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Spannung in mehreren Klassen

Im Waldviertel werden noch einige wichtige Titel vergeben, in der Castrol Historic Staatsmeisterschaft, der Division II & bei den Junioren.

Rosner vor Gesamtsieg in der Castrol Historic Staatsmeisterschaft

Nach der Absage der Ostarrichi-Rallye wurde die Waldviertel-Rallye nachträglich als sechster Lauf zur Castrol Historic Staatsmeisterschaft ins Programm aufgenommen. Für Christian Rosner (Porsche 911 Carrera) könnte es ein ganz besonderes Saisonfinale werden. Der Niederösterreicher steht vor seinem ersten Meistertitel in der Castrol Historic Staatsmeisterschaft. Lediglich fünf Punkte fehlen Rosner für den größten Erfolg seiner Motorsportkarriere.

Was wenig klingt, kann jedoch ganz entscheidend sein, denn wenn er ausfällt, ist Josef Pointinger in Lauerstellung. Die Rallye-Legende im Ford Escort konnte heuer bereits drei Mal die volle Punktezahl einfahren. Vor allem bei widrigen Bedingungen ist Pointinger gegenüber Rosner mit dem Porsche im Vorteil. Und gerade bei der Waldviertel-Rallye stehen solche Fahrbahnverhältnisse auf der Tagesordnung.

Interessant: Co-Pilotin und Gattin Gerti Pointinger hat den Titel bereits in der Tasche, da Rosners Co-Pilot Harald Gottlieb mit tschechischer Lizenz startet und somit nicht punkteberechtigt ist.

Mit 15 Teilnehmern stellt die Castrol Historic Staatsmeisterschaft die zweitmeisten Starter bei der diesjährigen Waldviertel-Rallye. Neben Rosner und Pointinger sind vor allem Fritz Waldherr (Mitsubishi Lancer Evo III) und Gerald Openauer (Ford Escort RS 2000) zu erwähnen. Fix ist jedoch, dass gerade das Feld der Historischen immer wieder für tolle Showeinlagen und jede Menge Stimmung sorgt.

Division II: Vier Piloten mit Chancen auf den OSK Pokal

Vom Gesamtstand her gesehen, gibt es in der Division II noch vier Fahrer, die sich Chancen auf den OSK Pokal ausrechnen dürfen. Alle Vier haben bereits ihr Streichresultat ausgenützt und gehen daher mit Nettopunkten in die Schlussrunde.

Klarer Favorit ist Christoph Leitgeb (Ford Fiesta ST). Sein Vorsprung auf seine Markenkollegen Daniel Wollinger und Patrick Winter beträgt schon vier bzw. zehn Punkte. Er ist auch der einzige Pilot in diesem Feld, der bereits zwei Divisions-Siege in dieser Saison einfahren konnte. Doch bei diesem Trio entscheiden oft nur Sekunden über Sieg und Niederlage.

Theoretische Chancen hat noch Alois Handler (Peugeot 206 RC). Er kann aber nur dann den Titel holen, wenn die drei vor ihm platzierten Fahrer mehr oder weniger ausscheiden und er den Klassensieg einfährt. Dann ist er punktegleich mit Leitgeb und hätte auch die gleiche Anzahl an ersten, zweiten, dritten und vierten Plätzen.

Junioren Staatsmeisterschaft

Wie schon in der Division II hat auch hier Christoph Leitgeb die besten Karten in der Hand. Er liegt neun Punkte vor Daniel Wollinger und kann sich bereits mit einem fünften Platz den Junioren-Staatsmeistertitel sichern. Überhaupt könnte Leitgeb zum großen Sieger im Waldviertel werden, der neben diesem Titel hat der Kärntner wie oben erwähnt beste Chancen auf den Sieg in der Division II und in der Ford Fiesta Trophy.

Division III: Triumpfahrt für Michael Böhm in der Dieselklasse

Dort, wo er im Vorjahr noch den Titel in der Dieselklasse verschenkte, kann es Ing. Michael Böhm (Fiat Punto JTD) in diesem Jahr ganz beruhigt angehen. Denn der Wiener hat den OSK-Pokal bereits in der Tasche. Nach fünf Erfolgen in den ersten fünf Rallyes dieser Saison holte er bereits vorzeitig den Gesamtsieg. Lediglich in Admont absolvierte er auch sein Streichresultat.

Im Kampf um Platz zwei hat Alfred Leitner (Fiat Stilo JTD) die wohl besseren Karten. Wie Böhm kommt auch er aus der Bundeshauptstadt und liegt nach sechs von sieben Läufen acht Zähler vor Bernhard Spielbichler (VW Golf V TDI). Der Steirer zeigte in diesem Jahr mit sensationellen Sonderprüfungszeiten auf, konnte jedoch selten seine starke Performance über eine ganze Rallye halten.

Division IV: Im Mittelpunkt der Rallye steht der Bruderkampf im OMV CNG Team

Mit zwei Fahrzeugen ist die Division IV zwar sehr bescheiden besetzt, doch dafür ist die Qualität der Piloten umso größer. Sowohl Manfred Stohl (CNG Mitsubishi Lancer Evo IX), aber auch Beppo Harrach (CNG Mitsubishi Lancer Evo VI) kämpfen nicht nur um den Klassensieg, sondern sind auch jederzeit für Podiumsplätze in der Gesamtwertung gut.

Harrach belegt beispielsweise im Vorjahr den hervorragenden dritten Platz. Der OSK-Pokal in dieser Division ist lediglich die Draufgabe. Toto Wollf startet mit einem Bioethanol Mitsubishi.

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