RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter

Märtin: „Ich wollte diese Rallye unbedingt gewinnen!“

13,6 Sekunden fehlten auf den Sieg, auf Platz 2 waren es nur 6 Zehntelsekunden. Doch Markko Märtin sollte trotzdem zufrieden sein.

Manfred Wolf

Denn die Voraussetzungen, unter denen der Ford-Pilot in den letzten Asphalt-WM-Lauf des Jahres gegangen war, waren alles andere als günstig.

Nach seinem schweren Unfall auf Korsika hatte der Este mit großen körperlichen Problemen zu kämpfen. Vor allem sein Nacken machte Märtin zu schaffen, was besonders auf den längeren Prüfungen ein Problem war.

Am letzten Tag kam ihm in seinem Kampf der Regen „zu Hilfe“ – die nassen Straßen machten die Rallye langsamer, die Piloten hatten weniger Fliehkräfte auszuhalten – was Märtin sehr entgegenkam.

Doch anfangs machten auch diese Bedingungen Schwierigkeiten: Märtin fiel von Platz zwei, den er am Beginn des letzten Tages innehatte, zurück. Nach der ersten Runde über die drei Sonderprüfungen ließ Märtin das Set-Up ändern und weichere Michelin-Reifen aufziehen, was sich im Nachhinein als die goldrichtige Wahl herausstellte.

Trotz eines Ausfalls des automatischen Getriebes, nach dem Märtin die Gänge manuell wechseln musste, konnten er und sein Co-Pilot Michael Park den dritten Platz erobern. Und dennoch war der Star im Team von Ford nicht hundertprozentig zufrieden.

„Diese Rallye war von Beginn an ein richtiger Kampf für mich. Gegen die Straße, gegen meinen Körper und am letzten Tag auch noch gegen das Wetter. Der Beginn der letzten Etappe war enttäuschend.“

„Doch nach den Änderungen im Service war das Auto unglaublich gut zu fahren. Wenn ich von Anfang an mit diesem Set-Up gefahren wäre – wir hätten die Rallye gewonnen. Und ich wollte diese Rallye unbedingt gewinnen. Mein Ziel war ja, auch eine Asphalt-Rallye in dieser Saison zu gewinnen.“

„Es hat leider nicht gereicht. Aber wir haben bewiesen, dass der Focus WRC03 auch auf Asphalt sehr schnell ist.“

Teamkollege Francois Duval konnte mit Co-Pilot Stephane Prevot einen guten vierten Platz einfahren, das belgische Duo zeigte so einmal mehr eine gute Leistung.

„Wir hatten am letzten Tag noch einige Probleme. Zuerst hatte ich die falschen Reifen, dann ist mir die Windschutzscheibe gebrochen. Ich konnte damit im Regen kaum etwas sehen. Das ist ein fantastisches Resultat für mich – und dass wir Petter und Carlos hinter uns halten konnten, bei diesen schwierigen Bedingungen, macht die ganze Sache noch besser!“

News aus anderen Motorline-Channels:

Rallye-WM: Catalunya

- special features -

Weitere Artikel:

Tänak und Rovanperä zurück

Toyota enthüllt sein WRC-Aufgebot 2027

Toyota hat sein WRC-Aufgebot für 2027 vorgestellt: Ott Tänak und Kalle Rovanperä kehren zurück, während Sebastien Ogier zunächst nicht zum Kader gehört

ARC, Herbstrallye: Bericht Friedl

„Wie in alten Zeiten“

Eugen Friedl und Helmut Aigner vom MCL 68 – Motorclub Leobersdorf haben mit dem AUTOFUN Ford Fiesta Proto die Rallye mit Erinnerungen aus der Vergangenheit zum Spaßfaktor werden lassen.

Sebastien Ogier 2027

Nur zwei WRC-Starts für Toyota?

Sebastien Ogier wird in der WRC-Saison 2027 nicht mehr um den Titel fahren - Jari-Matti Latvala bestätigt aber, dass die Karriere des Franzosen noch nicht zu Ende ist

Abenteuer Gaucho Trail Motor Challenge

Fritz Müller und sein jüngstes Abenteuer

Der bekannte Classic-Pilot Fritz Müller nimmt an der legendären Gaucho Trail Motor Challenge quer durch Südamerika teil. Am Montag geht es los…

TEC7 ORM Podcast: Max & Christoph Zellhofer

Vater/Sohn-Duo blickt auf erfolgreichste Saison zurück

In der neunten Folge des TEC7 ORM Rallye BackStage Podcast blicken Max und Christoph Zellhofer zurück auf ihre bislang erfolgreichste Saison und verraten, warum Motorsport im Autohaus Zellhofer hochgehalten wird.

Austrian Rallye Challenge 2026

Grande Finale: Gerolf Schuller ist Clubmeister!

Bei einem großartigen Finale im Rahmen der sensationellen Herbstrallye sind in der Austrian Rallye Challenge die letzten Entscheidungen gefallen. ARC-Clubmeister 2026 wurden Gerolf Schuler und Kathrin Redlingshofer-Milev.