RALLYE

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ÖM: Waldviertel-Rallye

One more try

Wie nahe Freude und Leid im Rallyesport doch beieinander liegen: Freude bei Putz/Auer in der Steiermark, Frust bei der Herbst-Rallye.

Bei der ARBÖ-Steiermark-Rallye herrschte bei Mag. Kurt Putz und Harry Auer noch großes Glücksgefühl ob der zuverlässig beendeten Veranstaltung, bei der Herbst-Rallye im südlichen Waldviertel folgten sogleich Frustration und Enttäuschung über einen erneut sehr frühen Ausfall. Zur Zeit ein permanentes Auf und Ab…

Kurt Putz ist genauso wie Michael Pap erst heuer aktiv in den Rallyesport eingestiegen, da kann man von keinem von Beiden verlangen, dass er tempomäßig schon mit der Cup-Spitze mithalten kann. So duelliert man sich halt untereinander, und auch dabei kann man sich von einer Veranstaltung zur nächsten steigern. Und bereits in der Lernphase seiner Rallye-Laufbahn viel Spaß haben.

Erklärtes Ziel war es auch schon beim ARC-Finallauf, eine Rallye sicher zu Ende zu fahren, was nicht ausschließt, dass man auch ein sportliches Ziel findet, an dem man sich orientiert. Bei der ARBÖ-Steiermark-Rallye blieb Mag. Kurt Putz und Harry Auer die rote Laterne, nachdem es am Ende nicht mehr gelungen war, Michael Pap und Marlies Mandl im Klassement zu überholen. Da lag es nahe, bei der eine Woche darauf stattfindenden Herbst-Rallye eine Revanche anzustreben und dort weiterzumachen, wo man bei der ARBÖ-Steiermark-Rallye aufgehört hatte.

Auf Jauerling I, der ersten Prüfung der Herbst-Rallye 2008, gelang dies zunächst – Mag. Kurt Putz lag vor Michael Pap, wenn auch nur extrem hauchdünn. Spannung im Volvo-Teilnehmerfeld, wo man hinschaut. Leider gab es davon schon gleich darauf ein bisschen weniger, denn aus der zweiten Prüfung bei Artstetten kam ein Volvo nicht mehr zurück. Und leider war es der von Kurt Putz. An einer Stelle, an der kurz zuvor Michael Pap schon ungewollt die Fahrbahn verlassen hatte – er fand jedoch dorthin wieder zurück – schlitterte auch der gelbe Volvo des Apothekers in den Schlamm, aus dem es vorläufig einmal kein Entrinnen gab. Diese Rallye musste man abschreiben.

Das einzig Gute: Der Volvo von Mag. Kurt Putz schlug an keinem festen Hindernis an, die Werkstättenarbeit vor dem nächsten Kampfeinsatz beschränkte sich auf ein Minimum. Eben dieser Kampfeinsatz – der letzte des Elch-Cups in diesem Jahr – steht unmittelbar bevor, diesmal begibt sich die verwegene Volvo-Truppe noch näher ins Zentrum des Waldviertels.

Zu einer Rallye, die definitiv alle Stücke spielt. Vor allem der hohe Schotteranteil der Samstages-Etappe, den man ebenso lieben wie fürchten kann, wird auch die Waldviertel-Rallye 2008 zu einem besonderen Ereignis machen. Gerade passend für einen stilvollen Abschluß, der die erfolgreiche erste Saison des Elch-Cups gebührend abrundet, und auch der entsprechende Einsatz seiner Teilnehmer wird mit Sicherheit nicht ausbleiben.

Für Mag. Kurt Putz, der diesmal mit Nina-Irina Wassnig ins Rennen gehen wird, steht einmal mehr Ankommen an der ersten Stelle der Prioritäten, nach dem Missgeschick bei der Herbst-Rallye – und gerade unter den herrschenden schwierigen Bedingungen beim bevorstehenden Einsatz – wird der Apotheker wohl erhöhte Vorsicht walten lassen.

Die erfahrene Copilotin (Wolfgang Franek, Walter Kovar,…) wird dabei mit Sicherheit eine große Hilfe sein, und vielleicht gelingt es sogar schon bei dieser Rallye, verlorenes Selbstvertrauen wieder zurückzugewinnen und sich dem für Elch-Cup-Teilnehmer so typischen offensiven Fahrstil anzunähern. Aber das wird wie immer die Praxis zeigen. Den Versuch ist es wert, allemal.

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