RALLYE

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Nordic Walking

Man kann ohne Übertreibung sagen: Jürgen Praschl hat sein erstes Jahr als Rallye-Teilnehmer mit einer Erfolgsserie hinter sich gebracht.

Die Saisonbilanz von Jürgen Praschl kann sich wahrlich sehen lassen: Ein sechster Platz im Elch-Cup bei der Triestingtal-Rallye, ansonsten nur Podestränge und kein einziger Ausfall – das beweist angesichts des hohen Konkurrenzniveaus im Elch-Cup eine enorme fahrerische Klasse.

Und nicht zu vergessen: Es ist erst das erste volle Rallye-Jahr des Malers und Anstreichers aus Berndorf. Davor gab es bloß eine Rallye im Jahr 2007, und die endete vorzeitig…

Ganz zu Ende ist die Saison aber noch nicht. Damit bleibt noch eine gewisse Chance, noch heuer einen Sieg bei den Volvos einzufahren, der fehlt ihm nämlich noch. Es geht hinauf zur Waldviertel-Rallye, dem nördlichsten Rallye-Gebiet Österreichs - nicht unpassend für eine Fahrzeugwertung, die sich Elch-Cup nennt und für Wagen ausgeschrieben ist, deren Ursprung in Skandinavien liegt.

Zu erwarten sind demnach auch sehr schwierige Streckenbedingungen durch herabgefallenes Laub sowie eventuellen Regen oder Schnee, dazu kommt noch, dass der zweite Tag größtenteils über Schotter führt. Auch hinsichtlich der Konkurrenzsituation stehen die Zeichen – einmal mehr – auf Sturm: Als Favorit für den Volvo-Sieg wäre wohl am ehesten Bernhard Engelmann in Betracht gekommen, der allerdings aufgrund eines akuten Zeitmangels fehlt.

Also werden sich wohl die üblichen Größen den ersten Platz ausmachen: Markus Stachl, Georg Gschwandner, Andreas Schögler – und eventuell Jürgen Praschl. Ihn zu den Favoriten einzureihen, ist insoferne legitim, als er zuletzt bei zwei Rallyes in Führung gelegen ist. Leider halt nie bis zum Ende…

Dass sich das diesmal ändern könnte, ist leicht möglich, denn mit zunehmender Erfahrung hat Jürgen Praschl nicht nur seine Chancen insgesamt erhöht, er hat auch seine Leistungsfähigkeit auf Schotter verbessert. Was ja bei der Waldviertel-Rallye nicht unwichtig ist. Daher gilt: Alles ist möglich.

Auch technisch ist Jürgen Praschl bereits auf einem sehr guten Stand – seit einiger Zeit nützt er auch die Vorteile einer kürzeren Hinterachs-Übersetzung. Damit erwiesen sich sämtliche Versuche eines Anti-Robin-Hood aus dem Cup, ihm das begehrte Teil systematisch abspenstig zu machen, als letztendlich zwecklos. Und einige Volvo-Bestzeiten gab es ja auch schon, als sich Jürgen Praschl noch fast auf Serien-Level bewegte.

Gleichfalls Gutes zu sagen gibt es über Beifahrer Manfred Wagenhofer aus Pernitz, ein enger Vertrauter von Oliver Berger, der den vorübergehend verhinderten Jiri Michal vertritt und seine Bewährungsprobe bereits hinter sich hat: Beim Rallyesprint unterstützte er Oskar Hebenstreit zu seiner vollsten Zufriedenheit, er wird also sicher auch Jürgen Praschl wertvolle Dienste erweisen.

Dazu kommt noch die fachlich erstklassige Serviceleistung durch Happy Moto mit Nenad und Bojan Jovanovic sowie Klaus Häusler als dessen kompetente Vertreter – und die nicht minder professionelle Vorbereitungsarbeit durch Thomas Steinmayer. Allenthalben günstige Voraussetzungen für ein gelungenes Gesamtpaket also, was von den Sponsoren erfreulicherweise in hohem Umfang honoriert wird, die ihrerseits einen wertvollen Beitrag leisten.

Sie sorgen dafür, dass Jürgen Praschl den Erfolgszug niemals anhalten musste, sondern – typisch für einen Eilzug – seine Fahrtrichtung nonstop ohne Halt durchziehen konnte. So bleibt zu hoffen, dass es für ihn auch bei der Waldviertel-Rallye kein Halten geben wird.

Zu empfehlen ist es für Rallye-Besucher in jedem Fall, dem Nordic Walking von Jürgen Praschl und Manfred Wagenhofer auf vier Rädern beizuwohnen, so wie das an sich für jeden Volvo-Teilnehmer gilt. Die Elch-Cup-Fahrzeuge werden zweifellos zu den großen Attraktionen der Waldviertel-Rallye 2008 zählen!

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