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Große Revanche ist angesagt

Der Einstand im Lavanttal war nicht nach dem Geschmack von Andi Waldherr und Kris Rosenberger, im Wechselland ist jetzt grimmige Revanche angesagt.

Im Lavanttal wurden beide aufgrund unkontrollierbarer äußerer Umstände weit unter ihrem Wert geschlagen. Die Voraussetzungen für den dritten Lauf zur Rallye-Staatsmeisterschaft, die Bosch Super plus-Rallye (18./19. Mai 2007) durch das steirische Wechselland, sind nach derzeitiger Einschätzung ja geradezu perfekt: Überwiegend Asphalt, schnelle Sonderprüfungen und nach dem bisherigen Verlauf der Frühjahrs darf man wohl auch mit dem dazu passenden Schönwetter rechnen.

Aber selbst wenn so wie im Vorjahr kein durchgehendes Schönwetter herrschen sollte: Andi Waldherr hat mit Platz 2 gesamt gezeigt, daß er auch dann imstande ist, mit den schnellsten Allrad-Teams mitzuhalten.

Gleiches gilt natürlich auch für Kris Rosenberger, dessen Problem lediglich ist, bei der Pirelli-Lavanttal-Rallye nicht wirklich weit gefahren zu sein. Beiden Piloten ist trotzdem ein Stockerlplatz im Wechselland durchaus zuzutrauen, schließlich wäre es nicht das erstemal.

„Ich bin schon jetzt so was von motiviert, das kann man sich gar nicht vorstellen“, so Andi Waldherr. „Bei meinen beiden Heimrallyes bin ich natürlich immer besonders gut aufgelegt und nach dem etwas ernüchternden Auftakt im Lavanttal sowieso. Also auf in den Kampf.“

Ähnlich Kris Rosenberger: „Ich bin ja recht demütig in den Saison-Auftakt gegangen, aber daß ich mit einem Getriebeproblem gerade einmal über die Eröffnungs-Prüfung komme.....Solche Dinge passieren aber selbst dem besten Team einmal, das ist Teil des Motorsports. Das schmälert meine Motivation in keiner Weise und spornt mich eher noch an. Es gilt wieder einmal zu beweisen, daß Allrad-Antrieb in Österreich nicht die allein selig machende Rallye-Technik ist.“

Dritter Mann des VW Austria-Rallye-Teams ist Hannes Danzinger. Der Motor seines Erdgas-Golf Kit-Cars wurde seit der Pirelli-Rallye gründlich überarbeitet, um die zeitweise aufgetretenen, kurzen Motoraussetzer bei Extrembelastung, auszumerzen. In die Top-10 der Bosch Super plus einzutauchen ist daher das Ziel des Niederösterreichers.

Bei den Diesel-Fahrzeugen der Division III ist Pirelli-Rallye-Sieger und Staatsmeister Michael Kogler natürlich klarer Favorit. Als Belastung empfindet das der 20jährige jedoch nicht: „Der Druck war schon im vergangenen Sommer und Herbst erheblich und damals bin ich auch damit fertig geworden. Was soll’s also? Die Meisterschaft ist noch jung und alles ist möglich. Natürlich wäre es schön, in dieser Saison weiterhin ungeschlagen zu bleiben. Ob ich schon die Führung in der Meisterschaft übernehmen kann, ist schwer zu sagen, schließlich genügt Günther Jörl ja schon ein 4. Platz, um vorne zu bleiben, denn er ist 2007 um eine Rallye mehr gefahren. Mehr als gewinnen kann ich nicht und genau das möchte ich erreichen.“

Willi Rabl im zweiten VW Golf IV TDI Kit-Car strebt seine ersten Meisterschaftspunkte in dieser Saison an. Nachdem die 2. Etappe bei der Pirelli-Rallye schon deutlich besser gelaufen ist als der Eröffnungstag, ist Zuversicht angesagt: „Die Prüfungen im Wechselland sollten mir jedenfalls besser liegen. Ich komme aus einer Gegend, wo es so gut wie keine Bergstraßen gibt. Hügelige Sonderprüfungen sind mir deshalb schon aus Gewohnheit viel lieber als solche, wo extrem steil bergauf oder bergab gefahren wird. Platz 3 sollte auf jeden Fall möglich sein.“

Dasselbe hat jedoch auch der Obersteirer Alfred Leitner im guten alten VW Golf III TDI Kit-Car vor. „Ich habe zwar etwas weniger Leistung als Willis Bolide, aber als Steirer ist man zu Hause natürlich immer besonders guter Dinge.“

Die beiden VW Golf V TDI werden wie bei der Pirelli-Rallye von Georg Hinterberger und Aliz Magda aus Ungarn pilotiert. Bleibt Martin Ertl in der Division IV für alternative Energien. An einen ernsthaften Kampf mit seinem einzigen Konkurrenten Beppo Harrach mag er nicht glauben:

„Dessen Mitsubishi ist einfach viel stärker als mein Golf V, aber dafür nicht so schön orange wie mein VW. Jetzt gilt es, bei der Bosch Super plus-Rallye dem Vorbild von Hannes Danzinger nachzueifern, also die Zeiten der besten Diesel zu erreichen.“

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