RALLYE

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Ein spannender Tag wartet

Andi Waldherr geht als Führender vor Raimund Baumschlager und Willi Stengg in die zweite Etappe, es bleibt in jedem Fall spannend.

Strahlender Sonnenschein begrüßt die 62 verbliebenen Teams vor der 2. Etappe der Bosch Super plus-Rallye. Ursprünglich waren gestern um 17 Uhr 70 Teams aus drei Nationen von Sportstaatssekretär Dr. Reinhold Lopatka in Friedberg auf eine enorm abwechslungsreiche 1. Etappe geschickt worden. Regen in leichter Form, Platzregen und Sonne wechselten andauernd.

Nach seinem sensationellen nächtlichen Finish auf teilweise regennasser Fahrbahn verteidigt Andreas Waldherr 28 sec. Vorsprung auf den siebenfacher Staatsmeister Raimund Baumschlager.

„Nachdem gestern alles so aufgegangen ist, wie ich mir das vorgestellt habe, liegt noch ein schwerer Tag vor uns“, so Waldherr. „Ich weiß, daß mein erster Gesamtsieg in Reichweite liegt, aber es sind noch acht Sonderprüfungen über 106 km zu absolvieren und das wird sicher kein Spaziergang.“

Wittmann jun. liegt nach einem eher durchwachsenen Tag tatsächlich nur auf Platz 4 hinter Lokalmatador Willi Stengg jun. und bereits 28 sec. hinter Baumschlager – sehr viel für die schnellen, rutschigen Sonderprüfungen in der Oststeiermark. „Irgendwie war das so ein Tag, dazu hatten wir noch einen Ausritt, der sicher 20 sec. gekostet hat. Aber die Rallye ist noch längst nicht vorbei“, gibt sich der Vorjahrssieger trotzdem betont zuversichtlich.

Eine scharfe Attacke ist auch von Kris Rosenberger und Beppo Harrach zu erwarten. Der zweite VW Polo S2000-Pilot, jener mit dem Bären-Logo, hatte sich in den extrem schwierigen Verhältnissen am Freitag Abend für die etwas sicherere Seite entschieden und liegt in der Zwischenwertung auf Platz 5, nur 2 sec. hinter Wittmann.

Da die Verhältnisse offenbar wie geschaffen für die S2000-Boliden sind (wie auch der Überraschungs-6. Waldemar Benedict im Peugeot 207 S2000 beweist), dürfte der Kampf um die Stockerlplätze noch überaus spannend werden. Biogas-Pilot Harrach wiederum könnte beinahe Kopf an Kopf mit Waldherr liegen, wäre da nicht ein Zwischenfall mit einem abgefallenen Turboschlauch an seinem Mitsubishi Lancer Evo IX gewesen – Zeitverlust mehr als 1 ½ Minuten. Was Harrach auf Platz 8 hinter Walter Kovar zurückwarf.

Bio-Ethanol-Pilot Gerwald Grössing liegt nach der 1. Etappe auf Platz 9 und lobt seinen von BRR vorbereitet Mitsubishi Lancer Evo IX. Sich selbst allerdings weniger: „Das Auto geht wirklich sensationell. Daß ich nicht weiter vorne liege, ist eher meine Schuld. Ich habe noch viel zu viel Respekt in den ganz schnellen Kurven. Und die gibt’s hier ja zuhauf.“

Als zeitschnellster Fronttrieb-Pilot der 1. Etappe wird sich der Obersteirer Hermann Berger im Suzuki Swift S1600 wohl nur noch kurz der Führung in seiner Sub-Wertung erfreuen können. Nur 15 sec. hinter ihm rangiert nämlich bereits Wien Energie-Pilot Hannes Danzinger, dem ein kleines, aber folgenschweres mechanisches Problem (Materialfehler an einem Schrauben) über zwei Minuten kostete. Andernfalls würde der Niederösterreicher ohne weiteres schon in den Top-10 liegen.

In der Diesel-Wertung führt erwartungsgemäß Lokalmatador Michael Böhm (Fiat Grande Punto JTD), während sich um Platz 2 Staatsmeister Günther Jörl (Seat Ibiza TDI) aus dem Kärntner Lavanttal und der Weststeirer Bernhard Spielbichler (VW Golf V TDI) ein dramatisches Duell liefern, in dem noch längst keine Vorentscheidung gefallen scheint.

In der Division II der Staatsmeisterschaft führt nicht unerwartet das verhinderte Vorjahrssieger-Duo, die Geschwister Handler (Peugeot 206). Allerdings überraschenderweise nicht vor den stärksten Piloten der Ford Fiesta-Trophy, sondern dem Führenden im motorisch eigentlich schwächeren Suzuki Motorsport-Cup, dem Lungauer Hermann Neubauer. Ganz knapp hinter ihm dann Fiesta-Pilot Patrick Winter aus Oberösterreich.

Bei den Historischen führt erwartungsgemäß Porsche-Pilot Christian Rosner deutlich vor Sepp Pointinger (Ford Escort).
Schnellster der ausländischen Gäste war Kris Rosenbergers Teamkollege im Grizzly Power-Racing-Team, der 23jährige Russe Vitaly Goldovskiy (Mitsubishi Lancer Evo VIII), der in seiner ersten Asphalt-Rallye hinter Danzinger auf Platz 16 rangiert.

Die Bosch Super plus-Rallye endet heute nach insgesamt 12 Sonderprüfungen um 18:19 Uhr mit dem Zieleinlauf auf dem Hauptplatz von Friedberg.

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