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Wiedersehen mit einem alten Bekannten

Das JS-Rallyeteam von Sepp Schrott und Willi Hawle blickt bereits wieder nach vorne, das Programm in der Austrian Rallye Challenge geht mit Elan weiter.

Gar nicht so selbstverständlich, wenn man bedenkt, daß sich der Miet-Lancia von Alois Forstenlechner erst wenige Wochen zuvor zu – erraten – Schrott verwandelt hat. Aber zum Glück hat Forstenlechner Motorsport ja noch andere Pferde im Stall, so wie etwa jenen weißen Golf, mit dem auch der Besitzer und Tuner selbst schon eine Rallye unternommen hatte. Nach sehr vielversprechenden Zeiten – phasenweise wurden auch Stars wie Hannes Danzinger und David Doppelreiter intensiv gefordert – ging leider eine Halbwelle entzwei.

Sepp Schrott, der mit dem Wagen schon mehrere Rallyes in Angriff genommen hat, hatte mehr Glück, einmal schaffte er sogar einen dritten Platz in der Klasse. Und auch damals schon, im Jahr 2005, war Willi Hawle schon als Copilot dabei. Hier treffen also alte Bekannte aufeinander, wobei auch die Mühlviertel-Rallye für Sepp Schrott kein Neuland ist – hier war er bereits vor zwei Jahren am Start, und zwar ebenfalls mit dem Golf III GTI Gruppe A.

Rein grundsätzlich würde also einiges dafür sprechen, daß Sepp Schrott und Willi Hawle gute Chancen haben, beim kommenden ARC-Lauf auf Erfolgskurs zu fahren, zumal die Rallye für ihr Auto wie geschaffen wäre: Meist trockener, vom Verlauf flüssiger Asphalt mit einer häufig wechselnden Oberfläche, leicht wellig – man kann also auch ein leichtes PS-Manko ausgleichen, was bei einem möglichen Kampf gegen die Kitcars schon ein großer Vorteil sein kann. Auf der anderen Seite darf man aber natürlich auch nicht vergessen, daß der Umstieg auf ein Vorderrad-getriebenes Auto oft mit etwas Schwierigkeiten verbunden ist, wenn man einige Zeit ohne Unterbrechung Allradantrieb oder Heckantrieb gefahren ist. Und auch vor zwei Jahren hatte sich gezeigt, daß der Umgang mit dem Golf mit Frontantrieb nicht immer ganz reibungslos abgelaufen ist.

Trotzdem: Sepp Schrott ist den Weg schon einmal erfolgreich gegangen, und beim zweiten Mal wirkt er vielleicht schon nicht mehr ganz so unberechenbar, man weiß schon etwas genauer, was einen erwartet. Und in der gegenwärtigen Form von Sepp Schrott könnte es ihm noch etwas leichter fallen, die Tücken des geänderten Fahrverhaltens gegenüber dem Lancia Integrale zu meistern. Denn ein Meister ist Sepp Schrott nicht nur in Dingen der Backwaren-Herstellung.

Gar nicht einmal so klein und vor allem sehr fein ist diesmal die Besetzung in der Gruppe A bis 2000 cm³ Hubvolumen, auch A7 genannt. Jene Klasse, in die auch der Golf III von Sepp Schrott bzw. Alois Forstenlechner einzuordnen ist. Wer hier Favorit ist, scheint relativ klar zu sein: Alles Andere als ein Sieg von Hannes Danzinger mit dem Golf Kitcar – Zielankunft vorausgesetzt – wäre wohl unlogisch. Aber auch das Feld der Verfolger ist erlesen, und das beginnt bereits mit dem ARC-Titelverteidiger mit dem Renault Mégane, Wolfgang Schmollngruber. Und dann folgen die großen Herausforderer, so wie Patrick Breiteneder (SEAT Ibiza Kitcar), Horst Eder (Peugeot 206 RC) oder Stefan Reininger (Opel Astra GSi). Geheimfavoriten gibt es gewiß auch, wie etwa den deutschen SEAT-Starter Detlef Eichberger, Gerhard Dworak (Opel Astra) oder Thomas Regner (Renault). Nicht gerade wenige...

Die Priorität wird ohnehin sein, sich an das Fahrzeug zu gewöhnen und speziell in der Anfangsphase auf Sicherheit zu fahren. Alles Weitere sollte sich von alleine ergeben, wenn sich die „alten Bekannten“ gut miteinander vertragen.

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