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Märtin Schnellster, Stohl hervorragend

Bei trockenen und warmen Bedingungen bewies Märtin damit, dass der neue Focus WRC 03 schnell ist, auch Stohl fuhr einen guten Shakedown.

Die beim Shakedown erzielten Zeiten werden von den Werken vertraulich behandelt, 2.48,8 soll die (inoffizielle) Zeit von Markko Märtin gewesen sein. Der Este war froh über die gute Performance: „Das Auto scheint äußerst konkurrenzfähig zu sein. Ich freue mich schon auf den morgigen Tag!“

Das Ford-Team blieb allerdings nicht ganz von Problemen verschont, Francois Duval kam nicht viel zum Fahren, ein Elektronikdefekt verhinderte ausführliche Testfahrten.

Marcus Grönholm war ebenfalls nur kurz unterwegs, was aber auf kein Problem, sondern auf ein optimales Set-Up des Finnen zurückzuführen war, der seinen Shakedown damit früher und sehr zufrieden beendete.

Länger unterwegs, dafür aber auch total zufrieden waren Richard Burns und Harri Rovanperä, der Finne glaubt, heuer ganz vorne mit dabei zu sein: „2001 war ich Dritter, im Vorjahr Zweiter, heuer kann ich gewinnen. Ich werde vom Start weg 100 Prozent geben und voll attackieren.“

Im Team von Subaru scheint ebenfalls alles nach Plan zu laufen, Petter Solberg war einer der besonders fleißigen Fahrer beim Shakedown: „Es gab überhaupt keine Probleme, das Auto fühlt sich sehr gut an“, so der junge Norweger.

Bei Citroen überraschte einmal mehr Sébastien Loeb, der schneller als seine erfahrenen Teamkollegen Colin McRae und Carlos Sainz war. Der Spanier war allerdings während den Besichtigungsfahrten der weitaus Schnellste, insgesamt muss er wegen dreimaliger Überschreitung der vorgeschriebenen Höchstgeschwindigkeit von 80 km/h über 10.000 Dollar Strafe zahlen.

Mit einem verbesserten Auto tritt Hyundai an, Turbolader und Stoßdämpfer des Hyundai WRC sind neu, außerdem konnte zum ersten Mal im heurigen Jahr getestet werden. Dementsprechend zufrieden war Armin Schwarz nach dem Shakedown: „Die Änderungen an Motor und Aufhängung haben sich bezahlt gemacht. Ich bin sehr zufrieden mit dem Auto und wirklich optimistisch für die Rallye.“

Licht und Schatten bei Skoda: Toni Gardemeister wurde mit Fortdauer des Shakedowns schneller und schneller und war dementsprechend zufrieden, Teamkollege Didier Auriol verlor hingegen viel Zeit mit einem Getriebeproblem.

Stohl schnellster Privatier

Manfred Stohl kann dagegen optimistisch in die Rallye Neuseeland gehen, beim Shakedown lief es schon einmal ausgezeichnet. Mit einer Zeit von 2.50,2 Minuten war er nur etwas mehr als eine Sekunde langsamer als Spitzenreiter Marko Märtin.

„Wir konnten das Auto vor der Abreise nach Neuseeland nicht testen“, berichtet Manfred Stohl. „Wir hatten lediglich den Sitz angepasst. Unsere ersten Testkilometer sind wir daher jetzt beim Shakedown-Test gefahren.“

Und diese letzte Abstimmungsmöglichkeit vor dem Start der Rallye nutzten Stohl und Beifahrerin Ilka Minor ausgiebig: Nicht weniger als elfmal absolvierte des österreichische Duo die 4,51 Kilometer lange Shakedown-Strecke nördlich von Auckland. „Ich komme immer besser mit diesem Auto zurecht“, erklärte Stohl. „Der Peugeot macht richtig Spaß“.

Umstellungsprobleme vom Ford auf den Peugeot hat der Wiener nicht: „WRC ist WRC, das macht keinen Unterschied“, so Stohl, der sich seine Taktik schon zurechtgelegt hat: „Wir wollen am ersten Tag mal abwarten und schauen, wo wir sind. Insgesamt habe ich mir keine Ziele festgelegt. Wir wollen nach den drei Rallyetagen im Ziel ankommen und dabei vielleicht das eine oder andere Werksauto hinter uns lassen…“

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