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Rallyesprint 2005

Stockerlplatz für Joe Baier

Nach einer Riesenschrecksekunde aufgrund eines totalen Bremsversagens kam Joe Baier doch noch zu einem verdienten Stockerlplatz beim Rallyesprint.

Mit einer Bestzeit in der Klasse A7 und der 25. Gesamtzeit von 80 Startern begann für das Duo Joe Baier/Levente Laczko der diesjährige Rallyesprint auf den Harrach´schen Gütern. Der Seat Ibiza ist von Grabner Motorsport wieder perfekt auf den Schotterevent vorbereitet worden. Auch die Ansagen von Co-Pilot Levente Laczko, einem Rallyesprint-Neuling, waren perfekt.

Als auf der dritten Sonderprüfung nach halber Strecke plötzlich ein Bremsversagen auftrat, dachte Joe Baier, dass der Klassensieg in weite Ferne gerückt war. Doch mit viel Glück konnte Joe auf der Strecke bleiben und die Führung in der Klasse A7 verteidigen. „Ich wollte bei ca. 120 km/h eine Kurve anbremsen, doch plötzlich fiel das Pedal durch – die Bremse hat einfach nicht gegriffen. Dieses Erlebnis ist wohl der Albtraum eines jeden Rallyepiloten, es war echt schwierig, das Auto nur mit der Handbremse zu bremsen“, erzählte Joe am Serviceplatz, wo ihm der Schock noch anzusehen war. Der Grund für dieses Horrorerlebnis war ein von einem Stein durchtrennter Stahlbremsschlauch, der von der Service-Crew sofort ausgetauscht wurde.

Mit neuen Reifen und voller Motivation nahm das Duo die vierte SP in Angriff, welche aber leider wegen eines Unfalls eines italienischen Clio-Piloten abgebrochen wurde. Auf der vorletzten Sonderprüfung hatte Joe Baier erneut mit Bremsproblemen zu kämpfen, da sich im Bremssystem offenbar noch immer ein wenig Luft befand. Das Ergebnis dieser Sonderprüfung war deshalb nur die viertbeste Zeit der Klasse A7 und der Verlust der Führung an den Italiener Giuliano Franzoso. Auch der zweite Verfolger, Loris Baldacci, Bruder von Rallyesprint-Bestzeithalter und Junior-WM-Teilnehmer Mirco Baldacci, kam gefährlich nahe.

Die sechste SP war an Spannung nicht zu überbieten. Loris Baldacci, im Fiat Stilo Abarth Gruppe A unterwegs, fuhr eine sensationelle letzte Sonderprüfungszeit und verdrängte Joe Baier um eine einzige (!) Sekunde vom zweiten auf den dritten Rang in der Klasse A7 und auf den 26. Rang im Klassement. 57 Teams erreichten das Ziel.

„Wenn man mir vor Beginn der Rallye gesagt hätte, dass ich Klassendritter hinter den beiden Italienern werde, dann hätte ich sofort dankend „ja“ gesagt, aber so knapp vor Ende der Rallye – auf der letzen SP – eingeholt zu werden, tut schon ein bisschen weh. Aber so ist eben der Rallyesport. Wichtig ist, dass ich das Auto nicht zerstört habe, denn in drei Wochen startet mein Bruder beim ÖM-Lauf im Wechselgebiet. Am allerwichtigsten ist aber, dass wir im Auto einen Riesenspaß hatten – Schotter kann eben durch nichts ersetzt werden“, meinte Joe Baier nach der Siegerehrung, die wieder im eleganten Ambiente des Schlosses zu Prugg stattfand. Der besondere Dank des Teams gilt den Sponsoren www.weilguni.at, www.kfz-zeiler.at und www.leder-appel.at, die die Teilnahme am Rallyesprint 2005 ermöglicht haben.

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