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ILMC: 6h von Imola

Elektronikprobleme verhindern Spitzenplatz

Nach dem Qualifying lag das Team Boutsen Energy Racing mit Dominik Kraihamer auf dem zweiten Platz, doch im Rennen gab’s Probleme…

Foto: Jürgen Evers/VPD Racing

Die Rennstrecken ändern sich, die Ereignisse bleiben leider dieselben: Auch bei den 6-Stunden von Imola stellte der 21-jährige Dominik Kraihamer seiner fahrerische Extraklasse unter Beweis und dominierte die Konkurrenz phasenweise nach Belieben – und erneut machte ihm die Technik einen Strich durch die Rechnung.

Nach dem Qualifying noch auf dem aussichtsreichen zweiten Platz gelegen, fesselten Probleme mit der Bordelektronik den Boliden des Teams Boutsen Energy Racing über 20 Minuten lang an der Box. Schlussendlich wurde es der enttäuschende 10. Platz in der Klasse der LMP2-Prototypen.

Mangelnde Motivation kann man Dominik Kraihamer wirklich nicht vorwerfen: Wie ein Kind bei der Bescherung hatte sich der 21-jährige Racer aus Salzburg auf seine Rückkehr ins Renncockpit gefreut, vergessen und restlos verarbeitet war die große Enttäuschung des schuldlosen Ausfalls in Le Mans. Und tatsächlich schien die Strategie des Zweckoptimismus aufzugehen: Obwohl Dodo und auch sein junger belgischer Teamkollege Nicolas de Crem Imola nur aus Youtube-Videos gekannten hatten, kamen die beiden Youngsters mit der Berg- und Talfahrt der ehemaligen Grand Prix-Strecke auf Anhieb gut zurecht.

„Eine geile Strecke, vor allem die blind anzubremsenden Kurven liegen mir sehr“, hatte Dodo nach dem ersten Training geradezu geschwärmt. Startposition zwei in der Klasse der LMP2-Prototypen war am Samstag die Belohnung akribische Vorbereitungsarbeit und perfekte Ausgangsposition für das dritte Saisonrennen der Le Mans Series 2011.

Auch die gewohnt turbulente Startphase überstand Dodo als erster Fahrer noch souverän, bald jedoch warfen ihn Probleme mit der Bremsbalance aus dem Rhythmus. „Das Auto hat sich mit einem Male völlig anders angefühlt als noch im Qualifying“, so Dodo, der sich im harten Kampf um die Positionen in der Folge zweimal drehte, den Oreca03 jedoch stets auf der Strecke halten konnte. „Es war mit Sicherheit kein unlösbares Handicap, aber auf jeden Fall nicht optimal. Die Drehen gehen mit Sicherheit auch auf meine Kappe.“

In der Folge bekam der 21-Jährige den Wagen immer besser in den Griff, und auch Teamkollege Nicolas de Crem verkürzte mit zahlreichen schnellen Runden den Rückstand auf die Spitze kontinuierlich. Doch gerade als die Mannschaft rund um den ehemaligen Formel 1-Stars Thierry Boutsen wieder Hoffnung auf einen Spitzenplatz schöpfte, spielte die Bordelektronik verrückt.

„Es war beim dritten routinemäßigen Boxenstopp, als plötzlich der Strom des Armaturenbretts weg war“, berichtet eine ziemlich frustrierter Dodo, der in der Folge 23 Minuten lang im tatenlos im Cockpit abwarten musste, bis die Mechaniker das Problem gelöst hatten. Mit 14 Runden Rückstand und auf den vorletzten Platz zurück gefallen war das Rennen damit gelaufen.

„Als junges Team geht man davon aus, dass man Lehrgeld bezahlen muss. Jetzt heißt es das verpatzte Rennwochenende abhaken, vergessen, weiter an sich arbeiten und es das nächste Mal besser machen“, so Dodo nach dem Zieleinlauf. Gelegenheit zur Revanche erhält Dominik Kraihamer am 11. September in Silverstone.

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