RALLYE

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Diesel-Wiesel statt Benzin-Löwe

Die Manhart-Brüder gehen fremd, aber sie tun es eher unfreiwillig, da am Motor ihres Peugeot 306 Kitcar Schwierigkeiten aufgetreten sind.

Auch die Althofen-Kärnten-Rallye musste „geschmissen“ werden, und da sich die Behebung des Schadens etwas dahinzieht, ist eine Programmänderung angesagt. Als sich abzeichnete, dass der Peugeot bis zur Mühlviertel-Rallye noch nicht einsatzfähig sein würde, entschlossen sich Philipp und Stefan Manhart, für diese Veranstaltung einen Fiat Stilo Turbodiesel zu mieten, ein bewährtes, wenn auch nicht unbedingt kraftstrotzendes Modell der Dieselklasse.

Daran erkennt man, dass die Leidenschaft der Manhart-Brüder für’s Rallyefahren unverändert am Leben ist: Man will unbedingt dabei sein, auch wenn es nicht mit dem Peugeot Kitcar ist, das sicher mehr Fahrspaß bieten würde als das Leih-Auto. Außerdem bleibt man so besser in Übung. Und bei der Mühlviertel-Rallye, auch wenn sie eine eher schnelle Strecke beinhaltet, kommt es nicht unbedingt auf sehr viele PS an. Obwohl: Im Drehmoment bietet der Fiat sicher einige Vorteile, die sich unter den gegebenen Anforderungen unter Umständen spürbar auswirken können.

Nicht außer acht lassen darf man natürlich auch den Aspekt der Umstellung: Das Fahrwerk, das Ansprechverhalten, die Leistungscharakteristik, mit Sicherheit auch die Bremsen – nahezu alles ist anders. Lediglich die Fahrzeugabmessungen sind annähernd identisch. Aber egal – es geht ja auch ein wenig darum, mit unterschiedlichen Anforderungen klarzukommen. Und in Sachen Challenge-Saisonwertung läuft in diesem Jahr ohnehin nicht mehr sehr viel. Da ist es wohl das Beste, wenn man völlig abschaltet und einfach das persönliche Maximum herausfährt.

Ganz einfach wird aber auch das nicht sein, denn neben der Umstellung könnte vielleicht auch die Erinnerung an das vergangene Jahr ein wenig Speed-hemmend wirken: Aus durch Überschlag – so lautete damals das Fazit über die Veranstaltung. Andererseits: Welchem Rallyefahrer ist das noch nicht passiert? Meist ist so etwas schnell wieder vergessen, und schon geht’s wieder richtig dahin. Insoferne ist die Mühlviertel-Rallye in erster Linie eine willkommene Gelegenheit, die Suche nach der persönlichen Leistungsgrenze erneut aufzunehmen. Man muss Philipp und Stefan Manhart auf jeden Fall für ihren Entschluß bewundern, diese Herausforderung anzunehmen.

Diesel-Fahrzeuge sind einige am Start, nämlich die Fiat Stilos von Erwin Benkner (vermutlich der Favorit) und Gerhard Haider, die VW-Front ist mit Jürgen Stütz und dem Ex-Ohrfandl-Co Manuel Schalko vertreten. Da gibt es also schon ein bißchen was zu tun.

Philipp und Stefan Manhart sind wieder dabei, das ist nach zwei Rallyes in diesem Jahr, die notgedrungen ausgelassen werden mussten, sehr erfreulich. Dieser Fleiß wird sich auszahlen – entweder bei späteren Rallyes oder schon bei der Mühlviertel-Rallye, was natürlich optimal wäre. Die Möglichkeit dafür besteht ohne Weiteres.

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