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Vorschau

Neben den favorisierten Peugeot-Cracks dürfen C.McRae, Sainz (beide Ford), Mäkinen (Subaru) & Citroen-Privatier Bugalski gute Sieg-Chancen eingeräumt werden...

Bernhard Eder

Bleiben die Franzosen Asphalt-Kaiser?

Die Korsika-Rallye mit dem Zentrum in Ajaccio findet heuer nicht wie in den letzten Jahren im Herbst statt, sondern wurde von der FIA ins Frühjahr vorverlegt. An drei Tagen gilt es für die Rallye-Cracks 16 SP´s mit 396 km zu bewältigen, insgesamt sind 931 km abzuspulen.

Das Problem der unberechenbaren Witterung bleibt für die Teams auch mit dem neuen März-Termin erhalten - Korsika ist dafür bekannt, dass sich das Wetter oft innerhalb weniger Minuten drastisch ändert.

Aber nicht nur aufgrund des mitunter verrückten Wetters zählt das Event zu den schwierigsten im Kalender: enge Gebirgsstraßen, ein extrem kurvenreicher Streckenverlauf und tiefe Abhänge am Straßenrand machen die Korsika-Rallye zu einem der gefährlichsten WM-Läufe. Das haben in den letzten beiden Jahren zwei Weltmeister zu spüren bekommen:

Im Vorjahr verlor Tommi Mäkinen auf SP 5 die Kontrolle über sein Lancer WRC, überschlug sich und kam auf dem Dach zu liegen. Während Mäkinen unverletzt blieb, zog sich Co-Pilot Risto Mannisenmäki eine langwierige Rückenverletzung zu, ist noch immer außer Gefecht. Glück im Unglück: nur knapp neben der Unfallstelle ging´s einen Abgrund einige Meter tief hinunter.

Bei der Korsika-Rallye 2000 schließlich kam Colin McRae auf der 2. Etappe von der Strecke ab, stürzte in eine Schlucht, überstand den Horror-Crash aber relativ glimpflich (Brustkorbprellungen und ein gebrochener Backenknochen).

Die Favoriten: Das Peugeot-Trio Panizzi-Grönholm-Burns und Citroen-Privatier Bugalksi...

Die Saison 2001 hat eines gezeigt: auf Asphalt sind Peugeot und Citroen eine Klasse für sich. Klar, dass die Franzosen auch beim diesjährigen Heimspiel zu favorisieren sind. Citroen (mit Jesus Puras Sieger der Korsika 2001) ist diesmal zwar nicht als Werksteam am Start, Phillipe Bugalski, der ein Xsara-WRC des Piedrafta-Teams pilotiert, ist dennoch als absoluter Sieganwärter anzusehen.

Von den drei Peugeot-Werks-Cracks ist auf Asphalt sicherlich Gilles Panizzi am stärksten einzuschätzen, aber natürlich sind auch Marcus Grönholm und Richard Burns für eine absolute Top-Platzierung gut. Im Lager der Franzosen ist man nach dem triumphalen Doppelsieg von Schweden jedenfalls zuversichtlich, auch auf heimischem Boden die Nase vorn zu haben.

Wer sind die aussichtsreichsten Nicht-Franzosen im Feld? Sicher nicht zu unterschätzen ist das Ford-Duo Colin McRae-Carlos Sainz - beide haben auf Korsika bereits gewonnen (McRae ´97 und ´98, Sainz ´91). Das Focus WRC war in den ersten beiden WM-Läufen zwar standfest, von der Performance her fehlt aber noch eine Kleinigkeit auf die absolute Spitze. Mal sehen, ob die Tests der letzten Wochen bereits auf Korsika Früchte tragen...

Für ein absolutes Spitzenresultat ist natürlich auch jederzeit Tommi Mäkinen gut, der Neo-Subaru-Pilot hat zum Saisonauftakt in Monte Carlo bereits bewiesen, dass er sich im neuen Dienstwagen wohl fühlt. Dass Big Mäk noch seinen schweren Korsika-Unfall vom Vorjahr im Hinterkopf hat und deswegen nicht voll fährt, ist bei einem Könner dieses Kalibers eher unwahrscheinlich.

Zwei Österreicher sind auch am Start: Achim Mörtl pilotiert ein Peugeot 206-WRC des Grifone-Teams, der Kärntner hat bereits im Vorjahr mehrfach bewiesen, dass er gerade auf Asphalt mit den Weltbesten mithalten kann. Gespannt sein darf man auf Beppo Harrachs: der Gruppe-N-Vizemeister wird mit seinem Mitsubishi Lancer Evo VI erstmals WM-Luft schnuppern...

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