RALLYE

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In guter Gesellschaft

Christof Klausner kennt die Strecken der Mühlviertel-Rallye wie kaum ein anderer: Schon in seinem ersten Jahr als Rallyefahrer war er dabei.

Und kaum ein anderer ist so spektakulär wie er. Es ist immer wieder eine Freude, dabeizusein, wenn Christof Klausner seinen Audi im Drift durch die Kurven und Ecken jagt. Seit er auf Turbo-Power umgestiegen ist, sieht es auch ergebnismäßig sehr gut aus, zumindest dann, wenn kein wichtiges Antriebsteil kaputt geht. Alles Andere läßt sich schon irgendwie hinkriegen. Eine Mühlviertel-Rallye ohne Christof Klausner? - Unvorstellbar!

Nun hat der Urahn aller schnellen vierradgetriebenen Rallyewagen in den Händen von Christof Klausner bereits einige Male durchgehalten, das hat das Selbstbewußtsein und damit die Motivation im Team nachhaltig gestärkt. Ganz besonders die Ereignisse der IQ-Jännerrallye 2007 waren für alle Klausner- und Quattro-Fans ein Quell der Freude – und auch für die Klausners selbst: Erst ein hochwertiges Duell mit Johann Seiberl und Turini-Stimmung bei Pierbach und Lasberg, danach ein überlegener Sieg in der Gruppe H. Dann war’s leider längere Zeit still.

Private Bau-Arbeiten verhinderten das ursprünglich geplante intensivere Engagement in der Austrian Rallye Challenge (das zu einem späteren Zeitpunkt durchaus nachgeholt werden könnte), aber wenn in Perg die Rallye-Zeit anbricht, dann muß der Urquattro seine Auszeit in der Ecke der Werkstättenhalle unterbrechen. Der Anlaß dafür ist allemal ein bedeutender: Gerade die Mühlviertel-Rallye, praktischerweise nicht allzu weit vom Wohn- und Werkstättensitz von Christof Klausner entfernt, hat sich in kurzer Zeit zu einem Treffpunkt der Rallye-Legenden gemausert, zu denen der Audi Quattro in seiner Ursprungs-Version zweifellos auch dazuzählt. Und dann ist da natürlich auch noch das Wetteifern mit einigen anderen Driftern und Publikumslieblingen angesagt.

Niki Glisic mit seinem BMW M3 E30 ist wieder dabei (wie könnte es anders sein), und auch Christoph Weber versucht mit seinem Mercedes 190 2,3 16V wieder einmal sein Glück (von dem er in der letzten Zeit nicht sehr viel hatte). Auch ein Newcomer namens Manfred Hinterreiter setzt einen solchen ein. Generell werden einige längst exotisch gewordenen Fahrzeuge in Rallye-Action zu sehen sein, wie etwa der Ford Capri von Roland Spazierer oder der Austin Healey von Peter Hinderer. Damit ist klar, daß der Audi Urquattro von Christof Klausner in guter Gesellschaft ist. Langweilig wird’s den Leuten neben der Strecke da wohl sicher nicht werden.

Dagegen würde auch die Besetzung in der Gruppe H sprechen, die sich gleichfalls durch beeindruckende Werte hinsichtlich Quantität und Qualität auszeichnet. Gegen die Mitsubishis von Markus Huber und Sascha Plöderl (vor drei Jahren konnte man mit einem solchen Auto bei der Jännerrallye noch die Gruppe N gewinnen) wird mit dem um zwölf Jahre älteren Audi wahrscheinlich nichts zu holen sein, speziell unter trockenen Verhältnissen sind die Chancen eher beschränkt. Neue Konkurrenz gibt es auch durch das Revival des ehemaligen WM-Siegers Toyota Celica, maßgeblich vorangetrieben durch das Team von Reinhard Mitterauer. Und dann sind da natürlich einige Mazdas, vermutlich diesmal mit Johann Seiberl als schnellstem Mann, und einigen Herausforderern wie Gerhard Wiesinger oder Dominik Jahn. Zu beachten sind sicherlich auch Christian Riegler (Lancia) und Martin Fischerlehner, der neuerdings auf einen Audi S2 setzt. Natürlich sind das noch längst nicht alle.

Christof Klausner bekommt also eine Menge zu tun, aber er ist ja dafür bekannt, daß er mit den an ihn gestellten Anforderungen wächst. Wie bei der Jännerrallye, wird er auch diesmal wieder mit Daniela Stummer fahren, die die Mühlviertel-Rallye bereits besonders gut kennt: Sie ist vor zwei Jahren selbst gefahren. Auch im vergangenen Jahr war sie dabei, als Beifahrerin von Christian Eberherr (Ford Escort).

Das neuerliche Zusammentreffen der aktiven RCP-Mitglieder nach längerer Zeit wird sicher leidenschaftlich gefeiert werden. Und wenn es mit etwas Glück wieder den einen oder anderen Erfolg zu feiern gibt, dann sind Christof Klausner und Daniela Stummer mit Sicherheit dabei.

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