RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter

Sensation durch Stohl

Marcus Grönholm führt, Colin McRae out, Manfred Stohl fährt in die absolute Weltspitze, ist nach der ersten Etappe Neunter.

Manfred Wolf

Nach dem ersten Tag liegt der Österreicher im Gesamtklassement auf Platz neun. Eine exzellente Leistung für einen Privatfahrer. Damit lässt der 30jährige Werkspiloten wie Auriol, Loix, Gardemeister oder Duval hinter sich und liegt nur knapp hinter dem zweifachen Weltmeister Carlos Sainz.

Wer jetzt aber glaubt, Manfred Stohl hätte Vorteile aufgrund seines Startplatzes, der irrt. Schon während die zweite Sonderprüfung in Gang war, begann es in Neuseeland zu regnen – damit hatten die als Erste startenden Piloten keinen Nachteil – und Stohl keinen Vorteil mehr.

Gleich zum Auftakt knallte Stohl eine Zeit auf den Schotter, die selbst arrivierte Fahrer erblassen ließ. Mit dem von Rolf Schmidt betreuten Kunden-Peugeot war Stohl nur 16,1 Sekunden langsamer als Weltmeister Marcus Grönholm, Werkspilot und Ex-Weltmeister Richard Burns war nur zwei Zehntel schneller.

Doch auch mit Regen ging die ausgezeichnete Vorstellung von Manfred Stohl weiter, lediglich in der siebenten Prüfung verlor er etwas mehr und war nicht unter den Top-Zwölf der SP zu finden.

Auf der ersten Prüfung erwischte es dagegen den zweiten deutschsprachigen Piloten: Armin Schwarz überschlug sich nach einem Fahrfehler. Der Hyundai-Pilot war natürlich bitter enttäuscht:

„Es tut mir vor allem für das Team leid. Sie haben wirklich toll gearbeitet, die Änderungen und die Testfahrten haben sehr geholfen, ich hatte ein großartiges Auto. Ich habe einen Fehler gemacht, kam in der Kurve zu weit nach innen. Es hat uns ausgehoben, dann haben wir uns überschlagen. Ich bin wirklich sehr enttäuscht.“

Marcus Grönholm holte sich an diesem ersten Tag der Neuseeland Rallye wieder einmal die meisten Bestzeiten und führt auch in der Gesamtwertung, bereits über 38 Sekunden vor dem Esten Markko Märtin im neuen Ford Focus WRC 03.

Eine starke Vorstellung des jungen Ford-Piloten, der sich bei seinem Weg auf den zweiten Platz vor allem mit Grönholms Peugeot-Teamkollegen Richard Burns, Subaru-Piloten Petter Solberg und dem dritten Peugeot-Mann, Harri Rovanperä herumschlagen musste.

Für die Peugeot-Truppe und vor allem für Colin McRae gipfelte die verregnete erste Etappe im Aufall des Schotten auf SP 6. Nachdem schon zuvor alle drei Citroen-Piloten über beschlagene Windschutzscheiben und die damit nicht vorhandene Sicht geklagt hatten, war die Rallye Neuseeland für McRae schon am ersten Tag zu Ende.

McRae kam in einer Kurve zu weit nach außen, touchierte die Böschung und riss sich die links-seitigen Aufhängungen und Dämpfer ab. „Ein schlechtes Ende eines schlechten Tages“, kommentierte McRae lapidar.

Ebenfalls erwähnenswert: Auf der vierten Sonderprüfung fuhr Kristian Sohlberg die viertbeste Zeit, Mitsubishi wird’s freuen, ist es doch der erste Werkseinsatz des eigentlich abwesenden Teams. Weniger Freude herrscht hingegeen bei Jussi Valimäki, der junge Hyundai-Pilot flog auf SP 8 von der Straße und ist ebenfalls draußen.

Zwischenstand nach Etappe 1:

1. Grönholm-Rautiainen, Peugeot, 1h18'25"500
2. Märtin-Park, Ford,+ 00'38"10
3. Solberg-Mills, Subaru, + 00'43"60
4. Burns-Reid, Peugeot, + 00'55"00
5. Rovanpera-Pietilainen, Peugeot, + 01'03"60
6. Loeb-Elena, Citroen, + 01'26"20
7. Mäkinen-Lindström, Subaru, + 01'29"40
8. Sainz-Marti, Citroen, + 01'47"20
9. Stohl-Minor, Peugeot, + 02'01"00
10. Auriol-Giraudet, Skoda, + 02'11"90
11. Sohlberg-Honkanen, Mitsubishi, + 02'23"20
12. Loix-Smeets, Hyundai, + 02'40"40
13. Gardemeister-Lukander, Skoda, + 02'49"50
14. A.McRae-Senior, Mitsubishi, + 03'25"80
15. Hirvonen-Lehtinen, Ford, + 04'14"80
16. Duval-Prevot, Ford, + 04'25"10

News aus anderen Motorline-Channels:

Rallye-WM: Neuseeland

- special features -

Weitere Artikel:

ORM, ET König Rallye: Nach Tag 1 (SP5)

Hermann Neubauer ließ heute nichts anbrennen

Der Salzburger Ex-Staatsmeister liegt nach dem ersten Tag der ET KÖNIG Rallye powered by Peter Hopf Erdbau im Raum Judenburg in Führung / Morgen warten jedoch noch zehn harte Prüfungen auf ihn und seine Verfolger

ARC, ET König Rallye: Bericht Neulinger

Marcel Neulinger triumphiert auch in Judenburg!

Marcel Neulinger setzte seine beeindruckende Siegesserie bei der ET KÖNIG Judenburg Rallye 2026 fort und holte den vierten Saisonsieg in der Steiermark!

ORM/ARC, ET König Rallye: Nach SP10

Alles beim Alten an der Spitze

Toyota-Pilot Hermann Neubauer hält bei der ET KÖNIG Rallye im Raum Judenburg nach wie vor die Führung / Sekunden-Duelle um Platz drei und in der ORM 2 (Foto zeigt Günther Knobloch, der knapp vor Christoph Zellhofer die ORM2 anführt)

ORM, ET König Rallye: Vor dem Start

Im Murtal heulen ab heute die Motoren

Insgesamt 66 Teams starten in die ET KÖNIG Rallye powered by Peter Hopf Erdbau im Raum Judenburg / Erster Wertungsabschnitt ist heute Nachmittag um 14.35 Uhr der Rundkurs Gaal – Hammergraben

ORM, ET König Rallye: Nach SP2

Ex-Champion startet blitzartig

Hermann Neubauer beherrschte die ersten zwei Prüfungen der ET KÖNIG Rallye powered by Peter Hopf Erdbau im Raum Judenburg am besten / Der ehemalige Champion Salzburger führt zwischenzeitlich vor Michael Lengauer und Luca Waldherr

Die 40. Auflage der Jännerrallye findet erst vom Donnerstag, 6. 1. 2028, bis Samstag, 8. 1. 2028, in Freistadt statt. Die Gründe dafür sind terminliche, organisatorische und menschliche