudi Arabien: Bericht

Piastri gewinnt vor Verstappen!

Max Verstappen liefert beim Rennen in Dschidda mehr Gegenwehr als erwartet, wegen einer Zeitstrafe ist er aber gegen Oscar Piastri letztendlich chancenlos

Max Verstappen an Journalist

"Du würdest dir in die Hosen machen!"

Max Verstappen lässt sich in der FIA-Pressekonferenz wieder zu flapsigen Aussagen hinreißen, kassiert diesmal aber keine Strafe für schlechtes Benehmen

KTM-Motorsportchef Pit Beirer

"Sind gut auf die Zukunft von KTM vorbereitet"

Motorsportchef Pit Beirer betont, dass es keine Krise bei KTM gibt - Realistisch gesehen gilt es, das MotoGP-Projekt rund um Platz fünf zu stabilisieren

DTM: Die große Saisonvorschau

DTM 2025: Es ist angerichtet

Die DTM geht in ihre 41. Saison. Am Start sind 24 Fahrer mit 14 Nationalitäten, die Renner von neun unterschiedlichen Marken pilotieren und damit die optimalen Voraussetzungen schaffen für spannenden und Action-reichen Motorsport

V10-Gipfel in Bahrain

Erstmal kein V10 Comeback

Was wir über das Powerunit-Meeting wissen: Der V10 wird in der Formel 1 erstmal kein Comeback feiern, weil es dafür nicht die notwendige Mehrheit gibt