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Der geraubte Sieg?

Turbulent ist ein Hilfsausdruck für die Geschehnisse beim Rennen in Zolder, Opelaner Michael Bartels war der Leidtragende.

Zwei Opel-Piloten gelang beim zweiten Lauf zur DTM im belgischen Zolder unter extremen Wetterbedingungen der Sprung in die Punkteränge: Michael Bartels erhielt für seinen dritten Platz im Qualifikationsrennen einen Punkt, Timo Scheider festigte mit zwei Zählern für Rang fünf im Rennen seinen sechsten Platz in der DTM-Fahrerwertung.

Auf regennasser Fahrbahn bestätigten die Opel-Piloten in einem turbulenten Rennen, das vorzeitig abgebrochen wurde, die guten Leistungen in den Tests und Trainings am zweiten DTM-Wochenende in Belgien. Alain Menu und Timo Scheider unterstrichen mit den zwei besten Rundenzeiten auf trockener Fahrbahn das Potenzial des neuen Opel Astra V8 Coupé. Am Samstag qualifizierten sich Bartels als Fünfter und Scheider auf Position sechs in einem von stark wechselnden Wetterverhältnissen geprägten Zeittraining gemeinsam für die dritte Startreihe.

Den Lohn für die gute Basis, die das Holzer-Duo im Qualifying gelegt hatte, erhielt das Team im Qualifikationsrennen am Sonntag. Auf extrem nasser Strecke startete das Feld hinter dem Safety Car. Bereits in der ersten Runde ereigneten sich zwei Dreher, doch Michael Bartels und Timo Scheider behielten einen kühlen Kopf und gaben die Plätze drei und vier bis ins Ziel nicht mehr ab. Pech hatte Yves Olivier, der bei seinem Heimspiel an elfter Stelle liegend in der dritten Runde durch Aquaplaning von der Strecke abkam und in eine Begrenzungsmauer einschlug.

Im anschließenden Rennen verbesserte sich Michael Bartels nochmals und übernahm vor dem Boxenstopp die Führung. Anschließend wurde der Plettenberger das Opfer einer komplexen Situation: Das Safety-Car war wegen des Ausritts eines Konkurrenten auf die Strecke gefahren, und Bartels soll das Safety-Car, welches das Rennen neutralisiert, unerlaubt überholt haben. Bartels wurde daraufhin mit der Schwarzen Flagge in die Boxengasse beordert und erhielt eine Zeitstrafe von rund drei Minuten.

„Wir müssen in Ruhe analysieren, wie diese unglückliche Situation entstanden ist“, so Opel-Sportchef Volker Strycek. Das Safety-Car ist offenbar zu spät auf die Strecke gegangen und hat sich nicht eindeutig vor den führenden Bartels gesetzt, der diese Situation auf Grund der extrem eingeschränkten Sicht nicht erkennen konnte.

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