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IRC: Ypern Rallye

„Fast Freddy“ war unschlagbar

Es ist vollbracht: Freddy Loix schreibt mit dem sechsten Ypern-Sieg Rallye-Geschichte. Skoda-Markenkollege Jan Kopecky Zweiter, Neuville Dritter.

Freddy Loix (Škoda) hat die Ypern-Rallye zum sechsten Mal gewonnen. Der Belgier dominierte die Veranstaltung der Intercontinental Rallye Challenge (IRC) in Belgien von Beginn weg und gewann neun von 19 Sonderprüfungen in seiner Heimat. Die Vorentscheidung fiel auf SS8 als sein härtester Verfolger Kris Meeke nach einem Unfall aufgeben musste. Damit lag nur noch Jan Kopecký in Schlagdistanz. Der Tscheche gewann sogar vier Etappen, doch der Rückstand war einfach zu groß.

Damit wurde Loix von seinen Fans gefeiert. "Ich bin sehr glücklich. Das ist ein perfektes Comeback", kann der Belgier seinen Erfolg kaum fassen. "Mein Dank geht an Škoda, die mir ein Siegerauto zur Verfügung gestellt haben." Mit diesen Worten stieg der 39-Jährige aus seinem Boliden und machte einen großen Schluck aus der Champagnerflasche.

Kopecký war mit dem zweiten Platz nicht zu unglücklich. "Der Doppelsieg ist wieder ein tolles Ergebnis für Škoda. Ich muss Freddy gratulieren, denn er hat seinen Heimvorteil perfekt ausgenutzt und ist ein hohes Tempo gefahren." Bis es zu diesem Ergebnis kam, standen aber noch 13 Sonderprüfungen vor den Fahrern.

Den zweiten Tag startete Meeke mit einer Bestzeit, doch anschließend ging dem amtierende Meister die Straße aus und er zerstörte seinen Peugeot. Kronos-Teamchef Marc van Dalen war bitter enttäuscht: "Das ist sehr schlecht für uns, aber so ist der Rallye-Sport. Kris fuhr zu 100 Prozent am Limit, aber nicht darüber. Ich bin mir sicher, dass es einen Fehler beim Aufschrieb gab und nicht mit seinem Tempo. Er war im sechsten statt im fünften Gang und war auch abseits der Ideallinie."

Ab diesem Zeitpunkt hätte Loix die Rallye nur verlieren können. Sein Vorsprung auf Kopecký betrug 29,7 Sekunden. Die Sonderprüfungen zehn bis 14 gingen aber allesamt an den Tschechen, wobei Nummer elf aus Sicherheitsgründen neutralisiert werden musste. Tausende von Zuschauern belagerten die Asphalt-Strecke und stellten ein großes Sicherheitsrisiko dar. Danach erhöhte Loix wieder das Tempo und konnte den Abstand zu seinem Škoda-Teamkollegen bis ins Ziel konstant bei einer halben Minute halten.

Nicht nur Loix profitierte von der lokalen Streckenkenntnis, sondern auch Thierry Neuville. Mit einem Peugeot 207 kletterte der Belgier ausgerechnet in seiner Heimat zum ersten Mal auf das Podest. Der Rückstand in der Gesamtwertung betrug allerdings schon gewaltige zwei Minuten. Bernd Casier komplettierte den belgischen Festtag als Vierter. Erst auf Rang fünf kam der beste Ford-Pilot mit Andreas Mikkelsen.

Dieses Ergebnis ist auch für die Gesamtwertung entscheidend, da Juho Hänninen bereits am ersten Tag ausgeschieden war. "Es war eine langsame Rechtskurve, die man mit ungefähr 40 km/h fährt. Ich verlor das Heck an der Kante eines Grabens und rutschte hinein", beschreibt der Finne sein Missgeschick. "Ich versuchte wieder herauszukommen, aber es halfen uns nur zehn oder 15 Leute. Es war einfach nicht möglich und sehr frustrierend." Hänninen blieb also buchstäblich im Straßengraben stecken.

Trotzdem führt er weiterhin in der Gesamtwertung, doch Kopecký hat nur noch drei Zähler Rückstand. Da Meeke die goldene Möglichkeit ausgelassen hat, zeichnet sich ein Škoda-Duell um den Titel ab.

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