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WEC: Spa-Francorchamps

Endlich trockene Strecke: Bestzeit für Audi

Im dritten und letzten freien Training der WEC in Spa trocknet die noch sehr grüne Piste auf - die Rundenzeiten fallen: Lotterer (Audi) vor Tandy (Porsche).

Die WEC hat im dritten Freien Training erstmals ihr wahres Tempo andeuten können. Bei erstmals trockenen Bedingungen und Temperaturen um zehn Grad Celsius nutzten alle Teams die große Chance, endlich einmal mit Slicks auf die Bahn gehen zu können. Auf noch "grüner" Strecke - nach den Regenfällen vom Donnerstag lag kaum Gummi auf dem Asphalt - wurden die Rundenzeiten erheblich besser.

Die Bestzeit in der einstündigen Session holte sich Audi-Pilot Andre Lotterer auf den allerletzten Drücker. Der Deutsche, der Spa-Francorchamps als seine Heimstrecke bezeichnet, war im R18 mit der Startnummer 7 in 1:57.368 Minuten um nur 0,011 Sekunden schneller als Nick Tandy im Porsche 919, den sich der Brite mit Nico Hülkenberg und Earl Bamber teilt. Der Porsche-Pilot hatte seine Zeit jedoch zu Beginn der Session markiert, als die Bedingungen noch nicht ganz so gut waren.

Bei Audi wurde während des Trainings intensiv am Setup gearbeitet. Am Donnerstag hatte man im teils heftigen Regen die Reifen nie ins optimale Betriebsfenster bekommen. Nun sind offenbar wichtige Fortschritte gelungen, wenngleich die Zeit im dritten Freien Training kaum für umfangreichere Arbeiten an den Einstellungen ausreichte. Der reparierte R18 von Duval/di Grassi/Jarvis erreichte Rang fünf, der dritte Audi (in WEC-Spezifikation) mit Rast/Bonanomi/Albuquerque kam auf Platz acht.

Porsche hinterlässt starken Eindruck

Den stärksten Gesamteindruck hinterließ Porsche. Lieb/Jani/Dumas brachten ihren 919 auf den dritten Rang, dahinter folgte das Schwesterfahrzeug von Bernhard/Webber/Hartley. Probleme gab es zwischenzeitlich am Porsche mit der Nummer 17, mit dem Timo Bernhard ausgangs La Source kurzfristig nicht richtig beschleunigen konnte. Das technische Gebrechen war aber von vorübergehender Art, wenig später fuhr der Wagen wieder normal.

Toyota agierte nach dem schweren Unfall von Kazuki Nakajima (Wirbelfraktur) am Freitag zunächst vorsichtig. Wurz/Sarrazin/Conway hatten auf Rang sechs ebenso über zwei Sekunden Rückstand wie Buemi/Davidson im neu aufgebauten Auto mit der Startnummer 1. Trummer/Liuzzi/Klien absolvierten im überarbeiteten CLM P1/01 von ByKolles (neues Getriebe, neue Hinterachse, neues Bodywork) elf Runden bei ordentlichen Verhältnissen.

In der GTE-Pro-Kategorie rutschten die Fahrzeuge im dritten Training wild umher. Die Sportwagen brachten die Reifen einfach nicht ins Betriebsfenster. Die beiden Porsches von Lietz/Makowiecki (6.) und Müller/Estre (7.) waren mehrfach neben der Bahn unterwegs und wurden verwarnt, Darren Turner versenkte seinen Aston Martin (4.) zwischenzeitlich im Kies. Bruni/Vilander waren mit ihrem Ferrari souverän und am schnellsten unterwegs. In der GTE-Am-Klasse landete Klaus Bachler mit dem Proton-Porsche in den Barrieren, die Bestzeit der Kategorie erzielte Pedro Lamy (Aston Martin).

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