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DTM: News

WRT: Vorerst nur ein Fahrer benannt

Mit Jonathan Aberdein hat das Audi-Kundenteam WRT bisher nur einen der zwei geplanten Piloten für seine DTM-Debütsaison präsentiert.

Bildquelle: Audi

Der neue Satellitenrennstall von Audi, das belgische W Racing Team, präsentierte mit Jonathan Aberdein seinen ersten Fahrer für die DTM-Saison 2019; der Pilot des zweiten Kunden-RS5-DTM steht aber noch nicht fest, weil es keine einfache Angelegenheit war, das Projekt auf die Beine zu stellen. "Momentan können wir den zweiten Fahrer noch nicht präsentieren", sagte WRT-Boss Vincent Vosse. "Wir unternehmen aber alles, damit wir das zweite Auto in der Startaufstellung haben werden."

Aberdein ist 21 Jahre alt und startete 2016/17 in der deutschen Formel 4; 2018 wechselte er in die Formel-3-EM, in der er drei Mal als Dritter auf dem Podest stand und den zwölften Gesamtrang belegte. Im Dezember nahm er für Audi an DTM-Testfahrten in Jerez teil. Nun steht er wie WRT vor einer neuen Herausforderung. "Der Aufstieg in die DTM war ein Traum von uns", gestand Vosse, der eine große Chance wittert.

"Der Zeitpunkt für den Einstieg war nie besser als jetzt, denn 2019 kommen erstmals die neuen Zweiliter-Turbomotoren zum Einsatz, mit denen alle Teams bei Null starten, und wir bekommen dasselbe Material wie die Werksteams. Das macht die DTM für uns und in Zukunft sicherlich auch für andere Teams so interessant", so der Teamchef.

Das Class-One-Regulativ der japanischen Super GT wird 2019 für alle DTM-Teams neu sein. Der Zweiliter-Vierzylinder des Audi RS5 DTM leistet über 600 PS, rund einhundert mehr als die bisherigen V8-Saugmotoren. Außerdem verläuft die Drehmomentkurve wegen des Turboladers anders. Es ist ein Neustart für die DTM, allerdings bleibt WRT in diesem Jahr das einzige Kundenteam, weil BMW nach Gesprächen mit diversen Kandidaten letztlich keinen Interessenten fand.

Mit den Werksautos von Audi und BMW sowie den vier Aston Martin genannten Boliden von HWA und R-Motorsport plus den beiden Audi von WRT umfasst das DTM-Feld 2019 insgesamt also 18 Fahrzeuge. Vosse glaubt, dass es eng zugehen wird: "Zu gewinnen wird in der DTM schwer für uns, wir müssen noch viel lernen. Es hängt auch davon ab, wie stark der Audi sein wird. Zu sagen 'ich will aufs Podium' wäre verrückt Wir werden keine einfachen Jahre haben. Wir wollen gut arbeiten und zeigen, dass wir Fortschritte machen."

WRT feiert 2019 sein zehnjähriges Bestehen. Das Team aus Belgien hat sich international vor allem im GT3-Rennsport einen Namen gemacht, unter anderem mit Siegen bei den 24h auf dem Nürburgring und von Spa-Francorchamps. Aus dem aktuellen DTM-Kader von Audi sind z.B. Robin Frijns, Nico Müller und René Rast bereits für WRT gefahren. Um den zweiten DTM-Fahrer zu finden, hat man noch etwas Zeit: Die neue Saison beginnt am ersten Mai-Wochenende wie immer in Hockenheim.

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