MOTORSPORT

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
Formel 1: Interview

Norris vor Vandoorne-Schicksal gewarnt

Lando Norris wird 2019 für McLaren mit Vorschusslorbeeren debütieren. Johnny Herbert mahnt: So war es auch bei Stoffel Vandoorne.

Nach Kevin Magnussen und Stoffel Vandoorne wird Lando Norris im kommenden Jahr der dritte Fahrer aus McLarens Juniorprogramm sein, der in der Formel-1-WM debütiert. Formel-1-Kommentator Johnny Herbert warnt seinen Landsmann jedoch vor einem ähnlichen Schicksal wie das seines direkten Vorgängers: Auch der Belgier ist als hochgelobter Rookie in die Formel-1-WM gekommen, konnte aber vor allem 2018 mit der neuen Kombination McLaren-Renault kaum Erfolge feiern und wird daher ausgetauscht. Ein Selbstläufer sei die Formel-1-WM nicht, so Herbert.

"Dass alles für ihn laufen wird, ist für Lando bei weitem nicht gegeben", mahnte der dreifach Grand-Prix-Sieger. "Vandoorne hatte eine brillante Karriere in den unteren Formelklassen, dann kam er in die Formel-1-WM – und leider hat es einfach nicht 'Klick' gemacht. Man muss seine Chance auch nutzen, selbst wenn man jung ist. Man muss den Stier bei den Hörnern packen."

"Wenn man keine Leistung bringt, ist man draußen, das ist brutal hart", erklärte er weiter, "und wenn man nicht die Taschen voll Geld hat, wird es schwierig zurückzukommen." Für potente Sponsoren ist der 26jährige aber nicht bekannt. Kleine Hoffnung für Norris: Sein Teamkollege wird nicht Fernando Alonso, sondern Carlos Sainz junior heißen, der das Team wohl nicht so stark für sich vereinnahmen wird.

Lando Norris hat heuer in der Formel 2 mit George Russell einen harten Gegner gefunden. Der Mercedes-Junior führt die Tabelle mit 22 Punkten Vorsprung an. Trotzdem wird es für ihn ein Wechsel in die Formel-1-WM schwierig, denn das Mercedes-Nachwuchsprogramm stockt derart, dass selbst Esteban Ocon verzweifelt nach einem Cockpit sucht. Die einzige realistische Hoffnung wäre Williams, das über einen Getriebeliefervertrag noch näher an Mercedes heranrücken will, doch um das Cockpit beim erfolglosesten Team der Formel-1-Saison 2018 werden wohl auch andere Fahrer buhlen.

"Wenn George die Formel-2-Meisterschaft gewinnt, woran ich persönlich glaube, sollte er auch ein Formel-1-Cockpit bekommen", zeigte sich Herbert resolut. "Es ist gut, diese Erfahrung des intensiven Kampfes in der Formel 2 zu bekommen. Ich hoffe, dass sie diese Erfahrungen zu ihrem Vorteil in der Formel-1-WM nutzen können, aber da fängt die harte Arbeit erst an: Diesen Schwung mitzunehmen und durchzubringen."

Russell würde als Formel-2-Meister ohne Formel-1-Cockpit im Folgejahr in prominente Fußstapfen treten: Stoffel Vandoorne und Pierre Gasly erging es genauso, sie verbrachten zunächst ein Jahr in der japanischen Super Formula.

Ähnliche Themen:

News aus anderen Motorline-Channels:

Formel 1: Interview

Weitere Artikel:

ARBÖ Rallycross Greinbach: Bericht

Spektakuläres Highlight beim ARBÖ Rallycross

Volle Zuschauerränge, 120 Starter aus 7 Ländern machten das ARBÖ Rallycross Festival 2026 zu einem Motorsport Großevent am vergangenen Wochenende im PS Racing Center Greinbach mit viel Action und Spannung.

"Müssen über Strafen nachdenken"

Absichtliche DTM-Ausfälle am Samstag?

Absichtliche Ausfälle am Samstag sorgen in der DTM für Ärger: Warum die Teams zu diesem Schritt greifen und welche Wege es gibt, das zu unterbinden

Berufung gegen Monaco-Ergebnis

Verliert Gasly sein Monaco-Podium?

Seit gestern findet die Berufungsverhandlung gegen das Monaco-Ergebnis statt: McLaren kämpft für Fairness und Integrität - und eigene Interessen

Auer schreibt Geschichte

Auer vorzeitig Endurance Champion!

Lucas Auer schrieb am Sonntag auf dem Nürburgring Geschichte: Mit seinen Winward Racing Teamkollegen Maro Engel (D) und Luca Stolz (D) gelang es ihm, erstmals in der Historie der GT World Challenge den Endurance Cup Titel vorzeitig einzufahren!

"Rechtliche Mittel ausschöpfen"

Ukraine verschärft Einspruch gegen Russland

Der ukrainische Verband FAU hat seine Beschwerde gegen Russland verschärft und das Berufungsgericht der FIA eingeschaltet: Man will "rechtliche Mittel ausschöpfen"