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WEC: Bahrain

Favoritensterben in Bahrain

Nach dem Ausfall des Wurz-Toyota muss Loic Duval den Weltmeister-Audi wegen eines Getriebeschadens abstellen.

Das Favoritensterben im WEC-Saisonfinale in Bahrain geht weiter. Loic Duval musste seinen Audi nach rund der Hälfte der Renndistanz am Streckenrand abstellen. Der Franzose, der bis zu seinem Ausfall hinter dem führenden Toyota von Buemi/Sarrazin/Davidson gelegen hatte, rollte auf der Zufahrt der Gegengeraden plötzlich ohne Vortrieb aus. "Kein erster Gang mehr", funkte der Franzose an die Audi Box.

"Probiere es mit dem zweiten Gang", lautete die Antwort von der Crew. "Habe ich schon, aber da tut sich auch nichts mehr", klagte Duval im Funk. Der Motor des R18 e-tron quattro lief noch, daher darf man davon ausgehen, dass anderswo in Antriebsstrang ein Schaden aufgetreten ist. Das Aus des Autos mit der Startnummer 2 versetzte Allan McNish kurzzeitig in Sorge.

Der Hintergrund: Wäre der Audi in die Wertung gekommen, ohne dass der Schotte die Mindestfahrzeit am Steuer absolviert hätte, dann wären Duval/Kristensen mit mindestens einem halben WM-Punkt bedacht worden, McNish hingegen nicht - er wäre nicht Weltmeister geworden! Allerdings legt der Audi bis Rennende kaum die Mindestdistanz von 70 Prozent zurück, somit gehen alle Piloten der Startnummer zwei leer aus. Das gesamte Trio bekommt somit die Krone.

An der Spitze hat sich der Vorsprung von Anthony Davidsn (Toyota) vor dem Audi von Marcel Fässler wieder stabilisiert. Die Ingolstädter hatten sich kurzzeitig nahezu an das Heck des TS030 gearbeitet, indem man bei einem Service auf einen Reifenwechsel verzichtete. Dafür zahlt Fässler nun den Preis. Er fährt mit alten Reifen deutlich langsamer als der britische Konkurrent, der nunmehr wieder ein Polster von 25 Sekunden hat. Der Startnummer 1 droht zusätzlich Ungemach: Fässler soll unter Gelb überholt haben.

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