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Rallye-ÖM: Schneebergland-Rallye

Paukenschlag im Schneebergland – Stohl in Führung!

Weil er an falscher Stelle ein Rad wechselte, erhielt Harrach eine Zeitstrafe. Jetzt führt Stohl knapp vor Baumschlager. 2WD: Danzinger weiter in Führung.

Fotos: Daniel Fessl/motorline.cc

Turbulent begann der zweite Tag der Schneebergland-Rallye im Raum Rohr im Gebirge. Beppo Harrach, der am Vortag noch mit sechs Sonderprüfungszeiten aufgetrupft hatte, fasste eine Zeitstrafe von einer Minute aus.

Der Grund: Weil sich Copilot Andreas Schindlbacher im Roadbook irrte, vollzog das Team zwischen der siebenten und achten Sonderprüfung einen Reifenwechsel an unerlaubter Stelle.

Profiteur des Missgeschicks war Manfred Stohl, der sich nicht zu Unrecht auf den die zweite Etappe gefreut hatte. 80 Prozent Schotter, jenes Terrain also, auf dem er (Zitat Baumschlager) „seine Weltklasse voll ausspielen kann“.

Und die Bestätigung seines Rufs lieferte der OMV-Pilot im erdgasbetriebenen Mitsubishi prompt. Mit drei Sonderprüfungssiegen in Serie hievte sich Stohl auf Platz vorerst von Platz vier auf Rang zwei und liegt nunmehr nach Harrachs Bestrafung sogar in Führung.

Während Stohl naturbedingt zufrieden ist („Mir war eigentlich klar, wenn ich wo schnell fahren kann, dann hier. Das sind einfach meine Bedingungen, alles läuft super“), ist Harrach heiß: „Es ist traurig, dass es manche Leute notwendig haben, so etwas sofort zu melden. Wenn dieser Herr gewinnen sollte, braucht er sich nicht zu freuen“, klagt er an, ohne einen Namen nennen zu wollen.

Die ersten Opfer forderte auch die berüchtigte Schotter-Herausforderung Haraseben schon bei der ersten von insgesamt drei Umfahrungen. Raimund Baumschlager hatte mit einem Ausfall der Gegensprechanlage zu kämpfen, profitierte aber davon, dass er schon öfters im Rahmen der WM hier gestestet hat und liegt nur eine Sekunde hinter Stohl auf Platz zwei.

Reinhard Pasteiner hatte weniger Glück. Nach dem ersten Tag der Schneeberg-Rallye noch auf dem guten sechsten Rang gelegen, musste der St. Pöltner seinen Bioethanol-Mitsubishi in der Prüfung mit einem Defekt an der Antriebswelle abstellen – Rallye vorbei.

Zwischenstand nach 9 von 15 Sonderprüfungen

01. Manfred Stohl/Ilka Minor CNG Mitsubishi Evo IX 49:27,1 Min.
02. Raimund Baumschlager/Th. Zeltner Skoda Fabia S2000 +1,0 Sek.
03. Beppo Harrach/Andreas Schindlbacher Mitsubishi Lancer Evo IX +31,8 Sek.
04. Gerwald Grössing/Barbara Watzl Mitsubishi Lancer Evo IX +33,8 Sek.
05. Andreas Waldherr/Bernhard Ettl VW Polo S2000 +42,0 Sek.
06. Mario Saibel/Ursula Mayrhofer Mitsubishi Lancer Evo X +1:53,7 Min.
07. Walter Kovar/Stephan Hofbauer Mitsubishi Lancer Evo IX +2:27,8 Min.
08. Philipp Lietz/Thomas Steinber Mitsubishi Evo III +2:54,0 Min
09. Alexander Tazreiter/Elke Aigner Mitusbishi Evo IX + 2:54,5 Min
10. Hannes Danzinger/P:M. Schirnhofer Ford Fiesta +3:01,5 Min

Der weitere Zeitplan

12.01 Uhr SP 10 Tiefental – Kalte Kuchl 10,46 Kilometer
12.34 Uhr SP 11 RK Schwarzau – Schwarzau 05,94 Kilometer
13.04 Uhr SP 12 Haraseben – Haraseben 08,39 Kilometer
13.24 Uhr Rohr / Gebirge Regrouping 4 In
15.12 Uhr Rohr / Gebirge Service Out
15.25 Uhr SP 13 Tiefental – Kalte Kuchl 10,46 Kilometer
15.58 Uhr SP 14 RK Schwarzau – Schwarzau 05,94 Kilometer
16.26 Uhr SP 15 Haraseben – Haraseben 08,39 Kilometer
16.46 Uhr Rohr/ Gebirge, Ende der Rallye auf der Zielrampe

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