Motorsport

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter

Inhalt

DTM: Analyse

DTM führt "Push to pass"-Funktion ein

Die Auswirkungen des neuen Class-1-Reglements betreffen nicht nur DRS und Gewicht, sondern bringen ab heuer auch einen Überholknopf.

Mehr als drei Monate vor dem Start der DTM-Saison 2019 zeigen sich erste Auswirkungen des neuen Class-One-Reglements. Für mehr Überholmanöver wurde nicht nur die DRS-Nutzung angepasst, die Serie setzt künftig auch auf "push to pass". Damit können die Fahrer per Knopfdruck kurzzeitig bis zu 30 PS mehr Motorleistung abrufen.

Ein sogenannter Kraftstoffmassenstromrestriktor ermöglicht es, dass in der DTM von nun an nach Betätigung dieses Überholknopfes unter Volllast vorübergehend mehr Treibstoff in die vier Zylinder des neuen Zweiliterturbomotors eingespritzt wird. Die Fahrer dürfen diese Funktion pro Rennen zwölf Mal verwenden.

Das DRS bekommt derweil neue Freiheiten: Durch die Anpassung an die japanische Super GT ist der Heckspoiler (um 52 cm) sichtbar breiter geworden und auf ein Flügelelement beschränkt worden; er lässt sich aber noch immer aufklappen. Dafür darf ein Fahrer nun maximal drei Sekunden Rückstand auf den Vordermann haben. In den letzten fünf Runden wird die DRS-Nutzung dann (mit Ausnahme des Führenden) sogar komplett freigegeben.

Der komplett neue Motor benötigt nur die Hälfte des Hubraums seines Vorgängers für mehr Leistung bei niedrigerem Verbrauch. Dafür mussten die Hersteller auch ihre Auspuffanlage anpassen. Bei BMW etwa sieht man das deutlich verkürzte Endrohr nur noch an der rechten Fahrzeugseite.

Die Änderungen wirken sich auch auf das vorgeschriebene Leergewicht aus, das in diesem Jahr 50 kg unter dem des Vorjahres liegt und auf 981 kg festgelegt wurde. Gemessen wird ohne Fahrer und Treibstoff. Das bedeutet ein Leistungsgewicht von 1,6 kg/PS, womit auf den schnellsten Strecken an die 300 km/h erzielt werden könnten.

Weitere Änderungen: Die DTM setzt ab 2019 auf mehr Kühlung, was man unter anderen an größere Auslässen in der Motorhaube erkennt; doch auch in der Heckscheibe wurden diese Schlitze vergrößert, um den Innenraum besser zu entlüften; dort sorgt eine neue Feuerwand für mehr Sicherheit, zudem wurde der zentrale Rückspiegel durch einen Videobildschirm ersetzt. Der Frontsplitter wurde deutlich reduziert und soll dadurch bei Berührungen weniger anfällig sein.

Sheldon v/d Linde im BMW Sheldon v/d Linde im BMW Heuer keine Nachtrennen Heuer keine Nachtrennen

Ähnliche Themen:

DTM: Analyse

Weitere Artikel

5er BMW: Aufgefrischt in den Sommer

BMW stellt der 5er Facelift vor

Klar, auch optisch hat BMW bei der Überarbeitung von 5er-Limousine und -Kombi kräftig Hand angelegt. Aber die entscheidenden Veränderungen stecken innendrin. Die Liste der Neuerungen ist lang.

Retro-Charme

Kawasaki W800 im Test

"Das ist aber eine Beauty" oder "Cooles Retro-Bike": Solche Ausrufe nebst dem obligatorischen "Daumen hoch" sind oft zu hören, wenn man mit der Kawasaki W800 vor dem Café ankommt.

Auf großem Fuß durch die Eis-Wüste

Nichts kann den Hilux stoppen

Vor genau zehn Jahren begibt sich der Toyota Hilux durch die Antarktis - das perfekte Expeditions-Terrain für Auto-Tester, die aufs Ganze gehen.

Als Vorbereitung der Aktiven auf einen hoffentlich heißen „Rallye-Herbst“ plant die Austrian Rallye Challenge einen Test unter Ausschluss der Öffentlichkeit.